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	<description>Das Netzmagazin von Alexander Platz</description>
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		<title>Unvergessen &#8211; Tatort 874 / TatortAnthologie 229</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 21:04:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Titelbild (c) ORF / Graf Film, Toni Muhr Formen des Vergessens und Unvergessenes Die Pharmaindustrie kämpft gegen Alzheimer, der Oberst Eisner (in der Vorschau schrieben wir noch &#8220;Major&#8221;, das Vergessen greift tatsächlich immer mehr Raum) kämpft gegen das kollektive Vergessen der Nazizeit. Natürliche Verbündete? Mitnichten. Auch der 30. Fall des Wiener BKA-Ermittlers ist wieder stark [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6980&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelbild (c) <a class="zem_slink" title="ORF (broadcaster)" href="http://www.orf.at/" target="_blank" rel="homepage">ORF</a> / Graf Film, Toni Muhr</pre>
<h3>Formen des Vergessens und Unvergessenes</h3>
<p>Die Pharmaindustrie kämpft gegen Alzheimer, der Oberst Eisner (in der Vorschau schrieben wir noch &#8220;Major&#8221;, das Vergessen greift tatsächlich immer mehr Raum) kämpft gegen das kollektive Vergessen der Nazizeit. Natürliche Verbündete? Mitnichten.</p>
<p>Auch der 30. Fall des Wiener BKA-Ermittlers ist wieder stark gespielt, das hat sich ja nun eingebürgert. Die <a class="zem_slink" title="List of opera genres" href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_opera_genres" target="_blank" rel="wikipedia">Handlung</a> mutet hingegen ein wenig seltsam an und vor allem wird der Griff nach der bösen Vergangenheit am Ende relativiert durch eine scheinbar noch bösere Gegenwart. Das hätte nicht sein müssen und eines bleibt bei allen Qualitäten, die besonders die jüngeren Eisner-Tatorte aufweisen: Das Durchstoßen in die braune Suppe der Zeit bis 1945 ist eben doch heikel und den Zeiten gerecht zu werden, bedarf einer Konsequenz, die &#8220;Unvergessen&#8221; leider nicht aufweist.</p>
<p>Natürlich wäre der Plot sehr einfach gewesen, hätten tatsächlich die Dörfler in dem österreichischen Bundesland, das einst den Haider Jörg zum <a class="zem_slink" title="Landeshauptmann" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Landeshauptmann" target="_blank" rel="wikipedia">Landeshauptmann</a> gemacht hat, die investigative Journalistin Maja Jancic auf dem Gewissen. Man versteht diesen Krimi aber erheblich besser, wenn man sich mit der jüngeren Geschichte Kärntens und damit des (Oberösterreichers) <a class="zem_slink" title="Jörg Haider" href="http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Haider" target="_blank" rel="wikipedia">Jörg Haider</a> und natürlich, mit dem Namenstafelstreit, mit dem Populismus, der immer gut ankommt, mit der allgemein von der deutschen Art der Aufarbeitung des Nationalsozialismus abweichenden österreichischen Variante etwas auskennt. Dann findet man den Tatort 874 auch spannender, als wenn man ihn auf die Handlungsführung reduziert, die nicht nur aufgrund von Eisners Gedächtnislücken viel langsamer ist als in den vorangegangenen Wien-Tatorten.</p>
<h3>Handlung</h3>
<p>Ein nächtlicher Notruf aus einem fahrenden Auto alarmiert die Polizei in <a class="zem_slink" title="Carinthia (state)" href="http://maps.google.com/maps?ll=46.761,13.819&amp;spn=1.0,1.0&amp;q=46.761,13.819 (Carinthia%20%28state%29)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Kärnten</a>: &#8220;Eisner, BKA Wien, Dienstnummer 318-12-58. Brauche Unterstützung!&#8221; Wenig später wird Oberstleutnant Moritz Eisner durch einen Kopfschuss schwer verletzt und reglos hinter dem Steuer seines Wagens in einem Steinbruch aufgefunden. Als er auf der Intensivstation aufwacht, hat er nicht die geringste Ahnung, was geschehen ist. Denn er leidet unter einer &#8220;retrograden Amnesie&#8221;, durch die das traumatische Erlebnis selbst ausgeblendet wird. Eine fatale Folge der Schussverletzung.</p>
<p>Vergeblich sucht er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in seinem Büro nach Hinweisen auf seine Reise in diesen Wochenend-Urlaub. Auch seine Kollegin Bibi Fellner und Tochter Claudia können ihm nicht helfen. Moritz Eisner will unbedingt herausfinden, was da mit ihm passiert ist. Deshalb dirigiert er das Taxi, das ihn auf Weisung seines Chefs Ernst Rauter nach Hause bringen soll, kurz entschlossen nach Kärnten um.</p>
<p>Die Ankunft Eisners, der unter Sprachstörungen und Aussetzern leidet, spricht sich wie ein Lauffeuer in dem Ort herum, und nicht alle sind erfreut über sein Auftauchen. Sein erster Ansprechpartner ist die örtliche Polizei, weil er u. a. die Spur eines silbergrauen Autos verfolgen will, an das er sich schemenhaft erinnern kann. Inspektor Josef Hudle hatte Eisner gefunden. Doch er weiß nichts von einem solchen Fahrzeug.</p>
<p>Eine Frau weiß noch genau, dass Moritz Eisner bei ihr rote Rosen und eine Flasche <a class="zem_slink" title="Bright Eyes (1929 film)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bright_Eyes_%281929_film%29" target="_blank" rel="wikipedia">Champagner</a> gekauft und sich nach dem Weg zur Kapplerhütte erkundigt hat. Beim Durchsuchen der Hütte kommen bei Moritz bruchstückhaft Erinnerungen an verschiedene Szenen zurück. Er erkennt auch seine Reisetasche wieder, die in einer Ecke steht. Allerdings wurden von unbekannter Hand der Wohnraum verwüstet und die Wände mit Nazi-Schmierereien besprüht.</p>
<p>Die beiden BKA-Spezialisten finden bald heraus, dass die Journalistin Maja Jancic-Herzog, deren Familie die Hütte gehört, mit ihren bohrenden Fragen zu einem Massaker auf dem &#8220;Persmanhof&#8221; in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges einigen Dorfbewohnern heftig auf die Füße getreten ist. Und dass ihr Ehemann Richard Herzog eine Vermisstenanzeige erstattet hatte.</p>
<p>Bei der Untersuchung des Kiesteiches im Steinbruch wird ein Pkw geborgen. Im Laderaum liegt die tote Maja Jancic-Herzog – erschossen, offenbar aus nächster Nähe. Auf ihrem Laptop, der unter dem Reserverad versteckt war, ist zu sehen, wie weit sie mit ihrer Dokumentation gekommen war. Besonders brisant: Die letzte Überlebende des schrecklichen Geschehens, Jozefa Karnicar, verrät der Filmemacherin, dass einer der am Massaker beteiligten Täter offenbar noch unbehelligt unter ihnen lebt.</p>
<h2>Besetzung und Stab</h2>
<table>
<caption> </caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row">Rolle</th>
<th scope="row">Darsteller</th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Moritz Eisner</td>
<td>Harald Krassnitzer</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Bibi Fellner</td>
<td>Adele Neuhauser</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Claudia Eisner</td>
<td>Tanja Raunig</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Ernst Rauter</td>
<td>Hubert Kramar</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Maja Jancic-Herzog</td>
<td>Bojana Golenac</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Richard Herzog</td>
<td><a class="zem_slink" title="Merab Ninidze" href="http://ninidze.com" target="_blank" rel="homepage">Merab Ninidze</a></td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Stefan Slavik</td>
<td>Stefan Puntigam</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Franz Wiegele</td>
<td>Jürgen Maurer</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Josef Hudle</td>
<td>Christopher Ammann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Reinhard Matschnig</td>
<td>Peter Raffalt</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Spezi</td>
<td>Gerhard Liebmann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Jozefa Karnicar</td>
<td>Štefka Drolc</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Toni Wiegele</td>
<td>Aaron Karl</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Anton Wiegele</td>
<td>Peter Mitterrutzner</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Monika Wiegele</td>
<td>Margot Vuga</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<caption> </caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Regie:</td>
<td>Sascha Bigler</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Buch:</td>
<td>Sascha Bigler</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Kamera:</td>
<td>Gero Lasnig</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Musik:</td>
<td>Matthias Weber</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(Handlung, Besetzung, Stab: <a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/unvergessen-100.html" target="_blank">DAS ERSTE</a>)</p>
<h3>Rezension</h3>
<p>Technisch ist man in Österreich auf der Höhe der Zeit, das beweist die Klagenfurter Pathologie / Rechtsmedizin, wo die Särge ferngesteuert durch die Gänge rollen. Das ist natürlich ein Gag, die Anzahl der Leichenherbergen deutet darauf hin. Aber so mechanisch ist ja unser Umgang mit dem Tod, so geschäftlich, will man uns damit sagen, und da ist etwas dran.</p>
<p>Ein Menschenleben zählt heute nicht mehr als zur Nazizeit, das suggeriert diese Gegenüberstellung von Morden im Dienst der Wissenschaft mit einem <a class="zem_slink" title="Schutzstaffel" href="http://maps.google.com/maps?ll=52.5072222222,13.3825&amp;spn=0.01,0.01&amp;q=52.5072222222,13.3825 (Schutzstaffel)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">SS</a>-Massaker in einem Kärntner Dorf kurz vor Kriegsende im Jahr 1945. Damals ging es gegen die slowenische Minderheit, heuer werden in Georgien gewissenlos Versuchsmenschen durch medizinissche Tests ausgelöscht. Natürlich gibt es eine weitere Konnotation, nämlich zu den Menschenversuchen der NS-Ärzte in den Konzentrationslagern.</p>
<p>Eisners von Harald Krassnitzer hervorragend gespieltes Vergessen, seine Aussetzer, sind eine weitere Anspielung auf das lückenhafte Volksgedächtnis und darauf, wie gerne man die Dinge ausblendet, die das schön Bild der eigenen Vergangenheit, der Vergangenheit der Vorfahren und vielleicht eines Landes stören könnten. In den Kanon der Symbolismen gehört demgemäß die Demenz des alten Herrn Wiegele, der zu den Tätern des thematisierten Massakers gehörte. Damals, vor 68 Jahren. Schön zu sehen, dass er in Wirklichkeit noch alles weiß und sich sein Vergessen mehr auf die Neuzeit bezieht. Dies ist in der Tat der Verlauf beim aus Altersgürnden schwindenden Gedächtnis, dass Menschen die Dinge ihrer Jugend genau erinnern, aber neue Fakten kaum noch aufnehmen können und aktuellen Veränderungen hilflos gegenüberstehen.</p>
<p>Soweit alles verstanden und es ist ein Genuss, den Österreichern beim Spielen zuzuschauen. Wir haben im Zuge einer früheren Rezension einmal geschrieben, dass der Dialekt das Spiel vielleicht besser wirken lässt, als es nach Meinung der Einheimischen vielleicht tatsächlich ist, weil dadurch eine authentische Atmosphäre geschaffen wird. Wir haben auch fast alles verstanden, ohne zurückspulen zu müssen zwecks nochmaligem Anhören bestimmter Stellen. Dass der Tatort einfach zu verstehen war, liegt aber auch an seiner simplen Konstruktion. Ein echter Schauspielerfilm, eine Plattform für einen Harald Krassnitzer und eine Adele Neuhauser, die es seit dem Beginn ihres Zusammenwirkens schaffen, knisternde Ermittlerchemie zu erzeugen und eine Menge Schmäh. Dieser ist im Tatort 874 nicht so stark ausgeprägt wie sonst, zumal keine Deutschen vorkommen und man sich ganz auf das tatsächlich nicht ganz störungsfreie Verhältnis zwischen den Wienern und den anderen Österreichern konzentriert. Da ist eine Menge Pfeffer drin, das wird in manch gequältem Aufschrei der ländlichen Patriotenseele aufgrund mancher Provokation von Vertretern der roten Zentrale deutlich.</p>
<p>Das seltsam Wahre daran ist, dass viele Menschen meinen, ihre Identität durch Sich-Abgrenzen sicherstellen zu müssen und nicht durch den Austausch mit anderen Kulturen, sondern durch das Verweilen im vermeintlich Gleichen Sicherheit zu finden. Das gilt allerdings für Einheimische ebenso wie für viele Migranten, was zwangsläufig zu Friktionen führt und vermutlich immer führen wird. Daher ist es konsequent, dass es im Tatort 874 kein &#8220;einwandfreies Verhalten&#8221; gibt und Eisner sich Verdächtige vorknüpft, die allerdings am Tod der Journalistin mitgewirkt haben. Es ist alles verwoben, es gibt keine Eindeutigkeit, wie sie besonders in bestimmten norddeutschen Tatorten (Bremen, Hannover) manchmal etwas lebensfremd herbeigeführt wird. Uns ist diese Gemengelage sympathisch, weil sie das eine oder andere Dilemma gut aufzeigt ohne zu suggerieren, dass es Patentrezepte gegen alberne Nationalismen und engstirnige Weltbilder gibt. Nicht jeder ist so in der Welt herumgekommen, dass er die Mechanismen analyisieren und sich von ihnen distanzieren kann, und von wem man das behaupten kann, wie von Moritz Eisner, der hat seine eigenen Vorurteile.</p>
<p>Hätte man nicht den medizinischen Komplex heutiger Prägung etwas künstlich hineingewoben, hätte &#8220;Unvergessen&#8221; eine großartige Abhandlung über die Abwesenheit der großen Toleranz werden können, wie sie bei genauem Hinsehen nicht einmal in Metropolen wie Berlin überall herrscht. So überlagt die ambivalente Botschaft die Ambivalenz von Gesellschaften, die mit den Schatten der Vergangenheit leben müssen.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>&#8220;Unvergessen&#8221; ist wieder kein schlechter Eisner / Fellner. Er regt zum Nachdenken an, wenn man bestimmte Verknüpfungen bedenkt, auf die hier angespielt wird. Er hat schauspielerische Kraft, die aber nicht mit einer adäquaten Wucht des Plots zusammenfließt, um einen besonders guten Tatort zu schaffen. Angesichts manches Debakels in 2013 ist das allerdings nicht schlimm und es hat überwiegend Spaß gemacht, dem stotternden Eisner und der grantelnden Bibi zuzuschauen, wie sie im ländlichen Feindesland ermitteln. Solche Konstellation gab es in deutschen Tatorten schon häufig, aber durch die regionale Bezogenheit und die deutliche Nennung z. B. des Bundeslandes Kärnten als einem Hort des stumpfen Rechtspopulismus gewinnt &#8220;Unvergessen&#8221; eine besondere Form von Lokalisierung. Nicht zueltzt deshalb musste man wohl im Vorspann das mittlerweile sehr seltene, sinngemäß wiedergegebene Satzgebilde anbringen, dass alle Ereignisse und Personen des Films fiktiv sind und Bezüge zur Realität nur zufällig. Diese Einblendung kann aber auch wieder ein typisch wienerischer Schmäh gewesen sein. <strong>Wir werten den neuen Eisner mit einst nur knapp überdurchschnittlichen, im aktuellen 2013er Umfeld aber beinahe hervorragenden 7,5/10.</strong></p>
<p>dWB/AP/13-05-20</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/adele-neuhauser/'>Adele Neuhauser</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ahnung/'>Ahnung</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/bibi-fellner/'>Bibi Fellner</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/fahrzeug/'>Fahrzeug</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/harald-krassnitzer/'>Harald Krassnitzer</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/jorg-haider/'>Jörg Haider</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/landeshauptmann/'>Landeshauptmann</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/medizintests/'>Medizintests</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/moritz/'>Moritz</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/moritz-eisner/'>Moritz Eisner</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/pharmaindustrie/'>Pharmaindustrie</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ss-massaker/'>SS-Massaker</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-874/'>Tatort 874</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-karnten/'>Tatort Kärnten</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-unvergessen/'>Tatort Unvergessen</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/versuchskaninchen/'>Versuchskaninchen</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/wien/'>Wien</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6980&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Unvergessen &#8211; Tatort 874 / Vorschau ARD 20.05.2013, 20:15 Uhr</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 17:13:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Titelbild (c) ORF / Graf Film, Toni Muhr Die Rezension gibt's jetzt hier! Auch Moritz Eisner wird zu den Unvergessenen gehören &#8230; &#8230; wenn er einmal abtreten wird. Wenn man über die Ermittler spricht, die man zu den Tatort-Institution zählen darf, wird Moritz Eisner aus Wien, dargestellt von Harald Krassnitzer, oftmals außer Acht gelassen. Dabei [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6969&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelbild (c) ORF / Graf Film, Toni Muhr

<a title="Unvergessen – Tatort 874 / TatortAnthologie 229" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/05/20/unvergessen-tatort-874-tatortanthologie-229/">Die Rezension gibt's jetzt hier!</a></pre>
<h3>Auch Moritz Eisner wird zu den Unvergessenen gehören &#8230;</h3>
<p>&#8230; wenn er einmal abtreten wird. Wenn man über die Ermittler spricht, die man zu den <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>-Institution zählen darf, wird Moritz Eisner aus <a class="zem_slink" title="Historic Centre of Vienna" href="http://whc.unesco.org/en/list/1033" target="_blank" rel="unesco">Wien</a>, dargestellt von Harald Krassnitzer, oftmals außer Acht gelassen. Dabei hat er die fünftlängste Dienstzeit absolviert und ist seit 1999 (Drehstart 1998) im Einsatz. Nur Lena Odenthal (seit 1989), die Münchener Batic und Leitmayr (seit 1991), die Kölner Ballauf und Schenk (seit 1997) und die Bremerin Inga Lürsen (ebenfalls seit 1997) sind länger dabei.</p>
<p>Dabei hat er sich im Lauf der Jahre hochgedient, der heutige Major. Nicht nur im Rang, sondern auch in der Gunst der Fans im deutschsprachigen Raum. &#8220;Unvergessen&#8221; wird seine 30. Ermittlung sein und man kann im Lauf der Jahre eine ansteigende Linie beobachten, was die Akzeptanz seiner Filme auch im marktentscheidenden Deutschland angeht (<a href="http://www.tatort-fundus.de/web/rangliste/statistiken/wertungen-aller-folgen-eines-ermittlers.html?Nr=10&amp;user=&amp;jahrgang=&amp;folge=&amp;ermittler=LXXXursen&amp;order=TW.Nr&amp;updown=asc&amp;zusatz" target="_blank">siehe Rangliste des Tatort-Fundus</a>). Trotzdem steht er gemäß Wertungen derselben Plattform nur auf einem oberen Mittelplatz, die Beliebtheit aller bisherigen Folgen betreffend, die persönliche Bewertung angehend, sogar nur im unteren Mittelfeld. Quoten und diese subjektiven Skalen gehen nicht immer miteinander konform, aber in diesem Fall stimmen sie überein: Mit nur 7,69 Millionen durchschnittlichen Zuschauern im Zeitraum März 2011 bis März 2013 (Erstausstrahlungen) liegen die Österreicher mit deutlichem Abstand zu <a class="zem_slink" title="Berlin" href="http://maps.google.com/maps?ll=52.5005555556,13.3988888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=52.5005555556,13.3988888889 (Berlin)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Berlin</a>, der Tatortstadt mit der nächsthöheren Zuschauerresonanz, auf einem wenig erfreulichen 16. von 20 Plätzen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort_%28Fernsehreihe%29" target="_blank">Wikipedia</a>). Der allgemeine Trend zu höheren Zuschauerzahlen, welche die gesamte Serie derzeit aufweist, ist aber auch hier zu beobachten, und dies trotz oder vielleicht gerade wegen heftiger Qualitätsdiskussionen im Jahr 2013 und einiger Megaflops, die beinahe beispiellos sind in der bisherigen, über 40jährigen Tatortgeschichte. Eireignisse, die zudem beweisen, dass von den Medien angeheiztes Vorab-Interesse an Premieren und qualitative Bewertungen nach dem Anschauen weit voneinander abweichen können.</p>
<p>Als bisheriger Höhepunkt des Wiener Kriminalers Eisner gilt die knallige Folge 820 aus 2012 (<a title="Kein Entkommen – Tatort 827 / TatortAnthologie 131" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/02/05/kein-entkommen-tatort-827-tatortanthologie-131/">&#8220;Kein Entkommen&#8221;</a>), die einen neuen Rekord an Toten in einem Tatort aufgestellt hat und die, aus der Distanz betrachtet, ironisch rüberkommt. So, als hätte man mit ihr ausdrücken wollen, eigentlich sind wir ein innenbeschauliches Volk mit gemächlicher Gangart (ausgenommen &#8211; sic! &#8211; die Wiener), aber wir können auch anders, und das besser als die Deutschen, wenn&#8217;s sein muss. Der Beweis ist nun erbracht und der Major darf sich wieder aufs Dorf begeben, wie er&#8217;s schon oft getan hat, und dort den Schatten der Vergangenheit nachspüren, im Tatort 874 auch den eigenen. Dabei geht es bis zu den <a class="zem_slink" title="Nazism" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nazism" target="_blank" rel="wikipedia">Nazis</a> zurück, und österreichische Filme, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, finden wir immer besonders interessant.</p>
<p>&#8220;Ganz so viel Schmackes wie die letzten <a class="zem_slink" title="Films based on works by Edgar Wallace" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Films_based_on_works_by_Edgar_Wallace" target="_blank" rel="wikipedia">Krimis</a> der Wiener hat diese Folge nicht, dafür bietet sie ein deprimierendes Bild provinzieller Befindlichkeiten mit schön grantigem Personal&#8221;, schreibt<a href="http://www.tvtoday.de/programm/?page=prev" target="_blank"> TV Today</a> über den neuen Eisner, der damit offensichtlich ein wenig zu den Wurzeln zurückkehren wird. Prinzipiell mögen wir gut gemachte Dorfkrimis gerne, eben deswegen, weil man dort skurrile Charaktere entwickeln kann, die in der Großstadt zwar nicht unmöglich wären, alle Pointierungen eingeschlossen &#8211; doch Großstadtkrimis heutiger Prägung setzen nun einmal andere Akzente, was wir gerade in Berlin mit seinem trotz Gentrifizierung aus Spießergegenden ebenfalls noch immer noch sehr schrulligen Personal manchmal schade finden.</p>
<h3>Trailer</h3>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='594' height='365' src='http://www.youtube.com/embed/_seRfXPARfc?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<h3>Handlung</h3>
<p>Ein nächtlicher Notruf aus einem fahrenden Auto alarmiert die Polizei in <a class="zem_slink" title="Carinthia (state)" href="http://maps.google.com/maps?ll=46.761,13.819&amp;spn=1.0,1.0&amp;q=46.761,13.819 (Carinthia%20%28state%29)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Kärnten</a>: &#8220;Eisner, BKA Wien, Dienstnummer 318-12-58. Brauche Unterstützung!&#8221; Wenig später wird Oberstleutnant Moritz Eisner durch einen Kopfschuss schwer verletzt und reglos hinter dem Steuer seines Wagens in einem Steinbruch aufgefunden. Als er auf der Intensivstation aufwacht, hat er nicht die geringste Ahnung, was geschehen ist. Denn er leidet unter einer &#8220;retrograden Amnesie&#8221;, durch die das traumatische Erlebnis selbst ausgeblendet wird. Eine fatale Folge der Schussverletzung.</p>
<p>Vergeblich sucht er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in seinem Büro nach Hinweisen auf seine Reise in diesen Wochenend-Urlaub. Auch seine Kollegin Bibi Fellner und Tochter Claudia können ihm nicht helfen. Moritz Eisner will unbedingt herausfinden, was da mit ihm passiert ist. Deshalb dirigiert er das Taxi, das ihn auf Weisung seines Chefs Ernst Rauter nach Hause bringen soll, kurz entschlossen nach Kärnten um.</p>
<p>Die Ankunft Eisners, der unter Sprachstörungen und Aussetzern leidet, spricht sich wie ein Lauffeuer in dem Ort herum, und nicht alle sind erfreut über sein Auftauchen. Sein erster Ansprechpartner ist die örtliche Polizei, weil er u. a. die Spur eines silbergrauen Autos verfolgen will, an das er sich schemenhaft erinnern kann. Inspektor Josef Hudle hatte Eisner gefunden. Doch er weiß nichts von einem solchen Fahrzeug.</p>
<p>Eine Frau weiß noch genau, dass Moritz Eisner bei ihr rote Rosen und eine Flasche <a class="zem_slink" title="Bright Eyes (1929 film)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bright_Eyes_%281929_film%29" target="_blank" rel="wikipedia">Champagner</a> gekauft und sich nach dem Weg zur Kapplerhütte erkundigt hat. Beim Durchsuchen der Hütte kommen bei Moritz bruchstückhaft Erinnerungen an verschiedene Szenen zurück. Er erkennt auch seine Reisetasche wieder, die in einer Ecke steht. Allerdings wurden von unbekannter Hand der Wohnraum verwüstet und die Wände mit Nazi-Schmierereien besprüht.</p>
<p>Die beiden BKA-Spezialisten finden bald heraus, dass die Journalistin Maja Jancic-Herzog, deren Familie die Hütte gehört, mit ihren bohrenden Fragen zu einem Massaker auf dem &#8220;Persmanhof&#8221; in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges einigen Dorfbewohnern heftig auf die Füße getreten ist. Und dass ihr Ehemann Richard Herzog eine Vermisstenanzeige erstattet hatte.</p>
<p>Bei der Untersuchung des Kiesteiches im Steinbruch wird ein Pkw geborgen. Im Laderaum liegt die tote Maja Jancic-Herzog – erschossen, offenbar aus nächster Nähe. Auf ihrem Laptop, der unter dem Reserverad versteckt war, ist zu sehen, wie weit sie mit ihrer Dokumentation gekommen war. Besonders brisant: Die letzte Überlebende des schrecklichen Geschehens, Jozefa Karnicar, verrät der Filmemacherin, dass einer der am Massaker beteiligten Täter offenbar noch unbehelligt unter ihnen lebt.</p>
<h2>Besetzung und Stab</h2>
<table>
<caption> </caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row">Rolle</th>
<th scope="row">Darsteller</th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Moritz Eisner</td>
<td>Harald Krassnitzer</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Bibi Fellner</td>
<td>Adele Neuhauser</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Claudia Eisner</td>
<td>Tanja Raunig</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Ernst Rauter</td>
<td>Hubert Kramar</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Maja Jancic-Herzog</td>
<td>Bojana Golenac</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Richard Herzog</td>
<td>Merab Ninidze</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Stefan Slavik</td>
<td>Stefan Puntigam</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Franz Wiegele</td>
<td>Jürgen Maurer</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Josef Hudle</td>
<td>Christopher Ammann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Reinhard Matschnig</td>
<td>Peter Raffalt</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Spezi</td>
<td>Gerhard Liebmann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Jozefa Karnicar</td>
<td>Štefka Drolc</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Toni Wiegele</td>
<td>Aaron Karl</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Anton Wiegele</td>
<td>Peter Mitterrutzner</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Monika Wiegele</td>
<td>Margot Vuga</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<caption> </caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Regie:</td>
<td>Sascha Bigler</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Buch:</td>
<td>Sascha Bigler</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Kamera:</td>
<td>Gero Lasnig</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Musik:</td>
<td>Matthias Weber</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(Handlung, Besetzung, Stab: <a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/unvergessen-100.html" target="_blank">DAS ERSTE</a>)</p>
<p>dWB/AP/13-05-20</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/berlin/'>Berlin</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/bka/'>BKA</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/fahrzeug/'>Fahrzeug</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/grantler/'>Grantler</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/harald-krassnitzer/'>Harald Krassnitzer</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/hinterwaldler/'>Hinterwäldler</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/karnten/'>Kärnten</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/moritz/'>Moritz</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/moritz-eisner/'>Moritz Eisner</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/nationalsozialismus/'>Nationalsozialismus</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/nazism/'>Nazism</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/notruf/'>Notruf</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/provinz/'>Provinz</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-874/'>Tatort 874</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-unvergessen/'>Tatort Unvergessen</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-wien/'>Tatort Wien</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/thema/'>Thema</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/vienna/'>Vienna</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6969&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Borowski und der brennende Mann &#8211; Tatort 873 / TatortAnthologie 228</title>
		<link>http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/05/12/borowski-und-der-brennende-mann-tatort-873-tatortanthologie-228/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 May 2013 20:59:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Filmwelt]]></category>
		<category><![CDATA[2. Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) NDR, Marion von der Mehden Die Nachwirkungen des Luciafestes von 1964 Nach dem langen Winter im Mai nochmal eine Schnee- und Eis-Folge anschauen zu müssen, ist erst einmal kein Vergnügen, man empfindet die Kälte sofort wieder körperlich. Aber sie passt natürlich gut zu einem Nordkrimi, in dem es ansonsten ziemlich heiß hergeht. Wir [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6965&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) NDR, Marion von der Mehden</pre>
<h3>Die Nachwirkungen des Luciafestes von 1964</h3>
<p>Nach dem langen Winter im Mai nochmal eine Schnee- und Eis-Folge anschauen zu müssen, ist erst einmal kein Vergnügen, man empfindet die Kälte sofort wieder körperlich.</p>
<p>Aber sie passt natürlich gut zu einem Nordkrimi, in dem es ansonsten ziemlich heiß hergeht. Wir schrieben bereits in der Vorschau, dass Fälle mit Spuren in die Vergangenheit besonders spannungsverdächtig sind und dass die Tatorte mit solchen Handlungskonstruktionen demgemäß oft hoch in der Gunst der Fans stehen.</p>
<p>Das zeichnet sich auch bei „Borowski und der brennende Mann“ gerade ab. Die sehr gute Rezeption dürfte aber auch damit zu tun haben, dass nach vielen Fällen, die eher Ausfälle waren, die Menschen froh sind für einen gut gemachten <a class="zem_slink" title="Films based on works by Edgar Wallace" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Films_based_on_works_by_Edgar_Wallace" target="_blank" rel="wikipedia">Krimi</a> mit halbwegs nach menschlichen Maßstäben handelndem Personal.</p>
<p>Am wenigsten trifft dies zwar auf die Täterperson zu, doch dazu  mehr in der Rezenion!</p>
<h3>Handlung</h3>
<p>Jingle Bells an der <a title="Kieler Förde" href="http://maps.google.com/maps?ll=54.3677777778,10.1730555556&amp;spn=2.0,2.0&amp;q=54.3677777778,10.1730555556%20%28Kieler%20F%C3%B6rde%29&amp;t=h" target="_blank">Kieler Förde</a>: Während Kommissar Borowski und seine Kollegin Sarah Brandt gerade Julklapp im Präsidium feiern, bereitet im benachbarten Schleswig ein Mörder ein dunkles Verbrechen vor. Beim Luciafest-Umzug an einer dänischen Schule steht plötzlich ein Mann lichterloh in Flammen. Kriminalrat Schladitz, der an diesem Ort seine Kindheit verbracht hat, wird zum unfreiwilligen Zeugen des brutalen Anschlags. Der Tote, Michael Eckart, war hier Schulleiter und ist Mitglied der dänischen Minderheit. Zunächst deutet alles darauf hin, dass der Mörder im direkten Umfeld des Toten zu finden ist.</p>
<p>Doch dann entdeckt Kommissar Klaus Borowski ein Geheimnis, das in die Nachkriegsgeschichte von <a title="Schleswig-Holstein" href="http://maps.google.com/maps?ll=54.47,9.51388888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=54.47,9.51388888889%20%28Schleswig-Holstein%29&amp;t=h" target="_blank">Schleswig-Holstein</a> zurückreicht. Bei ihren Ermittlungen bekommen die Kieler Kommissare Amtshilfe von der hochmotivierten Südschleswiger Kommissarin Einigsen, die voller Elan in ihrem ersten Mordfall ermittelt. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Kriminalrat Schladitz erleidet einen Autounfall, offenbar weiß er mehr über die Identität des Toten, als er seinem Freund und Kollegen Klaus Borowski erzählt hat. Und auch Sarah Brandt hat Borowski nicht eingeweiht in die Ermittlungen rund um den brennenden Mann. Wem kann Kommissar Borowski noch vertrauen?</p>
<h3>Besetzung, Stab</h3>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>Klaus Borowski</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Axel+Milberg">Axel Milberg</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Sarah Brandt</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Sibel+Kekilli">Sibel Kekilli</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Frau Einigsen</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Lisa+Werlinder">Lisa Werlinder</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Anja Jürgensen</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Johanna+Gastdorf">Johanna Gastdorf</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Thomas Schladitz</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Thomas+K%C3%BCgel">Thomas Kügel</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Lars+Kraume">Lars Kraume</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Kamera</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Jens+Harant">Jens Harant</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Drehbuch</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Daniel+Nocke">Daniel Nocke</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Musik</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Julian+Maas%2C+Christoph+M.+Kaiser">Julian Maas, Christoph M. Kaiser</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Handlung, Besetzung, Stab: <a href="http://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Film/Tatort/Startseite/?sendung=281069874529929&amp;list=themenschwerpunkt" target="_blank">DAS ERSTE</a>)</p>
<h3>Rezension (Achtung, im folgenden Text gibt es Hinweise zur Auflösung!)</h3>
<p>Borowski, dessen ersten <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a> „Väter“ wir uns neulich angeschaut haben und demnächst für den Wahlberliner rezensieren werden, entwickelt sich immer mehr zum Doyen unter den Ermittlern.</p>
<p>Er ist leise und logisch, humorvoll und emotional, entschlussfreudig und vorsichtig, zieht nur selten falsche Schlüsse, und wenn, dann auf so sympathische Art wie dieses Mal, als er das Hotelzimmer der jungen Kollegin Einigsen betritt. Dafür findet sie ihn am Ende süß. Das ist schon deshalb tröstlich, weil wir jetzt wissen, dass auch Männer in gestandenem Alter von jungen Frauen noch so bezeichnet werden können. Wir sehen der Zukunft nach diesem gut gemachten Borowski-Tatort wieder mit ein wenig mehr Vertrauen entgegen.</p>
<p>Showdown im Krankenhaus ist mittlerweile auch nichts Neues mehr, aber die Herleitung des Falles aus der Vergangenheit ist wieder einmal sehenswert und gleichzeitig eine Geschichtsstunde über frühere und aktuelle Befindlichkeiten an der deutsch-dänischen Grenze, von der man in der übrigen Republik genauso wenig etwas mitbekommt wie von der deutsch-französischen oder deutsch-polnischen Grenze. Dieses Stück heutige Normalität muss man sich erst einmal wieder anhand der Friktionen früherer Zeiten bewusst machen.</p>
<p>Nicht alles ist perfekt am neuen Borowski und während wir diesen Satz schreiben, schwanken wir innerlich noch ein wenig bezüglich der Punktevergabe. Neben den großen, gemeinsamen Stärken dieser vergangenheitslastigen Tatorte wie zum Beispiel der Düsterkeit von Kindheitserinnerungen und des großen Geheimnisses vergangener Tage, die man durchlitten oder verdrängt hat im Allgemeinen, gibt es auch eine gemeinsame Schwäche, die in „Borowski und der brennende Mann“ wieder zutage tritt: Der Zeitpunkt, zu dem die Rache so sehr viel später ausgelöst wird, der wirkt sehr willkürlich gewählt. Das ist aber in diesen Plots so angelegt, sofern es nicht ein neues, auslösendes Ereignis gibt, das den Zeitpunkt erklärt und plausibel macht. Dieses i-Tüpfelchen fehlt dem Plot des neuesten Kiel-Flensburg-Dänemark-Tatortes leider.</p>
<p>Wie jede Tatortstadt hat auch Kiel mittlerweile echte Marotten. Sarah Brandts Epilepsie ist nun schon zwei Männern bekannt, aber die werden dichthalten. Borowski, weil er ein feiner Kerl ist und sein Chef Schladitz, weil die beiden nun auch ein dunkles Geheimnis aus Schladitz‘ Kindheit miteinander teilen. Wenn man es genau nimmt, ist die Motivation der Kinder etwas verquer dargestellt und am Ende bleibt stehen, dass sie eine Familie, die sich nicht anpassen wollte, mit einer lokalen Tradition (die eigentlich aus Schweden kommt, aber offenbar südwärts gewandert ist) sozusagen konfrontieren. Die Aktion gerät außer Kontrolle, ein Brand entsteht, dem nur ein kleiner Junge entkommen kann. Dasjenige von den Kindern, das den Jungen rettet, verwindet die Tat nicht und wird später zur Rächerin.</p>
<p>Der gerettete Junge hingegen, der von wohlhabenden Dänen adoptiert wurde, ist jetzt Investor und tatverdächtig, kann sich in Wirklichkeit aber nur noch dunkel an jenes Kindheitserlebnis erinnern, das ihm immer wieder Alpträume beschert und ihn offensichtlich auch ein Auge gekostet hat.</p>
<p>Johanna Gastdorf spielt die Täterin wieder einmal wunderbar, aber auch ein wenig vorhersehbar, und es ist evident, dass das spannende Ende im Krankenhaus nur dadurch zustande kommen konnte, dass man sie als mögliches Opfer einfach links liegen lässt, anstatt sie, ähnlich wie Schladitz, unter Polizeischutz zu stellen. Hätte man dies getan, hätte sie sich Letzterem nicht so schön gruselig nähern und ihn mit Brandpaste einschmieren können.</p>
<p>Wenn man das Drehbuch von Spezialitäten wie dem Luciafest, der schwedisch-dänischen Kollegin und einigen persönlichen Bezügen befreit, tritt ein simpler und vielfach verwendetes Gerüst hervor – bei 873 Tatorten und gefühlten 1000 Schwedenkrimis, von anderen Serien gar nicht zu reden, allerdings auch kein Wunder.</p>
<p>Es kommt auf die Inszenierung an, und die hat Regisseur Lars Kraume mal wieder schön hinbekommen – ohne allzu sehr auf die düstere Nordkrimi-Pauke zu  hauen oder gar mystische Elemente einzuflechten. „Borowski und der brennende Mann“ ist lediglich ein Tatort mit starkem regionalem Bezug und einer soliden Regie. Es gibt eine Art Hänger etwa in der Mitte, als die Brandt-Borowski-Beziehung etwas zu stark in den Vordergrund tritt und damit die Lücke füllt, welche die vergleichsweise simple Handlung hinterlassen würde, käme nicht dieses manchmal etwas künstlich wirkende Ding der Ermittler untereinander hinzu.</p>
<p>Wir können verstehen, dass manche Tatort-Fans davon genervt sind, für uns hat es aber nichts mit der Schauspielerei von Sibel Kekilli als Sarah Brandt zu tun, da ist vielmehr eine zunächst unterschwellige und in diesem Beitrag an die Oberfläche gezerrte Aversion gegen die Unglaubwürdigkeit der Epilepsie und von dieser überragenden EDV-Kenntnisse Sarah Brandt, die leider eine fatale Folge haben: Nämlich, dass die Ermittlungen durch sie in etwa so beschleunigt werden wie Brände durch eine gute Brandpaste. Die immer so irre schnelle Recherche führt dazu, dass die Kiel-Tatorte einerseits nicht langweilig in dem Sinn wirken, dass zu viel Zeit mit traditioneller Polizeiarbeit vertan wird, andererseits aber eben zu einer Lücke, die dann mit persönlichen Angelegenheiten gefüllt werden muss.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Da dies ein prinzipielles Problem ist und nicht auf einen Film beschränkt, sollte man in Kiel ein wenig justieren, was das Verhältnis der beiden zueinander angeht und vielleicht mal die Epilepsie ebenso außen vor lassen wie die überirdischen IT-Kenntnisse von Frau Brandt (wir versprechen auch, dass wir das Fehlen dieser Komponenten dann nicht auch wieder als mangelnde Figurenkontinuität kritisieren werden). Ein wirklich großartiger Tatort unterscheidet sich von einem guten wie „Borowski und der brennende Mann“ auch durch Stimmigkeit im Detail, und die ist hier stellenweise nicht vorhanden.</p>
<p>Allerdings ist dies ein Luxusproblem, verglichen mit den konzeptionellen und generellen Schwächen, die andere Tatortstädte im Moment offenbaren, darunter auch Hamburg, dessen Tatorte ebenfalls vom NDR verantwortet werden. Man könnte noch ein wenig feilen, dann käme vielleicht wieder so ein tolles Ding heraus wie letztes Jahr der Spitzentatort „Borowski und die Frau im Fenster“, der allerdings deutlich skurriler angelegt war als der aktuelle Fall – da sagte man sich wohl, skurril, ob gekonnt oder nicht, gibt es mittlerweile so oft im Tatortland, da wollen wir uns ein wenig auf die Tradition besinnen und einen ohnehin starken Ermittler noch stärker machen. Das ist mit „Borowski und der brennende Mann“ gelungen. <b>Wir geben 8/10. Höher ging es bisher dieses Jahr noch nicht und da jede Bewertung relativ ist, sagen wir: Borowski ist top!</b></p>
<p><b>dWB/AP/13-05-12</b></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/axel-milberg/'>Axel Milberg</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/brandbeschleuniger/'>Brandbeschleuniger</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/danemark/'>Dänemark</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/deutsch-danische-grenze/'>deutsch-dänische Grenze</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/joe-berger/'>Joe Berger</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/lisa-werlander/'>Lisa Werlander</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/luciafest/'>Luciafest</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/musikmesse/'>Musikmesse</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/sarah-brandt/'>Sarah Brandt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/schleswig-holstein/'>Schleswig-Holstein</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/sibel-kekilli/'>Sibel Kekilli</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/spur-in-die-vergangenheit/'>Spur in die Vergangenheit</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-873/'>Tatort 873</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-borowski-und-der-brennende-mann/'>Tatort Borowski und der brennende Mann</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-kiel/'>Tatort Kiel</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/toten/'>Toten</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/wohnhausbrand/'>Wohnhausbrand</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/zukunft/'>Zukunft</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6965&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">2013-05-09 Tatort 873 Borowski und der brennende Mann b1br</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Borowski und der brennende Mann &#8211; Tatort 873 / Vorschau ARD 12.05.2013, 20:15 Uhr</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 17:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Filmwelt]]></category>
		<category><![CDATA[2. Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) NDR, Marion von der Mehden Die Rezension jetzt hinter diesem Link! Hält das Hoch im Norden an? Wir werden uns verstärkt um Klaus Borowski bemühen, den prototypischen Nord-Kommissar aus Kiel. Zwei seiner Fälle, darunter der Einstieg namens &#8220;Väter&#8221; aus dem Jahr 2003, warten noch auf eine Rezension. Borowski feiert also dieses Jahr sein [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6954&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Titelfoto (c) <a class="zem_slink" title="Norddeutscher Rundfunk" href="http://www.ndr.de/" target="_blank" rel="homepage">NDR</a>, Marion von der Mehden</p>
<p><a title="Borowski und der brennende Mann – Tatort 873 / TatortAnthologie 228" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/05/12/borowski-und-der-brennende-mann-tatort-873-tatortanthologie-228/">Die Rezension jetzt hinter diesem Link!</a></p>
<h3>Hält das Hoch im Norden an?</h3>
<p>Wir werden uns verstärkt um Klaus Borowski bemühen, den prototypischen Nord-Kommissar aus <a class="zem_slink" title="Kiel" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Kiel" target="_blank" rel="wikipedia">Kiel</a>. Zwei seiner Fälle, darunter der Einstieg namens &#8220;Väter&#8221; aus dem Jahr 2003, warten noch auf eine Rezension.</p>
<p>Borowski feiert also dieses Jahr sein erstes ganz großes Jubiläum, die zehnjährige Dienstzeit. &#8220;Borowski und der brennende Mann&#8221; wird sein 21. Fall sein, was bedeutet, dass der schleswig-holsteinische <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>-Ermittler auf etwas mehr als zwei Fälle im  Jahr kommt.</p>
<p>Die Erwartungen an diese Nummer 21 sind nicht gering, angesichts guter Vorab-Rezensionen und aufgrund des starken Anfangsverdachtes, dass man sich an Borowski mittlerweile geradezu klammert, weil er zuletzt als beinahe einziger Ermittler auf beinahe konstant ansprechendem Niveau ausermitteln durfte. Borowski ist einer der wenigen, die im Lauf der Zeit als immer stärker wahrgenommen werden. Gemäß Sonder-Ranking <a href="http://www.tatort-fundus.de/web/rangliste/statistiken/die-beliebtesten-aktiven-ermittler.html" target="_blank">&#8220;beliebteste aktive Ermittler&#8221;</a> aus der führenden Serien-Plattform Tatort-Fundus hat er mittlerweile den Spitzenplatz im Anehen der Fans erobert. Quotentechnisch hat sich die Beliebtheit des Ermittlers und die Qualität vieler seiner Filme bisher leider nicht ausgezahlt, Kiel liegt nach wie vor und insbesondere nach spektakulären Premieren auch und gerade seitens des NDR weiterhin im unteren Drittel (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort_%28Fernsehreihe%29" target="_blank">Wikipedia</a>).</p>
<p>Er musse sich  zwischenzeitlich und nach einer leidenschaftlichen Affäre von seiner Polizeipsychologin Frieda Jung (<a class="zem_slink" title="Maren Eggert" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Maren_Eggert" target="_blank" rel="wikipedia">Maren Eggert</a>) verabschieden und bekam in Person der etwas unwahrscheinlich als Epileptikerin gezeichneten Sarah Brandt (<a class="zem_slink" title="Sibel Kekilli" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/sibel-kekilli" target="_blank" rel="rottentomatoes">Sibel Kekilli</a>) eine Kollegin beigestellt, die so jung ist, dass ein erneutes Liebesverhältnis im dienstlichen Umfeld eher unwahrscheinlich wirkt.</p>
<p>Oder doch nicht? Immerhin gibt es in &#8220;Borowski und der brennende Mann&#8221; noch die dänische Kollegin Einigsen (Lisa Werlinder), die neuen Schwung ins Persönliche bringen könnte. In einer Krise befindet sich hingegen das Ding zwischen Borowski zu seinem Vorgesetzten, Kriminalrat Schladitz (Thomas Kügel), mit dem der Kielkommissar seit der ersten Folge eine sich im Lauf der Jahre vertiefende Freundschaft pflegte.<br />
Mehr als einmal haben <a class="zem_slink" title="Films based on works by Edgar Wallace" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Films_based_on_works_by_Edgar_Wallace" target="_blank" rel="wikipedia">Krimis</a> mit epischer Zeitschiene, haben Fälle, die weit in die Vergangenheit reichen, zu außergewöhnlichen Tatorten geführt (aus spontaner Erinnerung genannt: &#8220;Schatten&#8221;, &#8220;Der oide Depp&#8221;, &#8220;Ein mörderisches Märchen&#8221;). Wenn dazu noch ein düsteres und vielleicht doch auf die nordische Art humorvolles Panorama hinzukommen und <a class="zem_slink" title="Axel Milberg" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Axel_Milberg" target="_blank" rel="wikipedia">Axel Milberg</a> seinen Borowski so glänzend spielt, wie wir es kennen, könnten wir dann endlich wieder einmal ein Highlight am Sonntagabend genießen? Der NDR schuldet uns nach den beiden Hamburg-Tatorten der letzten Monate etwas &#8211; nämlich den Beleg, dass sie an der Waterkant nicht verlernt haben, wie man gute Krimis macht. Damit würden sie dem Format, das sich in den letzten Monaten in eine veritable Kleinkrise hineingewirtschaftet hat, wenigstens Atempause verschaffen und uns den Glauben, dass gute Krimis am Sonntagabend weiterhin möglich sind (den <a class="zem_slink" title="Polizeiruf 110" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Polizeiruf_110" target="_blank" rel="wikipedia">Polizeiruf 110</a> lassen wir außen vor, für eine Bearbeitung beider Formate fehlt uns leider die Kapzität, sodass wir uns ausschließlich auf den Tatort konzentrieren).</p>
<p><strong>Trailer</strong></p>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='594' height='365' src='http://www.youtube.com/embed/MIldO-HWsXQ?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<p><strong>Handlung</strong></p>
<p>Jingle Bells an der <a class="zem_slink" title="Kieler Förde" href="http://maps.google.com/maps?ll=54.3677777778,10.1730555556&amp;spn=2.0,2.0&amp;q=54.3677777778,10.1730555556 (Kieler%20F%C3%B6rde)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Kieler Förde</a>: Während Kommissar Borowski und seine Kollegin Sarah Brandt gerade Julklapp im Präsidium feiern, bereitet im benachbarten Schleswig ein Mörder ein dunkles Verbrechen vor. Beim Lucia-Fest-Umzug an einer dänischen Schule steht plötzlich ein Mann lichterloh in Flammen. Kriminalrat Schladitz, der an diesem Ort seine Kindheit verbracht hat, wird zum unfreiwilligen Zeugen des brutalen Anschlags. Der Tote, Michael Eckart, war hier Schulleiter und ist Mitglied der dänischen Minderheit. Zunächst deutet alles darauf hin, dass der Mörder im direkten Umfeld des Toten zu finden ist.</p>
<p>Doch dann entdeckt Kommissar Klaus Borowski ein Geheimnis, das in die Nachkriegsgeschichte von <a class="zem_slink" title="Schleswig-Holstein" href="http://maps.google.com/maps?ll=54.47,9.51388888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=54.47,9.51388888889 (Schleswig-Holstein)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Schleswig-Holstein</a> zurückreicht. Bei ihren Ermittlungen bekommen die Kieler Kommissare Amtshilfe von der hochmotivierten Südschleswiger Kommissarin Einigsen, die voller Elan in ihrem ersten Mordfall ermittelt. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Kriminalrat Schladitz erleidet einen Autounfall, offenbar weiß er mehr über die Identität des Toten, als er seinem Freund und Kollegen Klaus Borowski erzählt hat. Und auch Sarah Brandt hat Borowski nicht eingeweiht in die Ermittlungen rund um den brennenden Mann. Wem kann Kommissar Borowski noch vertrauen?</p>
<p><strong>Besetzung, Stab</strong></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Klaus Borowski</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Axel+Milberg">Axel Milberg</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Sarah Brandt</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Sibel+Kekilli">Sibel Kekilli</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Frau Einigsen</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Lisa+Werlinder">Lisa Werlinder</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Anja Jürgensen</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Johanna+Gastdorf">Johanna Gastdorf</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Thomas Schladitz</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Thomas+K%C3%BCgel">Thomas Kügel</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Lars+Kraume">Lars Kraume</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Kamera</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Jens+Harant">Jens Harant</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Drehbuch</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Daniel+Nocke">Daniel Nocke</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Musik</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Julian+Maas%2C+Christoph+M.+Kaiser">Julian Maas, Christoph M. Kaiser</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Handlung, Besetzung, Stab: <a href="http://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Film/Tatort/Startseite/?sendung=281069874529929&amp;list=themenschwerpunkt" target="_blank">DAS ERSTE</a>)</p>
<p>dWB/AP/13-05-09</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/africa/'>Africa</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/axel-milberg/'>Axel Milberg</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/borowski/'>Borowski</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/danemark/'>Dänemark</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/kiel/'>Kiel</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/maren-eggert/'>Maren Eggert</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ndr/'>NDR</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/schleswig-holstein/'>Schleswig-Holstein</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/sibel-kekilli/'>Sibel Kekilli</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-873/'>Tatort 873</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-borowski-und-der-brennende-mann/'>Tatort Borowski und der brennende Mann</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-kiel/'>Tatort Kiel</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/thomas-kugel/'>Thomas Kügel</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/thomas-schladitz/'>Thomas Schladitz</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6954&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ein historischer Moment für den deutschen Fußball &#8211; Wachablösung in Europa?</title>
		<link>http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/05/02/ein-historischer-moment-fur-den-deutschen-fusball-wachablosung-in-europa/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 17:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dortmund : Madrid 4:1]]></category>
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		<category><![CDATA[Viertelfinale CL 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Feature: Fußballkommentar &#8211; Nr. 2 Wir sehen uns wieder &#8211; in Wembley, am 25. Mai 2013! Mit ganz unterschiedlichen Strategien ist es zwei deutschen Mannschaften erstmalig gelungen, ins Finale der Champions League einzuziehen. Das schließt die Zeit ein, als die Champions League noch Europapokal der Landesmeister hieß. England, Spanien, Italien haben das im Lauf der [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6949&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Feature: Fußballkommentar &#8211; Nr. 2</p>
<h3>Wir sehen uns wieder &#8211; in Wembley, am 25. Mai 2013!</h3>
<p>Mit ganz unterschiedlichen Strategien ist es zwei deutschen Mannschaften erstmalig gelungen, ins Finale der Champions League einzuziehen. Das schließt <a class="zem_slink" title="Die Zeit" href="http://www.zeit.de" target="_blank" rel="homepage">die Zeit</a> ein, als die Champions League noch Europapokal der Landesmeister hieß.</p>
<p>England, Spanien, Italien haben das im Lauf der langen Geschichte dieser beiden Wettbewerbe bereits geschafft, jetzt darf sich die Bundesliga gratulieren, dass sie aufgeschlossen hat.</p>
<p>Diese Leistung ist besonders hoch zu bewerten, weil mit Dortmund ein Verein um die Krone im europäischen Vereinsfußball kämpft, die nicht zu den Kapitalgrößen der Branche gehört. Durch welch ein Tal die Schwarzgelben gehen mussten, nach dem 1997er Triumph in der Königsklasse, mit dem sie sich finanziell übernommen hatten. Da war es ein sehr kluger Schachzug der Verantwortlichen, dieses Mal alles anders zu machen. Zwei Meisterschaften unter <a class="zem_slink" title="Jürgen Klopp" href="http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Klopp" target="_blank" rel="wikipedia">Jürgen Klopp</a> waren erst einmal genug. Man hatte gezeigt, dass man national mithalten kann. Doch in der Saison 2011/12 gab es auch einiges Grummeln, weil es wieder einmal die Bayern beinahe im Alleingang waren, die dafür sorgten, dass die Bundesliga in der UEFA-Fünfjahreswertung den dritten Platz gewinnen konnte, der zu drei direkten Startern in die <a class="zem_slink" title="UEFA Champions League" href="http://www.uefa.com/uefachampionsleague/index.html" target="_blank" rel="homepage">Championsleague</a> und einem Qualifikanten berechtigt.</p>
<p>Also &#8211; auf nicht zu alten, sondern zu  neuen Zielen in 2013. Wenn Dortmund je eine Chance haben will, Spieler wie den jüngst abgegangenen <a class="zem_slink" title="Mario Götze" href="http://www.mario-goetze.com/" target="_blank" rel="homepage">Mario Götze</a> zu halten, dann nur so: In dem man dort reüssiert, wo das Geld lockt. Und in diesem Zusammenhang spielt das Abschneiden in der Champions League nun einmal eine wesentlich größere Rolle als die Tatsache, ob man in der Bundesliga den dritten Meistertitel in Folge holt oder doch nur Zweiter wird.</p>
<p>Wie goldrichtig die Ausrichtung aufs Internationale war, zeigt sich auch daran, dass die Bayern aus München in diesem Jahr selbst unter Einsatz aller Kräfte kaum zu stoppen oder gar zu toppen gewesen wären. So ein Pech nun, dass man im CL-Finale ausgerechnet auf die einzige Mannschaft trifft, die 2012/2013 weder national noch international nennenswerte Schwächen gezeigt hat. So ein Glück aber, dass es jetzt dieses historische, rein deutsche Finale gibt.</p>
<p>Auch wenn Dortmund der CL-Sieger der Herzen sein mag, umso mehr nach der Steueraffäre Hoeneß, realistisch ist, dass Bayern das Ding im dritten Anlauf nacheinander nach Hause bringt. Sie werden das Triple machen, da lehnen wir uns ein wenig aus dem Fenster. Und auch damit wieder Historisches leisten, denn dies gelang in Deutschland ebenfalls noch keiner Mannschaft (Ligapokal, Meisterschaft, internationaler Krontitel). Sie könnten sogar vier internationale Titel gewinnen, inklusive Weltpokal. Zutrauen darf man ihnen das in der aktuellen Form.</p>
<p>Dortmund hat uns mehrmals aufregende und wunderschöne Stunden beschert, Bayern hat uns ruhig träumen lassen. Zu souverän waren letztlich die Vorstellungen in den K. O.-Runden der Champions League. Mit derselben Ruhe werden sie voraussichtlich das Finale in Wembley gewinnen. Und wer würde das dem Trainer Jupp Heynckes nicht gönnen, diesem sympathischen Mann, der danach wohl aus dem Trainergeschäft ausscheiden wird? Bayern ist die Story der Saison, Jürgen Klopp hat noch viel  Zeit, um sich Europas Krone aufzusetzen.</p>
<p>Einen Haken hat die Sache natürlich. Dortmund wird in der Saison 2013/14 vermutlich nicht stärker besetzt sein als derzeit. Bayern hingegen bekommt Götze, vermutlich auch Lewandowski, bekommt <a class="zem_slink" title="Pep Guardiola" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pep_Guardiola" target="_blank" rel="wikipedia">Pep Guardiola</a> als Trainer, der mit dem heute gegen die Bayern sang- und klanglos ausgeschiedenen FC Barcelona die überragende Mannschaft Europas seit ca. 2008/2009 geformt hat. Ob mit Hoeneß der starke Mann hinter allem offziell ausscheidet, weil seine Steueraffäre dem FC Bayern sonst zu viel Imageschaden zufügen würde oder nicht, ob er die Fäden offiziell oder verdeckt weiterziehen wird, das spielt kaum eine Rolle. Mit einem Sportdirektor Sammer, einem Trainer Guardiola, einer mit dem FC Bayern ungeheuer verwachsenen Funktionärsriege wird Bayern in den kommenden Jahren weiter ganz vorne mitspielen. Es sei denn &#8211; es sei denn, Guardiola passt nicht ins System Bayern. Dieses Risiko muss sich jeder Trainer vor Augen halten, der an der Säbener Straße anheuert.</p>
<p>Das Risiko schätzen wir aber als nicht sehr hoch ein. Der gnadenlose Professionalismus, der sich bereits nach dem Scheitern des Klinsmann-Experiments Bahn gebrochen hat, wird sich mit der neuen Konstellation fortsetzen. Selbst wenn es kaum möglich ist, die laufende Bundesliga-Saison zu toppen, die Bayern werden 2013/14 kaum stolpern. Zumindest nicht auf nationaler Ebene.</p>
<p>Damit ist der Weg für Dortmund ebenfalls vorgezeichnet. Die Abgänge so gut wie möglich kompensieren, die CL-Qualifikation wieder schaffen und versuchen, international wieder so weit wie möglich zu kommen.</p>
<p>Diese Asynchronität in den Möglichkeiten ist es auch, die uns ein wenig vorsichtigt sein lässt, was eine Wachablösung in Europa angeht, von der jetzt bereits gesprochen wird. Nur der FC Bayern München ist finanziell stark genug, mit den Scheich-, Oligarchen- und Schuldenmannschaften anderer Länder mitzuhalten. Dortmund hat lange Jahre der Aufbauarbeit vor sich, um gleichzuziehen, und es darf niemals ein Abweichen vom Pfad der finanziellen Tugend geben. Schwer genug, wenn man jedes Jahr Spieler ziehen lassen muss, die quasi eine Garantie für internationalen Erfolg sind und damit auch wieder Geld einspielen.</p>
<p>Die Spanier und die englische Premier League werden sich ebenfalls wieder erholen, vielleicht kommen auch die Italiener wieder. Vielleicht werden sie auch alle durch unseriöses Finanzgebaren zurückgeworfen, aber eine Wachablösung in Europa ist nicht in Sicht, solange Deutschland nicht dauerhaft zwei oder drei Clubs hat, die in der Lage sind, den Großen der Branche die Stirn zu bieten.</p>
<p>Aber sollen sie das überhaupt? Ist es richtig, es den Staaten, den Privaten, den Banken nachzumachen und unendlich Geld zu verzocken für einen kurzfristigen Erfolg, der sich als Bumerang herausstellen kann? Dortmund weiß, worüber wir schreiben. 2005 war der Verein quasi existenzgefährdet, am Tiefpunkt seiner finanziellen und sportlichen Möglichkeiten. Die Rechnung, dass der Erfolg Geld bringt, ging nicht auf, weil der Erfolg nach 1997 trotz hoher Investitionen ausgeblieben war. Immer ist es der menschliche Faktor, den man nicht unterschätzen darf. Der bestand damals zum Beispiel im Wechsel des Erfolgstrainers Otmar Hitzfeld zu den Bayern, mit denen er 2001 dann die Champions League gewann. Daher läuft eine gute Planung umgekehrt. Alles muss so solide konstruiert sein, dass auch Wechselfälle einkalkuliert sind.</p>
<p>Der FC Bayern München kommt auch dann nicht ins Wanken, wenn er überhaupt keinen Titel gewinnt, wie in der schon beinahe legendär unglücklich verlaufenen Saison 2011/12. Alle relevanten Spieler wurden gehalten, noch mehr gute kamen hinzu, der Kader hat jetzt die Gesamtqualität, die es ermöglicht, national und international beinahe verschleißfrei vorne mitzutun. Das ist eine ungeheure Leistung für einen traditionellen Verein deutscher Prägung, der nicht durch einen Milliardeninvestor gesteuert wird. Die Bayern München AG ist nicht börsengehandelt, sondern gehört dem nach wie vor bestehenden Verein Bayern München &#8211; sowie der <a class="zem_slink" title="Audi" href="http://www.kbb.com/audi/" target="_blank" rel="kellybluebook">Audi AG</a> und ADIDAS &#8211; was relativ wenig bekannt ist, obwohl überall nachlesbar. Bemerkenswert auch, dass der Mitbesitzer Audi sich als Sponsor sehr im Hintergrund hält.</p>
<p>Dortmunds Wert hingegen ist sehr erfolgsabhängig, denn nach dem Abschneiden des Vereins in den Wettbewerben bestimmt sich selbstverständlich der Börsenkurs. Der Schritt, sich Kapital am Kapitalmarkt zu besorgen, war aber durch die überdehnte Wirtschaftsweise der vergangenen Jahre notwendig geworden, um den Verein vor der Pleite zu bewahren. Dank Trainer Jürgen Klopp und Manager Watzke besteht die Chance, daraus tatsächlich Kapital zu schlagen -und zum ernsthaften, dauerhaften Bayern-Rivalen aufzusteigen. Das Potenzial ist da, denn die Welt liebt den Underdog, den Herausforderer. Sie liebt die Mannschaft, die es den geradezu widerlich erfolgreichen Südstaatlern zeigen will und der dies in den letzten Jahren auf beeindruckende Weise gelang. Im Moment sieht die Welt aber wieder normal aus, die Verhältnisse sind zurechtgerückt. Und deshalb glauben wir eher, dass Bayern seinen fünften Landesmeister- bzw. CL-Sieg einfahren wird als Dortmund den zweiten.</p>
<p>Einen weiteren Schluss sollte man aus dem aktuellen, grandiosen Auftreten der deutschen Vereinsmannschaften nicht ziehen. Dass Deutschland Spanien auch auf Nationalmannschaftsebene überholen wird. Die Klubs profitieren auch von vielen sehr guten Spielern anderer Nationalität. Das Polenquartett bei Dortmund mit seinem nimmermüden Arbeitswillen und seiner Siegermentalität trägt wesentlich zum Erfolg der Mannschaft bei und das passt alles wunderbar zu einem Ruhregebietsclub. In Bayern setzen Individualisten wie Robben und Ribéry Akzente im spielerischen Bereich.</p>
<p>Selbstverständlich sind auch die deutschen Nationalspieler nicht zu unterschätzen, sie sind schon seit Jahren gut. Sehr gut sogar. Doch es hat nie für einen Titel gereicht und es ist wirklich erleichternd, dass sich die aktuelle Generation ihre Fähigkeiten mit einem Champions-League Sieg vergolden wird. Wir sprechen tendenziell von den Bayern. Von Schweinsteiger, Lahm, die schon in mittleren Fußballerjahren angekommen sind. Denn wir bleiben auch bei folgender Meinung: Unter Joachim Löw wird die deutsche Nationalmannschaft keinen Titel holen.</p>
<p>Zu eklatant, zu auffällig waren bestimmte Dinge im persönlichen Verhalten des Trainers während der EM 2012, die uns endgültig klar gemacht haben, dass Löw kein Erfolgscoach ist, sondern nur das Potenzial verwaltet, das ohnehin in der aktuellen deutschen Nationalmannschaft steckt, ohne dieses Quäntchen Charisma und Willensstärke aus ihr herauszukitzeln, das sie in die Lage versetzt, auch mal die Spanier wieder oder einmal, nur ein einziges Mal die Italiener in einem Turnier zu schlagen. Bis der DFB das aber einsieht, wird 2014 noch eine titellose Weltmeisterschaft ins Land gehen müssen. Und 2016 werden vielleicht einige aus der aktuellen, sehr talentierten Generation nicht mehr dabei sein. Falls Spanien wirklich schwächelt und die Granden von 2008, 2010 und 2012 in die Jahre kommen, ohne dass man sie adäquat ersetzen kann, werden 2014 die Südamerikaner zur Stelle sein, um die Lücke zu füllen. Dass ausgerechnet eine von Joachim Löw trainierte Mannschaft in der Lage sein sollte, erstmalig den begehrtesten Sportpokal der Welt nach Europa zu entführen, wenn die WM in Südamerika stattfindet, das sehen wir nicht.</p>
<p>Insofern gibt es nun die wirklich erfreuliche Situation im nationalturnierlosen 2013, dass eine deutsche Mannschaft die Champions League gewinnen wird, aber es gibt dadurch keine Wachablösung. Im Vereinsfußball ist die Spitze der Bundesliga wieder konkurrenzfähiger geworden, ab Platz 3 zeigt sich aber am Abschneiden anderer deutscher Mannschaften in der noch laufenden Europa-Liga, dass noch viel Luft nach oben ist und dass die Ausgeglichenheit der Bundesliga, die gerne als deren Plus angegeben wurde, wenn man schon in der Spitze nicht mithalten konnte, offenbar als geringer eingestuft werden muss als in England oder Spanien, wo die zweite Vereinsgarde aktuell mehr Standvermögen auf internationaler Ebene zeigt. Selbstverständlich wünschen wir dem deutschen Fußball alles Gute, genießen den Moment und werden besonders das Endspiel am 25. Mai!</p>
<p>dWB/AP/13-05-02</p>
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		<title>Feuerteufel / Tatort 872 &#8211; TatortAnthologie 227</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 18:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) ARD, Christine Schröder Wer mit dem Feuer spielt … … kommt noch lange nicht darin um. Das ist die Lehre des 872. Tatorts. Und wieder eine Premiere im premierenreichen Tatortland. Dieses Mal der zweite Hamburger Neuermittler, als Figur heißt er Thorsten Falke, als Darsteller Wotan Wilke Möhring. Der Verdacht erhärtet sich, dass türkische [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6943&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) ARD, Christine Schröder</pre>
<h3><strong>Wer mit dem Feuer spielt …</strong></h3>
<p>… kommt noch lange nicht darin um. Das ist die Lehre des 872. Tatorts. Und wieder eine Premiere im premierenreichen Tatortland. Dieses Mal der zweite Hamburger Neuermittler, als Figur heißt er Thorsten Falke, als Darsteller Wotan Wilke Möhring.</p>
<p>Der Verdacht erhärtet sich, dass türkische Regisseure gute Buddy-Movies machen. Auf der persönlichen und kumpelhaften Ebene funktioniert „Feuerteufel“ besonders gut. Männer mögen solche Sachen, in denen Freunde einander derb lieben, einer sich vom anderen verraten fühlt und am Ende ist alles doch wieder echt kumpelgut.</p>
<p>Auf der zwischengeschlechtlichen Ebene wird’s schon etwas schwieriger. Es fällt nicht nur dem KHK Falke schwer, die neue, blonde Kollegin zu akzeptieren, sie wird auch bei weitem nicht so als hervortretende Persönlichkeit gezeigt, wie das z. B. in den Duo-Städten Frankfurt oder Leipzig der Fall ist. Wenn sie sich vor Eifer bei einem Einsatz verrennt und vom erfahrenen Kollegen Falke gerettet werden muss, dann ist das wieder ein echtes, traditionelles Männerding. Warum auch mal nicht. Warum auch mal nicht, fragt der Mann im Kritiker.</p>
<p>Vielleicht ist das Aufholen der Frauen im Geschlechterkampf ja auserzählt. In Berlin sind prozentual mehr Frauen in Arbeit als Männer und haben auch die niedrigere Erwerbslosenquote. Es wird Zeit für gender mainstreaming! Ein Scherz. Ein Scherz muss auch mal sein.</p>
<p>Noch einmal etwas anders sieht es auf Fallebene aus. Sicher grundsätzlich keine schlechte Idee, ein neues Team mit einem <a class="zem_slink" title="Inverted detective story" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Inverted_detective_story" target="_blank" rel="wikipedia">Howcatchem</a> als Plotanlage einzuführen. Da man den Täter von Anfang an kennt (oder es glaubt), kann man sich schön auf die Menschen konzentrieren, die hinter Polizistenfiguren stecken und man kann gemütlich dabei zusehen, wie sich der einzige Verdächtige auf eine echt unterbelichtete Art selbst so verdächtig macht, dass es kaum möglich ist, ihn nicht zu fassen.</p>
<h3><a class="zem_slink" title="List of opera genres" href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_opera_genres" target="_blank" rel="wikipedia">Handlung</a></h3>
<p>Wieder mal brennt nachts ein Auto in einem noblen <a title="Quarter (urban subdivision)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Quarter_%28urban_subdivision%29" target="_blank">Stadtteil</a> von <a class="zem_slink" title="Hamburg" href="http://maps.google.com/maps?ll=53.5652777778,10.0013888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=53.5652777778,10.0013888889 (Hamburg)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Hamburg</a>. Fast schon Routine mittlerweile, aber diesmal passiert, was schon lange befürchtet wurde: Ein Mensch stirbt. Eine Frau, die offensichtlich in ihrem Wagen eingeschlafen war, kann sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Auto retten.</p>
<p>Kommissar Thorsten Falke übernimmt die Ermittlungen und sieht sich mit einer explosiven <a title="Stimmung" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stimmung" target="_blank">Stimmung</a> in Hamburg konfrontiert. Eine Bürgerwehr bildet sich, die autonome Szene ist in Aufruhr und es brennt weiter. Hilfe bei den Ermittlungen bekommt Falke von der jungen Ermittlerin Katharina Lorenz. Als Expertin im LKA/2 ist sie zuständig für die Bearbeitung von Brandfällen. Je mehr Zeit es braucht, den Fall zu lösen, desto mehr gerät die Stimmung in Hamburg außer Kontrolle</p>
<p><em>Neben den “<a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>”-Kommissaren Maria Furtwängler in Hannover, <a title="Til Schweiger" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/til_schweiger" target="_blank">Til Schweiger</a> in Hamburg, <a title="Axel Milberg" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Axel_Milberg" target="_blank">Axel Milberg</a> und <a title="Sibel Kekilli" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/sibel-kekilli" target="_blank">Sibel Kekilli</a> in Kiel sowie Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau für den “<a title="Polizeiruf 110" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Polizeiruf_110" target="_blank">Polizeiruf 110</a>” in Rostock ermittelt für den <a class="zem_slink" title="Norddeutscher Rundfunk" href="http://www.ndr.de/" target="_blank" rel="homepage">NDR</a> in Norddeutschland künftig auch Wotan Wilke Möhring. In dem neuen “Tatort: Feuerteufel” muss er als Kommissar Thorsten Falke gemeinsam mit seiner Kollegin Katharina Lorenz seinen ersten Fall in Hamburg lösen. </em></p>
<h3>Besetzung und Stab</h3>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Thorsten Falke</td>
<td>Wotan Wilke Möhring</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Katharina Lorenz</td>
<td>Petra Schmidt-Schaller</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Jan Katz</td>
<td>Sebastian Schipper</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Bendixen</td>
<td>Achim Buch</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Jürgen Mintal</td>
<td>Bernhard Schütz</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Meike</td>
<td>Lo Rivera</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Ruben</td>
<td>David Berton</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2"></td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Musik:</td>
<td>Christoph M. Kaiser und Julian Maas</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Kamera:</td>
<td>Matthias Bolliger</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Buch:</td>
<td>Markus Busch</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Regie:</td>
<td>Özgür Yildirim</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Rezension (enthält Angaben zur Auflösung!)</h3>
<p>Ehrlich, schon beim ersten Auftritt von Jürgen Mintal, dem Mann des ersten Opfers in diesem Tatort hatten wir so einen Gedankenblitz, dass er was mit dem Tod seiner Frau zu tun hat. Alles andere wäre schlicht zu einfach gewesen, doch auch inklusive dessen Involvierung ist die Handlung von „Feuerteufel“ noch einfach und schlicht.</p>
<p>Erstaunlich, wie wenig hier gerätselt, ermittelt und echte Polizeiarbeit getan wird. Der Kernmoment der Tätersuche ist derjenige, in dem Falke in echter Kiezmanier einen jungen Typ, den er gleich als „Sänger“ erkennt, ausspucken lässt, wer denn wohl der Feuerteufel sein könnte. Ja, manchmal kann das Polizistenleben einfach sein. Vor allem, wenn man so eine hübsche Jungkollegin mit bei hat und sie so loyal ist, obwohl man sie nicht gerade nett behandelt. Da freut sich der Macho und der Sozialarbeiter fasst sich an den Kopf. Alles umsonst, 40 Jahre angestrengte Pädagogik für’n … wa?</p>
<p>Wer wird so sinister sein? Wir sind’s nicht. Sonst wüssten wir nicht, wo wir mit den Rückschritten anfangen sollen. Wir konzentrieren uns auf die Handlung.</p>
<p>Schon die seltsame Tatsache, dass jemand auf den unbequemen Vordersitzen eines Autos ruht, anstatt sich hinten lang zu machen, hat uns etwas verblüfft. Wir sind auch nicht hinter das Motiv des Zündlers gestiegen. Wir finden die Idee mit den Linksradikalen als Informanten echt daneben und manch Element wirkt wie ARD-Sozial-Lehrauftrag als Feigenblatt vor einem tief drinnen doch atavistischen Zwischemmenschverständnis. Vielleicht muss man ein Auge zudrücken und aus dem anderen den Schalk blitzen lassen, um zu verstehen, dass auch dieser Tatort, der nicht vor Ambitionen strotzt und auch nicht vordergründig voll ernst auf unernst macht, ein lockeres Buddy-Süppchen ist, auf das kein Krimi-Hauptgang folgt, sondern das mit einem Ende ausgelöffelt ist, das theatralisch und nicht sehr glaubwürdig daherkommt.</p>
<p>Man muss Verständnis für die Männer haben. Für diesen verpeilten Jungen aus dem Prekariat, der sich und wem eigentlich sonst noch beweisen muss, dass er alte 3er-BMW anzünden kann. Woraus man unter anderem lernt, in Hamburg wird auf die Werte eben doch geachtet. Nicht wie in Berlin, wo echt neue Karren in Flammen aufgehen. Überhaupt, 300. Das ist die Zahl der jährlichen Autobrände in Berlin, nicht in Hamburg, wie im Film behauptet. Immer dieses <a class="zem_slink" title="Bojanowo" href="http://maps.google.com/maps?ll=51.7,16.75&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=51.7,16.75 (Bojanowo)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Schmücken</a> mit fremden Federn. Man merkt manchmal doch, dass es dem NDR leid tut, dass er nicht für die filmische Auswertung der Hauptstadt mit ihren überaus pittoresken und publikumswirksamen Delikten zuständig ist.</p>
<p>Solche Übersteiger wie die Bürgerwehr würden hier allerdings noch lächerlicher wirken als in Hamburg, denn in Berlin gibt es keine Bürger, nur Ethnien. Und die ziehen nicht gemeinsam durch die Nacht, um arme, unterprivilegierte Jungfeuerteufel am Zündeln zu hindern. Hier warten alle, die Bullen und die Betroffenen, gemeinsam, bis alles von selbst wieder ruhig wird. Vornehmlich, wenn es nachts draußen kalt geworden ist, passiert das dann auch wirklich. Hier fahren aber Antikapitalisten, Trittbrettfahrer, Versicherungsbetrüger mit demselben Ticket. Vor allem letztere natürlich, die sind ja auch an fast jedem der tausend täglichen Berliner Bagatellunfälle beteiligt.</p>
<p>Schade also, dass der Fall so simpel und ein wenig nachlässig konstruiert ist, und dass die Sache mit den brennenden Autos für soziale Betrachtungen mit einem erkennbar auf falsch getrimmten Zungenschlag verwendet wird. Dabei ist es doch so, dass der Ehemann die seit vielen Jahren nur noch nervende Ehefrau loswerden kann, dank des feurigen Kapuzenjackenträgers Ruben, dessen Freundin auch im Wesentlichen so ein Fickobjekt ist, wie in diesen Kreisen üblich.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Nach den deprimierenden Premieren, die das Jahr 2013 bisher gezeigt hat, ist „Feuerteufel“ zwar keine lodernde Flamme der echten, großen Tatortqualität und auch keine erkennbare Fortsetzung der Hamburger Glanzzeiten mit Stoever und Brockmöller oder Cenk Batu, aber vom eigenen Minderniveau namens „Willkommen in Hamburg“ hat man sich wenigstens ein klein wenig absetzen können.</p>
<p>Die funktionierende männer-menschliche Ebene  und die ungeheuer erleichternde Tatsache, dass Falke der intakteste unter den neueren Tatortkommissaren zu sein scheint machen so eine gewisse Gemütlichkeit aus und schenken uns einen Hauch von Anfangsvertrauen, also genau das, was wir nach Rambos und Zirkusclowns als Tatortkommissaren, was wir nach Abgängen großer Hoffnungen und dem nervenden Auf-der-Stelle-Treten geschätzter Langzeitermittler jetzt brauchen. Dieses Gefühl, da kommt etwas, von dem man sich wünschen kann, es bleibt und es wächst und es wird gut.</p>
<p>Damit man nicht auf die Idee kommt, wir finden es jetzt schon richtig gut und juchzen zu überschwänglich vor Erleichterung über einen halbwegs tatortähnlichen Film, <b>geben wir</b> <b>6,5/10. </b></p>
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		<title>Feuerteufel &#8211; Tatort 872 / Vorschau ARD 28.04.2013, 20:15 Uhr</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 17:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) ARD, Christine Schröder Das geklaute Thema (Die Rezension jetzt hier!) Wotan Wilke Möhring wird nach Till Schweiger zweiter neuer Tatortkommissar in Hamburg. Und ist damit der dritte Neue in 2013. Dieses Jahr, nur zur Erinnerung, ist gerade vier Monate alt. Alles in diesem Jahr ist bisher ein wenig zu viel. Zu viel Neues, [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6935&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) ARD, Christine Schröder</pre>
<h3>Das geklaute Thema</h3>
<p><a title="Feuerteufel – Tatort 872 / Vorschau ARD 28.04.2013, 20:15 Uhr" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/04/23/feuerteufel-tatort-872-vorschau-ard-28-04-2013-2015-uhr/">(Die Rezension jetzt hier!)</a></p>
<p><a class="zem_slink" title="Wotan Wilke Möhring" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/wotan_wilke_mohring" target="_blank" rel="rottentomatoes">Wotan Wilke Möhring</a> wird nach Till Schweiger zweiter neuer Tatortkommissar in <a class="zem_slink" title="Hamburg" href="http://maps.google.com/maps?ll=53.5652777778,10.0013888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=53.5652777778,10.0013888889 (Hamburg)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Hamburg</a>. Und ist damit der dritte Neue in 2013. Dieses Jahr, nur zur Erinnerung, ist gerade vier Monate alt.</p>
<p>Alles in diesem Jahr ist bisher ein wenig zu viel. Zu viel Neues, zu viel Chaos, zu viel Schlechtes. Doch es hat ja jedes Ding zwei Seiten. Wotan Wilke Möhring könnte die Ehre zuteil werden, der erste überzeugende Neueinsteiger seit dem Frankfurt-Duo Steier / Mey zu werden, dessen weiblicher Teil ja schon wieder den Dienst quittiert. Okay, da war noch dieser Faber aus Dortmund, man weiß nicht, wie es da weitergeht. Aber Tschiller und Stellbrink aus Hamburg und Saarbrücken haben sich schon mehr oder weniger nach einer bzw. zwei Folgen ins Abseits gefilmt. Da wieder rauszukommen, erfordert besseres Stellungsspiel im Tatortmetier.</p>
<p>Genau genommen, ist &#8220;Feuerteufel&#8221; Wotan Wilke Möhrings zweiter <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>, denn er hat im Tschiller / Schweiger-Debüt &#8220;Willkommen in Hanburg&#8221; schon unterstützend mitgewirkt. Ein echter Kumpel, wie im wirklichen Leben.</p>
<p>Man kann schon sagen, Möhring steht in der Tradition der Promi-Kommissare, die bei der großen Tatortfamilie einchecken. Wenn schon ein Schweiger da mitmacht warum nicht einer, der in vielen Fernsehfilmen seit etwa dem Jahr 2000 hervorgetreten ist? Die dritte Premiere des Jahres, mit seiner Figur KHK Falke im Vordergrund, wird es schwer haben, noch schlechter zu werden als die bisherigen, daher ist erst einmal alles gut. Ob es reichen wird, dem Tatortformat, das zuletzt einige Qualitätskratzer abbekommen hat, zu alter Stärke oder neuer Blüte zu verhelfen, ist allerdings zweifelhaft. Dazu müssten wir in der Rezension nach der Ausstrahlung 8/10 oder mehr auspacken und irgendetwas sagt uns schon, das wird schwierig. Vielleicht reißt es Petra Schmidt-Schaller als Thorsten Falkes attraktive Kollegin Katharina Lorenz &#8211; sie ist uns aus dem Konstanz-Tatort &#8220;<a title="Bluthochzeit – Tatort 772 / TatortAnthologie 198" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/12/15/bluthochzeit-tatort-772-tatortanthologie-198/">Bluthochzeit</a>&#8221; als Braut, Zankapfel und Stein des Anstoßes zum Verbrechen in Erinnerung.</p>
<p>Nach einem starken Jahreswechsel mit mehreren ansehnlichen Tatorten ist der Drang zu immer mehr Tatort, immer mehr Event-Fernsehen (2013 wird es eine vermutlich äußerst witzige Einmal-Eventfolge aus Weimar geben) und vor allem immer mehr Klamauk so durchgebrochen, dass der Krimi als solcher immer mehr in den Hintergrund tritt. Die Postmoderne ist im ARD-Spitzenkrimi angekommen und es wird versucht, das Privatfernsehen auf dem ureigenen Gebiet der ziemlich flachen Unterhaltung ohne Ansprüche ans logische Denkvermögen zu toppen.</p>
<p>Nachdem der WDR 2012 schon dreigleisig wurde (neben Köln und Münster nun auch Dortmund als Tatortstadt), als zweiter Sender nach dem SWR (Ludwigshafen, Stuttgart, Konstanz) und nachdem es nun zwei Hamburger Ermittler gibt (Berlin bleibt vorerst wohl bei einem Team) und sogar im eher konservativen Bayern eine Frankenvariante hinzukommen soll, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Sonntagabende nicht mehr ausreichen, um alle Tatort-Erstausstrahlungen aufzunehmen, erste Abweichungen gibt es schon, indem man Feiertage zusätzlich einbindet. Damit wird eine ganz wichtige Tradition zerstört, nämlich die, dass das Format den Wechsel zwischen Wochenende und Arbeitswoche markiert. Da könnte man denn auch das Tatort-Logo ändern und den markanten Vorspann neu erfinden, den es in heutiger Form beinahe unverändert seit mehr als 40 Jahren gibt.</p>
<p>Wenn man die beiden Hamburger Ermittler getrennt sieht, hält der <a class="zem_slink" title="Norddeutscher Rundfunk" href="http://www.ndr.de/" target="_blank" rel="homepage">NDR</a> aber wieder die Spitze. Mit Charlotte Lindholm in Hannover, Borowski und Brandt in Kiel, Tschiller und Falke in Hamburg sind jetzt vier Tatort-Teams im Norden tätig. Das Thema ist wohl deshalb aus Berlin geklaut, weil langsam der Stoff, aus dem die Verbrechens ind, für so viele Kommissare ausgeht: Brennende Autos, darauf haben wir in der Hauptstadt eigentlich ein Copyright.</p>
<h3>Handlung</h3>
<p>Früher waren neue Tatort ein Ereignis. Heute muss jeder Tatort Ereignischarakter haben, um in der Masse von Seinesgleichen wahrgenommen zu werden. Die Rezension aller neuen Folgen ist anstrengend und wird noch anstrengender werden. Wir überdehnen uns. In beinahe allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Insofern ist die Tatortexpansion mindestens so sehr ein Spiegel unserer Zeit wie die Themen, die in Tatorten behandelt werden und diese zu einem in Deutschland beisspiel- und konkurrenzlosen kultur- und allgemeinhistorischen Kompendium verdichten.</p>
<p>Wieder mal brennt nachts ein Auto in einem noblen <a class="zem_slink" title="Quarter (urban subdivision)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Quarter_%28urban_subdivision%29" target="_blank" rel="wikipedia">Stadtteil</a> von Hamburg. Fast schon Routine mittlerweile, aber diesmal passiert, was schon lange befürchtet wurde: Ein Mensch stirbt. Eine Frau, die offensichtlich in ihrem Wagen eingeschlafen war, kann sich nicht rechtzeitig aus dem brennenden Auto retten.</p>
<p>Kommissar Thorsten Falke übernimmt die Ermittlungen und sieht sich mit einer explosiven <a class="zem_slink" title="Stimmung" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stimmung" target="_blank" rel="wikipedia">Stimmung</a> in Hamburg konfrontiert. Eine Bürgerwehr bildet sich, die autonome Szene ist in Aufruhr und es brennt weiter. Hilfe bei den Ermittlungen bekommt Falke von der jungen Ermittlerin Katharina Lorenz. Als Expertin im LKA/2 ist sie zuständig für die Bearbeitung von Brandfällen. Je mehr Zeit es braucht, den Fall zu lösen, desto mehr gerät die Stimmung in Hamburg außer Kontrolle</p>
<p><em>Neben den &#8220;Tatort&#8221;-Kommissaren Maria Furtwängler in Hannover, <a class="zem_slink" title="Til Schweiger" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/til_schweiger" target="_blank" rel="rottentomatoes">Til Schweiger</a> in Hamburg, <a class="zem_slink" title="Axel Milberg" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Axel_Milberg" target="_blank" rel="wikipedia">Axel Milberg</a> und <a class="zem_slink" title="Sibel Kekilli" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/sibel-kekilli" target="_blank" rel="rottentomatoes">Sibel Kekilli</a> in Kiel sowie Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau für den &#8220;<a class="zem_slink" title="Polizeiruf 110" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Polizeiruf_110" target="_blank" rel="wikipedia">Polizeiruf 110</a>&#8221; in Rostock ermittelt für den NDR in Norddeutschland künftig auch Wotan Wilke Möhring. In dem neuen &#8220;Tatort: Feuerteufel&#8221; muss er als Kommissar Thorsten Falke gemeinsam mit seiner Kollegin Katharina Lorenz seinen ersten Fall in Hamburg lösen. </em></p>
<h2>Besetzung und Stab</h2>
<table>
<caption> </caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Thorsten Falke</td>
<td>Wotan Wilke Möhring</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Katharina Lorenz</td>
<td>Petra Schmidt-Schaller</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Jan Katz</td>
<td>Sebastian Schipper</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Bendixen</td>
<td>Achim Buch</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Jüren Mintal</td>
<td>Bernhard Schütz</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Meike</td>
<td>Lo Rivera</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Ruben</td>
<td>David Berton</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table>
<caption>Stab</caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Musik:</td>
<td>Christoph M. Kaiser und Julian Maas</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Kamera:</td>
<td>Matthias Bolliger</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Buch:</td>
<td>Markus Busch</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Regie:</td>
<td>Özgür Yildirim</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>dWB/AP/13-04-23</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/axel-milberg/'>Axel Milberg</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/brennende-autos/'>brennende Autos</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/frankfurt/'>Frankfurt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/leben/'>Leben</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/polizeiruf-110/'>Polizeiruf 110</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/sibel-kekilli/'>Sibel Kekilli</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-872/'>Tatort 872</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-feuerteufel/'>Tatort Feuerteufel</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-hamburg/'>Tatort Hamburg</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-inflation/'>Tatort-Inflation</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/til-schweiger/'>Til Schweiger</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/wotan-wilke-mohring/'>Wotan Wilke Möhring</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6935&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Trautes Heim &#8211; Tatort 871 / TatortAnthologie 226</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 19:27:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Filmwelt]]></category>
		<category><![CDATA[2. Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Dietmar Bär]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelleben]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Freddy Schenk]]></category>
		<category><![CDATA[German language]]></category>
		<category><![CDATA[History]]></category>
		<category><![CDATA[Kindesentführung]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus J. Behrendt]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Ordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort 871]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Tatort Trautes Heim]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Angst, die Damen! Nehmen wir einmal an, ein neunjähriges Doppelleben wie das von Roman Sasse (Barnaby Metschurat) wäre möglich. Dann aber wohl nicht so, wie hier vorgeführt. Nicht, dass wir IT-Leuten nicht zutrauen würden, sich insbesondere via IT so zu organisieren, dass ihre typische Alltags-Schusseligkeit aufgewogen wird. Aber es gibt , und da dürfen [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6931&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Keine Angst, die Damen!</h3>
<p>Nehmen wir einmal an, ein neunjähriges Doppelleben wie das von Roman Sasse (Barnaby Metschurat) wäre möglich. Dann aber wohl nicht so, wie hier vorgeführt. Nicht, dass wir IT-Leuten nicht zutrauen würden, sich insbesondere via IT so zu organisieren, dass ihre typische Alltags-Schusseligkeit aufgewogen wird. Aber es gibt , und da dürfen Frauen aufatmen, denen noch echt etwas an ihren Kerlen liegt und die nicht froh sind, sie immer mal wieder für ein paar Tage los zu sein, ein Problem, das in „Trautes Heim“ ziemlich nonchalant zur Seite geschoben wird.</p>
<p>Es würde nur gehen, wenn dieser Doppelleber oder –lebende mit beiden Frauen und beiden Kindern immer nur zuhause bleibt. Selbst Berlin ist nicht sicher vor zufälligen Begegnungen. Es muss ja nicht die andere Frau sein oder das andere Kind. Wer etwas wie ein Sozialleben hat, kann auch von Menschen aus dem Freundes-, Kollegen- oder Bekanntenkreis in seiner Doppelrolle entdeckt werden. So etwas wird ja hier auch via Sportverein angedeutet, wenn auch etwas wirr inszeniert.</p>
<p>Vielleicht liegt das, was wir als wirr empfanden, an einem internen Problem. Erst hatten wir uns zeitlich verschätzt, ohne vorher den Aufnahmeknopf am Recorder gedrückt zu haben, dann gab’s ein technisches Problem und als alles in Ordnung war, da war dieser Mann auf der Straße schon überfahren.  War’s denn nun so relevant, dass man sich kannte, wenn doch die Auflösung am Ende durch fehlende Nerven seitens der Frau / Komplizin an den Zuschauer vermittelt wird? Und muss ein Kind von einem Sondereinsatzkommando mit dem heutzutage üblichen Finalpomp befreit werden, wenn der Täter gar nicht in dessen Nähe sein kann, weil bereits gefasst?</p>
<p><strong>Handlung</strong></p>
<p>Der achtjährige Lukas wurde auf offener Straße entführt. Und auf der Flucht vom Tatort tötet der Kidnapper gleich auch noch den einzigen Zeugen. Ballauf und Schenk stehen vor einem Rätsel. Warum wurde der Junge verschleppt? Geht es um Erpressung? Lukas kommt aus einer intakten Familie, die in einfachen Verhältnissen lebt. Oder ist hier ein Sexualstraftäter am Werk?</p>
<p>Völlig aufgelöst reagiert die Mutter des Jungen, Simone Schäfer, auf die schockierende Nachricht. Ihre Schwester und ihr Schwager stehen ihr gleich zur Seite. Und auch Lukas&#8217; Vater Roman Sasse, als selbstständiger Software-Berater viel unterwegs, ist sofort zur Stelle. Da werden im komplett ausgebrannten Tatfahrzeug die Überreste von Lukas&#8217; Handy sichergestellt. Registriert ist das Kinderhandy allerdings nicht auf Lukas&#8217; Eltern, sondern auf den Namen Ruth Junghanns. Doch die hat noch nie etwas von Lukas Schäfer gehört. Da melden sich die Entführer &#8230;</p>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2">
<p align="center"><b>Besetzung und Stab</b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Max Ballauf</td>
<td>Klaus J. Behrendt</td>
</tr>
<tr>
<td>Freddy Schenk</td>
<td>Dietmar Bär</td>
</tr>
<tr>
<td>Franziska</td>
<td>Tessa Mittelstaedt</td>
</tr>
<tr>
<td>Roman Sasse</td>
<td>Barnaby Metschurat</td>
</tr>
<tr>
<td>Simone Schäfer</td>
<td>Alma Leiberg</td>
</tr>
<tr>
<td>Lukas Schäfer</td>
<td>Nick Schuck</td>
</tr>
<tr>
<td>Ruth Junghanns</td>
<td>Sandra Borgmann</td>
</tr>
<tr>
<td>Hugo Junghanns</td>
<td>Sam Gerst</td>
</tr>
<tr>
<td>Heike Grabow</td>
<td>Meike Droste</td>
</tr>
<tr>
<td>Kai Grabow</td>
<td>Lasse Myhr</td>
</tr>
<tr>
<td>Nikolaus Pieler</td>
<td>Matthias Redlhammer</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2"></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Musik:</td>
<td>Günther Illi</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Kamera:</td>
<td>Diethard Prengel</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Buch:</td>
<td>Roland Heep und Frank Koopmann</td>
</tr>
<tr>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Regie:</td>
<td>Christoph Schnee</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong> Rezension</strong></p>
<p>Der Plot von „Trautes Heim“ weist also diverse Fragwürdigkeiten auf, die Inszenierung wirkt manchmal sehr geschmeidigt, lebt von Gesten, Blicken, von Übergängen und Interaktionen, andererseits aber auch, als sei sie sich ihrer selbst nicht sicher gewesen. Die Schauspielleistungen sind von auffallend unterschiedlicher Qualität. Da wir aber gewohnheitsmäßig nicht einzelne Darsteller negativ erwähnen, sagen wir mal, uns haben besonders die Ermittler Schenk und Ballauf gefallen und der Roman Sasse-Darsteller Barnaby Metschurat, der auf eine beinahe somnambule Art zwischen seinen beiden Familien hin- und herpendelt und uns die Frage stellt, was besser ist, wenn man sich neu verliebt: Eine Familie sitzen lassen oder zwei Familien belügen, aber ihnen erhalten bleiben?</p>
<p>Wir würden wohl eher für die klaren Verhältnisse plädieren – schon aus Kapazitätsgründen und weil wir uns nicht zutrauen würden, neun Jahre lang doppelgleisig zu fahren. Abgesehen von der Finanzkraft, die dazu notwendig ist.</p>
<p>Ist es aber, von der unglaubwürdigen Situation, dass alles sich in derselben Stadt abspielt, nicht möglich, so ein Leben zu organisieren? Es soll Fälle geben, in denen eine solche Lebensgestaltung funktioniert, weil die beiden Familien weit voneinander entfernt leben und die Wahrscheinlichkeit von Berührungspunkten sehr gering ist. Es gibt alte Kinofilme, in denen solche Fälle schon gezeigt werden. Aber die sind nicht auf Realismus angelegt, wie es der 871. Tatort suggeriert.</p>
<p>Der Weg vom Bürodienstleister, der eine Firma mit allem versorgt, was ein „back office“ bieten kann, sodass kleinere Unternehmen keine eigenen Mitarbeiter mehr benötigen, um den Eindruck von Professionalität zu vermitteln, also von einer Branche, die es wirklich gibt, hin zu einer Firma, die das Privatleben so organisiert, dass zwei daraus werden können, ist technisch, organisatorisch und von der Denke her gesehen gar nicht weit. Vermutlich wäre so etwas nicht einmal unzulässig. Wir haben nicht recherchiert, ob derlei Dienstleister wirklich existieren, weil wir gerne ein wenig im Bereich der Spekulation bleiben wollen. Aber eines ist sicher: Kunden dafür gäbe es. Bereits das klassische Modell der Affäre außerhalb der Ehe, das man nach heutigen Maßstäben nicht gleich als Doppelleben bezeichnet, könnte durch eine Firma, die dafür sorgt, dass es keine Überschneidungen, Engpässe, aber viele gute Ausreden gibt, ungeheuer erleichtert werden. Man stelle sich vor, die misstrauische Ehefrau ruft in der Firma an und erfährt, es ist genau, wie es sein soll. Nur, dass die Firma in alles eingeweiht ist .</p>
<p>Dass die moderne EDV uns so anonym macht und es uns erlaubt, uns hinter Mails zu verstecken, die irgendwer geschrieben haben kann, die es schafft, dass wir unser Leben von einem Laptop überwachen und gestalten können, hat etwas Gespenstisches in diesem unauffällig-nett aussehenden, beinahe virtuell-persönlichkeitslos wirkenden Roman Sasse. Fast ein virtueller Charakter, passend zu unserer virtuellen Zeit.</p>
<p>Dieses Mal sind es nicht Ballauf und Schenk, die miteinander die aktuelle soziale These diskutieren, es ist, wie in manchen Tatortstädten üblich und im Grunde sehr filmisch – was gezeigt wird, daraus können wir uns basteln, was wir wollen, auf rein ethischer oder philosophischer Ebene.</p>
<p>Der angenehme Nebeneffekt ist, dass die beiden Köln-Cops ein wenig in den Hintergrund treten und sich weitgehend aufs Ermitteln und auf ihre mal wieder mit Liebesleid und –freud befrachtete Franziska Lüttgenjohann konzentrieren können. Auch hier kann man ohne Mühe ganz verschieden werten. Man kann sagen, die beiden Haudegen, die so viele Tatorte abgewickelt haben wie kaum ein anderes Team (Ausnahme: Die Münchener Batic und Leitmayr), sind ein wenig zu routiniert geworden, beinahe steril, wenn  man sie mit ihren Anfangsfilmen vergleicht. Andererseits steht ihnen diese überwiegende Zurückhaltung nicht schlecht. Das ist beinahe alte Tatort-Schule, wie der ganze Film eher dezent und gewiss nicht tatort-avantgardistisch wirkt.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>„Trautes Heim“ ist eine Art kleines Jubiläum für die Kölner Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) und für beide die Rolle ihres Lebens – auch wenn besonders Dietmar Bär mittlerweile als einer der versiertesten Schauspieler des Landes gilt.</p>
<p>Nach vielen Premieren der letzten Zeit, zu denen schon wieder Abgänge kommen, wie letzte Woche in Frankfurt (Wer das Schweigen bricht als letzter Fall der Kurzzeit-Kommissarin Conny Mey (Nina Kunzendorf)), nach teilweise herben Enttäuschungen, die Qualität betreffend, hat man bei den Kölnern immer so ein Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Auch wenn sie eher verhalten agieren, auch wenn man miterleben kann, wie Max Ballauf von Film zu Film ein wenig altert, sind vermitteln sich als Anker in einer äußerst wechselhaften Zeit.</p>
<p>Faktisch stimmt das gar nicht, einige gegenwärtige Tatort-Teams erreichen Einsatzzeiten, die alle vorherigen weit übertreffen, die Münchener Batic und Leitmayr liegen von der Zahl der Filme immer noch vorne, Lena Odenthal aus Ludwigshafen führt nach wie vor die Liste der Tatort-Ermittler mit der längsten Dienstzeit an. Aber die beiden Kumpels aus Köln sind mit ihren – in „Trautes Heim“ kaum sichtbaren – Macken schon beinahe ein Teil von uns selbst, mit einem von ihnen können sich die meisten Männer identifizieren und sie werden auch von Frauen gemocht.</p>
<p>Betrüblich, dass in „Trautes Heim“ Frauen so viel weinen mussten. Ein Typ wie Ballauf versteht die Frauen verstanden, das wird dieses Mal nur angedeutet. Er kriegt nur nie dauerhaft eine. Manche Männer haben zwei Familien, er nicht mal eine Dauerfreundin. So echt sind die Kölner Tatorte, jenseits ihrer Plots. Und das mögen wir an ihnen.</p>
<p><strong>Deswegen gibt&#8217;s auch die 7,0 anstatt der zu Beginn der Rezension angedachten 6,5/10.</strong></p>
<p>dWB/AP/13-04-22</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/berlin/'>Berlin</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/dietmar-bar/'>Dietmar Bär</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/doppelleben/'>Doppelleben</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/familie/'>Familie</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/freddy-schenk/'>Freddy Schenk</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/german-language/'>German language</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/history/'>History</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/kindesentfuhrung/'>Kindesentführung</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/klaus-j-behrendt/'>Klaus J. Behrendt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/max-ballauf/'>Max Ballauf</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/menschen/'>Menschen</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/mitarbeiter/'>Mitarbeiter</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ordnung/'>Ordnung</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-871/'>Tatort 871</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-koln/'>Tatort Köln</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-trautes-heim/'>Tatort Trautes Heim</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6931&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">2013-04-22 Tatort 871 Trautes Heim bw</media:title>
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		<title>Wer das Schweigen bricht &#8211; Tatort 870 / TatortAnthologie 225</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 20:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Filmwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) ARD / HR, Bettina Müller Mädchengemüse Nach einer wahren Begebenheit liest sich immer gut. Und dann sind da gleich zu Beginn diese Spannung aufbauenden Gegenschnitte. Stille. Gefängnismauern. Stacheldraht. Vögel kreisen über dem Gelände, in Freiheit. Steier in Bewegung, auf der Fahrt zum Tatort. Alles schmilzt zu einer Einheit zusammen, als er eintrifft. Großartig [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6922&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) <a class="zem_slink" title="ARD (broadcaster)" href="http://www.ard.de/" target="_blank" rel="homepage">ARD</a> / HR, Bettina Müller</pre>
<h3><b>Mädchengemüse</b></h3>
<p>Nach einer wahren Begebenheit liest sich immer gut. Und dann sind da gleich zu Beginn diese Spannung aufbauenden Gegenschnitte.</p>
<p>Stille. Gefängnismauern. Stacheldraht. Vögel kreisen über dem Gelände, in Freiheit. Steier in Bewegung, auf der Fahrt zum <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>. Alles schmilzt zu einer Einheit zusammen, als er eintrifft. Großartig gemacht.</p>
<p>Steier wirkt kraftvoll. Konzentriert. Explodiert. Schreit <a class="zem_slink" title="Juba Valley Alliance" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Juba_Valley_Alliance" target="_blank" rel="wikipedia">JVA</a>-Beamte an. Conny Mey mit sanfter Stimme, aber beinahe im Stechschritt. Alles wirkt innerlich aufgeladen.</p>
<p>Doch dann passiert es. An einer vollkommen unpassenden Stelle wird ihr Abschied so sehr auszelebriert, dass die ganze Dramaturgie ins Schlingern gerät. Der Fall wird dann eher hastig zu Ende gebracht. Zwei unrealistische Szenen – wie jemand aus dem dritten Stock eines Krankenhauses springt und dann mit dem Krankenwagen wegfährt, auf den er fällt. Und die Schussszene noch später. Das SEK war leider beschäftigt, also mussten Steier und Mey alleine ran, um eine Geisel zu befreien. Da sind die beiden noch einmal miteinander durch dick und doof gegangen und man kann froh sein, dass sich Pech und Unglück nicht in einer Katastrophe verwirklicht haben.</p>
<p>Das alles stand sicher so nicht in der Vorlage des Fall-Analytikers Axel Petermann, der in Frankfurt für wirklich sehr, sehr gute Themen sorgt.</p>
<p>So ungeheuer stark die persönlichen Szenen gespielt sind, so toll die Gefängniswelt inszeniert wird, so sehr man sich wünscht, Steier und Mey würden zusammen weitermachen und man emotional davon berührt ist, dass es nicht so sein wird – dieser Tatort hat uns enttäuscht.</p>
<p>Weil er gegen Ende so stark nachlässt und ein so kriminell gut aufgebautes Spannungefüge nach spätestens der Hälfe des Tatortes fraglich wird und dann zusammenbricht. Es hätte ein großer Abschiedsfall werden können. Die Gene waren vorhanden. Doch nicht immer wird aus einer guten Veranlagung, einem großen Talent auch ein Star, ein Nationalspieler, ein Tatort der Sonderklasse.</p>
<p>Aber dann gibt es Blumen zum Abschied, sie bleiben liegen in einem leeren Versammlungsraum im Morddezernat zu <a class="zem_slink" title="Frankfurt" href="http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=stadtfrankfurt_eval01.c.317693.en&amp;template=hp_flash" target="_blank" rel="homepage">Frankfurt am Main</a>. Mädchengemüse. <a class="zem_slink" title="Eine Chance/Zu Gangsta" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Eine_Chance/Zu_Gangsta" target="_blank" rel="wikipedia">Eine Chance</a> vertan und das steigert die Wehmut über den zu frühen Abschied von Conny Mey. Viel Glück an der Polizeischule. Wir sind eher der Ansicht von Steier aus der Szene, in welcher er von dieser Art Veränderungsabsicht seiner Kollegin erfährt: Noch nie hat sie so große Scheiße geredet.</p>
<p>Einmal, nur einmal, finden wir sie nicht glaubwürdig. Denn wir wissen ja, dass sie nicht an die Polizeischule und nach Kiel wechseln wird, wo sie vielleicht Borowski treffen könnte. Sondern dass sie keinen Bock mehr auf Tatort hat. Dabei ist ihre <a class="zem_slink" title="Rolle" href="http://maps.google.com/maps?ll=46.45,6.33333333333&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=46.45,6.33333333333 (Rolle)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Rolle</a> im fünften Einsatz so wenig erotisch, dafür aber konzentriert copmäßig, vielleicht so, wie sie sie selbst gerne gespielt hat. Eine Art Abschiedsgeschenk des Senders. Manchmal wirkt ihr energischer Gang etwas roboterhaft.</p>
<p><b><a title="List of opera genres" href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_opera_genres" target="_blank">Handlung</a>, Besetzung</b></p>
<p>Der fünfte Fall von Conny Mey und Frank Steier führt die beiden Frankfurter Ermittler in die hermetische Welt eines Jugendgefängnisses. Beim morgendlichen Aufschluss wird der 19-Jährige Mustafa Zeydan tot aufgefunden. Er wurde gefoltert – acht Zehennägel sind ihm gezogen worden.</p>
<p>Frank Steier und Conny Mey können den Tathergang zwar ermitteln, doch wie kam der Mörder nach dem Schließen der Zellen hinein und wie kam er wieder raus? Ein weiterer Insasse, Erhan Karabay, hat überlebt, auch ihm wurden die Zehennägel entfernt.</p>
<p>Erschwert wird die Ermittlungsarbeit durch das beharrliche Schweigen der übrigen jugendlichen Gefangenen. Von der Sozialarbeiterin Katharina Enders erfahren Mey und Steier, dass es am Abend vor dem Einschluss eine massive Auseinandersetzung zwischen dem Gefangenen Jürgen Schuch und dem Justizpersonal gab. Er sitzt seitdem im “besonders gesicherten Haftraum”.</p>
<p>Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Jürgen und den beiden Opfern? Und was haben die Schließer mit der Sache zu tun? Bei der Befragung Erhans durch Conny Mey und Frank Steier auf der Krankenstation, schweigt dieser zum Tathergang, doch flüstert er Conny zu, dass seine Frau und die kleine Tochter in Gefahr sind. Tatsächlich stellt sich wenig später heraus, dass die beiden verschwunden sind. Nun beginnt für Mey und Steier ein Wettlauf mit der Zeit.</p>
<p><i>Lars Kraume schrieb das Drehbuch für den fünften und letzten gemeinsamen Fall mit dem Kommissarteam Conny Mey und Frank Steier alias Nina Kunzendorf und <a class="zem_slink" title="Joachim Król" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joachim_Kr%C3%B3l" target="_blank" rel="wikipedia">Joachim Król</a>. Die Geschichte basiert wieder auf einer authentischen Begebenheit des Kriminalkommissars und Fall-Analytikers Axel Petermann. </i></p>
<p><b>Besetzung<br />
</b></p>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td colspan="2"></td>
</tr>
<tr>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
<td>
<p align="center"><b> </b></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td>Frank Steier</td>
<td>Joachim Krol</td>
</tr>
<tr>
<td>Conny Mey</td>
<td>Nina Kunzendorf</td>
</tr>
<tr>
<td>Walter Hillinger</td>
<td>Gerd Wameling</td>
</tr>
<tr>
<td>Katharina Enders</td>
<td>Nele Mueller-Stöfen</td>
</tr>
<tr>
<td>Kurt Krämer</td>
<td>Martin Reinke</td>
</tr>
<tr>
<td>Volker Gauss</td>
<td>Niels Bormann</td>
</tr>
<tr>
<td>Günter Völler</td>
<td>Jürgen Rißmann</td>
</tr>
<tr>
<td>Frau Dr. Beckmann</td>
<td>Beata Lehmann</td>
</tr>
<tr>
<td>Erhan Karabey</td>
<td>Tamer Arslan</td>
</tr>
<tr>
<td>Mustafa Zeydan</td>
<td>Atheer Adel</td>
</tr>
<tr>
<td>Murat</td>
<td>Hassan Akkouch</td>
</tr>
<tr>
<td>Herr Karabey</td>
<td>Mohammad-Ali Behboudi</td>
</tr>
<tr>
<td>Edgar</td>
<td>Vilmar Bieri</td>
</tr>
<tr>
<td>Frau Borsig</td>
<td>Heidemarie Brüny</td>
</tr>
<tr>
<td>Rainer Vaske</td>
<td>Sylvester Groth</td>
</tr>
<tr>
<td>Krankenschwester</td>
<td>Dina Maureen Hellwig</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(<a class="zem_slink" title="List of opera genres" href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_opera_genres" target="_blank" rel="wikipedia">Handlung</a>, Besetzung: <a class="zem_slink" title="Das Erste" href="http://www.daserste.de/" target="_blank" rel="homepage">DAS ERSTE</a>)</p>
<p><strong>Rezension</strong></p>
<p>Nachdem Steier im Gefängnis eingetroffen ist, trifft er auf einen störrischen norddeutschen Oberaufseher und einen etwas zu weich gezeichneten Gefängnisdirektor. Dazu auf eine Psychologin, die nach acht Jahren noch nicht den Glauben verloren hat. Dann auf einen Aufseher, der schon zwanzig Jahre dabei ist. Vier  bewusst einseitig ausgelegte und vor allem im Zusammenspiel mit Steier wirksame Figuren.</p>
<p>Schließlich die Jungs. Die Türken, die Russen, die wenigen Deutschen. Die <a class="zem_slink" title="Parallel society" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Parallel_society" target="_blank" rel="wikipedia">Parallelgesellschaft</a> im abgeschotteten Raum, die sich wiederum in verschiedene Milieus und Gesellschaften separiert. Alles wunderbar gemacht – und verpufft am Ende. Die mögliche Involvierung der Justizbeamten wird nicht auserzählt, sie finden im letzten Drittel keinerlei Gehör seitens des Drehbuchs. Die wunderbar eingeführten Figuren haben in einer recht banalen Auflösung keinen Platz. Sie sind anfangs viel zu präsent für diesen Verlauf. Da ist wieder einmal ein Mangel an inhaltlicher Geschlossenheit, den wir zu beklagen haben.</p>
<p>Es ist schön, dass man den Abschied von Conny Mey nicht als banale Tatsache erwähnt hat, sondern emotional darauf eingeht, und man bekommt vor Augen geführt, was alles noch hätte sein können, mit ihr und dem Kollegen Frank. Aber der Fall gerät dadurch in den Hintergrund. Haben die Macher das nicht gemerkt? Natürlich, es sind nur 10 Spielminuten, die hier vergeben werden, aber sie liegen mehrheitlich genau dort, wo ein richtig guter Krimi seine Klimax hat, seinen dramatischen Höhepunkt. Alles, was nach der etwas seltsamen Szene im Maintower kommt, wirkt angehängt. Man hat Mühe, den Krimifaden mental wieder aufzunehmen.</p>
<p>Wenn man schon einen Fall mit realkriminalistischer Grundlage an die realen Gegebenheiten im Leben der Figurendarsteller anpasst, dann doch bitte so, dass er dadurch nicht zerrissen wird. So, dass der Eintritt von Steier und Mey in eine solche Welt wie den Jugendknast nicht in einem schönen, aber sachfremden Nachtpanorama der Mainmetropole zerfließt.</p>
<p>Da spielen sie nach einigen Minuten wieder ihr Täter-Opfer-Spiel, Steier und Mey. In der Zelle des Mordopfers. Ein Ritual, mittlerweile. Am Ende des Films eines, das man höchsten mit einer subtextlichen Bedeutung unterlegen kann. Er weiß noch gar nicht, dass er das Opfer ihrer Wechselabsichten sein wird und wieder zur Flasche greifen muss. Eine neue Kollegin wird kommen und ihn vielleicht endgültig kurieren.</p>
<p>Da kreist die Kamera während der Befragung des Aufsehers um die Personen, Hell-Dunkel-Kontraste werden wunderbar inszeniert, es wirkt ein wenig wie bei Hitchcock. Ist es eine Liebeszene, ein Verneigen vor den beiden Frankfurt-Cops mit dem großen Talent? Ist es nur eine formale Spielerei? Wer ist im Spiel und wer ist draußen? Sehr viel filmischer Aufwand, ein mit Macht auf den Stapel geschobener Handlungsstrang, der im Verlauf absäuft, ohne einen Hafen erreicht zu haben. Die geheimnisvolle, bedrohliche Welt der JVA-Menschen wirkt später wie ein wichtiges Versprechen, das nicht eingehalten wird.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Leser eines Romans und die Zuschauer eines Films, sie haben dieses Versprechen im Kopf oder im Bauch. Wenn man ein wenig geschult ist, behält man es im Kopf, wenn nicht, gibt es aber ein Bauchgefühl für den Vertrag zwischen denen, die einen Film inszeniert und denjenigen, die sich von ihm überzeugen lassen wollen.</p>
<p>Ganz starke Einzelszenen, wie sie für Frankfurter Tatorte schon lange üblich sind, stehen einer inkonsequenten Konzeption gegenüber. Alle Rollen sind gut gespielt, aber man hat wieder vergessen, dass wir, die Tatort-Fans, ein Gefühl für Geschlossenheit haben und wissen, wann wir gut durch einen Fall hindurch geführt werden. Wir hätten lieber das amerikanische Ende einer großen Tatortstory verkündet, aber die Wahrheit ist &#8211; es gibt keine Steigerung gegenüber dem vierten Fall von Steier und Mey, &#8220;Im Namen des Vaters&#8221;, es gibt nicht das ganz große und unvergessliche Finale.</p>
<p>Wir bleiben, anders als Conny / Nina, dem Frankfurter Tatort treu und schließen ein wichtiges Kapitel in der Geschichte unserer Rezensionen für den Wahlberliner: Die beiden sind das erste Team, dessen Beginn und Teil-Ende wir ausschließlich anhand von Premieren bzw. Erstausstrahlungen beschrieben haben. Noch gibt es keine Information darüber, wer Connys Nachfolgerin wird (wir gehen von einer Frau aus). Vielleicht ist sie schon gefunden, auch wenn wir uns diese Auswahl als sehr schwierig vorstellen.  Wir hoffen, dass das Versprechen, dass Steier / Mey uns gegeben haben, nun von Steier und der Neuen eingelöst werden wird  – das auf große Tatortkunst und eine adäquate Nachfolge für das 2010 abgelöste Duo Sänger / Dellwo.</p>
<p>Nachtrag 15.04.2013: Eine Leserin hat uns darauf hingewiesen, dass Margarita Broich offenbar in Conny die Fußstapfen treten wird, die Conny Meys energischer Gang hinterlässt. Wir wünschen der &#8220;Neuen&#8221; viel Glück!</p>
<p><b>Wir werten „Wer das Schweigen bricht“ mit 7,0/10. </b></p>
<p>sWB/AP/13-04-15 Nachtrag, SÜ<br />
dWb/AP/13-04-14</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/conny-mey/'>Conny Mey</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/drogenhandel-im-gefangnis/'>Drogenhandel im Gefängnis</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/frank-steier/'>Frank Steier</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/frankfurt/'>Frankfurt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/frankfurt-am-main/'>Frankfurt am Main</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/joachim-krol/'>Joachim Król</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/jugendknast/'>Jugendknast</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/jva/'>JVA</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/list-of-opera-genres/'>List of opera genres</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/maintower/'>Maintower</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/madchengemuse/'>Mädchengemüse</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/nina-kunzendorf/'>Nina Kunzendorf</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/raum/'>Raum</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/rolle/'>Rolle</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/steier/'>Steier</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-870/'>Tatort 870</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-frankfurt/'>Tatort Frankfurt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-wer-das-schweigen-bricht/'>Tatort Wer das Schweigen bricht</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/vollzugsbeamter/'>Vollzugsbeamter</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6922&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wer das Schweigen bricht &#8211; Tatort 870 / Vorschau ARD 14.04.2013, 20:15 Uhr</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 11:17:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) ARD / HR, Bettina Müller Die Rezension gibt es jetzt hinter diesem Link! Der Letzte &#8211; und der Beste von fünf guten? Nach den vielen Teampremieren der letzten Zeit kann man schon ein Fazit ziehen, obwohl z. B. Falke in Hamburg (Wotan Wilke Möhring) noch aussteht. Wir freuen uns nicht darüber, dass die [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6913&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) ARD / HR, Bettina Müller

<a title="Wer das Schweigen bricht – Tatort 870 / TatortAnthologie 225" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/04/14/wer-das-schweigen-bricht-tatort-870-tatortanthologie-225/">Die Rezension gibt es jetzt hinter diesem Link!</a></pre>
<h3>Der Letzte &#8211; und der Beste von fünf guten?</h3>
<p>Nach den vielen Teampremieren der letzten Zeit kann man schon ein Fazit ziehen, obwohl z. B. Falke in <a class="zem_slink" title="Hamburg" href="http://maps.google.com/maps?ll=53.5652777778,10.0013888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=53.5652777778,10.0013888889 (Hamburg)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Hamburg</a> (<a class="zem_slink" title="Wotan Wilke Möhring" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/wotan_wilke_mohring" target="_blank" rel="rottentomatoes">Wotan Wilke Möhring</a>) noch aussteht. Wir freuen uns nicht darüber, dass die letzten Neuauftritte ziemlich in die Hose gingen oder Zweifel zurücklassen.</p>
<p>Aber dass Frank Steier und Conny Mey (Jochaim Król und Nina Kunzendorf) mit ihrer hohen Veranlagung in diesem Umfeld noch mehr herausstechen, als wir vor ein paar Monaten vermuten konnten, das ist &#8211; besonders schade.</p>
<p>Nämlich deshalb, weil Kunzendorf nach ihrem heutigen fünften <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a> aussteigen wird. Darin wird ihr Abgang behandelt, weil der Film nach ihrem Aussteige-Entschluss gedreht wurde. Wir sind natürlich gespannt, wer sie adäquat ersetzen soll, aber wir meinen auch, sie hätte sich <a class="zem_slink" title="Die Zeit" href="http://www.zeit.de" target="_blank" rel="homepage">die Zeit</a> nehmen sollen, mehr auf ihre Rolle einzuwirken, falls sie mit deren leicht sexistischer Ausgestaltung nicht einverstanden war. Oder wäre das nicht möglich gewesen? Die Gründe sind natürlich leicht spekulativ, aber niemand geht nach einer kurzen und so erfolgreichen Zeit nur, weil er sich bezüglich des Zeitbudgets für verschiedene Projekte verkalkuliert hat. <a class="zem_slink" title="Joachim Król" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Joachim_Kr%C3%B3l" target="_blank" rel="wikipedia">Joachim Król</a> gehört gewiss zu den gefragtesten Schauspielern Deutschlands und kann zwei Tatorte im Jahr stemmen. Wir haben schon beim Abgang von Cenk Batu (<a class="zem_slink" title="Mehmet Kurtuluş" href="http://mehmetkurtulus.com/" target="_blank" rel="homepage">Mehmet Kurtulus</a>) in Hamburg nicht an die damals ähnliche Begründung geglaubt.</p>
<p>In Frankfurt bzw. beim Hessischne Rundfunk haben sie zudem mit dem Vorgänger-Duo Sänger / Dellwo (<a class="zem_slink" title="Andrea Sawatzki" href="http://www.andrea-sawatzki.de/" target="_blank" rel="homepage">Andrea Sawatzki</a>, <a class="zem_slink" title="Jörg Schüttauf" href="http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Sch%C3%BCttauf" target="_blank" rel="wikipedia">Jörg Schüttauf</a>) bewiesen, dass sie ein Team entwickeln und die Figurengestaltung mit Dynamik versehen konnten. Dabei sind immer wieder anspruchsvolle, sehr interessante und progressive Tatortfilme entstanden und es gab eine zusätzliche Spannung dadurch, dass man die Charaktere der beiden Hauptdarsteller nicht komplett statisch angelegt hat, sondern ihnen Raum für neue Lebensumstände und Erkenntnisse gab.</p>
<p>Ganz so weit wie das Ex-Team um die Kommissarinnen-Elfe und den Existenzialisten-Vinylfreak sind Steier und Mey noch nicht &#8211; wenn man von Spitzentatorten spricht. Aber sie haben das Zeug zu Topleistungen, das haben sie zuletzt vor dreieinhalb Monaten bewiesen (&#8220;Im Namen des Vaters&#8221;), und nichts wäre uns lieber, heute Abend endlich, endlich mal wieder eine richtig gute Bewertung für eine Tatortpremiere vergeben zu können. Die letzten überzeugenden Folgen haben &#8211; sic! &#8211; die Frankfurter kurz vor dem Jahreswechsel geliefert, dann die Berliner und die Münchener, und dann kam eine Phase, in der man sich zuweilen &#8220;quo vadis, Tatort&#8221; fragen durfte. Altbekannte Teams schwächeln oder gehen im Trott, dieganz neuen haben noch was vor sich, bis sie ernst genommen werden &#8211; falls dies überhaupt beabsichtigt ist.</p>
<p>Bereits im Jahreswechsel-Tatort &#8220;Im Namen des Vaters&#8221; hat dasselbe Team den Tatort &#8220;gemacht&#8221; wie bei &#8220;Wer das Schweigen bricht&#8221;. Was dabei herauskam, hatte bereits eine sehr gute Qualität. Werden sie&#8217;s heute toppen und damit in die Tatort-Annalen trotz nur fünf Filmen als ein Topteam eingehen? Wir wünschen es ihnen und auch uns als Zuschauern.</p>
<p>Steier / Mey sind <a class="zem_slink" title="Das Erste" href="http://www.daserste.de/" target="_blank" rel="homepage">das erste</a> Duo gewesen, das wir seit deren erstem Tatort rezensorisch begleitet haben &#8211; bei den Premieren, nicht nachträglich &#8211; weil wir beinahe gleichzeitig mit deren Einstieg begonnen haben, für den Wahlberliner über diese Serie zu schreiben. Daher gibt es unser Geschriebenes zu allen drei bisherigen Filmen der beiden nachzulesen:</p>
<p><a href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2011/05/08/1536/">Eine bessere Welt (TatortAnthologie 16</a></p>
<p><a href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2011/11/20/der-tote-im-nachtzug-tatort-817-tatortanthologie-108/">Der Tote im Nachtzug (TatortAnthologie 108)</a></p>
<p><a href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/04/22/es-ist-bose-tatort-836-tatortanthologie-152/">Es ist böse (TatortAnthologie 158)</a></p>
<p><a href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/12/26/im-namen-des-vaters-tatort-855-tatortanthologie-203/">Im Namen des Vaters (TatortAnthologie 203)</a></p>
<h3><strong><a class="zem_slink" title="List of opera genres" href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_opera_genres" target="_blank" rel="wikipedia">Handlung</a>, Stab, Besetzung</strong></h3>
<p>Der fünfte Fall von Conny Mey und Frank Steier führt die beiden Frankfurter Ermittler in die hermetische Welt eines Jugendgefängnisses. Beim morgendlichen Aufschluss wird der 19-Jährige Mustafa Zeydan tot aufgefunden. Er wurde gefoltert – acht Zehennägel sind ihm gezogen worden.</p>
<p>Frank Steier und Conny Mey können den Tathergang zwar ermitteln, doch wie kam der Mörder nach dem Schließen der Zellen hinein und wie kam er wieder raus? Ein weiterer Insasse, Erhan Karabay, hat überlebt, auch ihm wurden die Zehennägel entfernt.</p>
<p>Erschwert wird die Ermittlungsarbeit durch das beharrliche Schweigen der übrigen jugendlichen Gefangenen. Von der Sozialarbeiterin Katharina Enders erfahren Mey und Steier, dass es am Abend vor dem Einschluss eine massive Auseinandersetzung zwischen dem Gefangenen Jürgen Schuch und dem Justizpersonal gab. Er sitzt seitdem im &#8220;besonders gesicherten Haftraum&#8221;.</p>
<p>Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Jürgen und den beiden Opfern? Und was haben die Schließer mit der Sache zu tun? Bei der Befragung Erhans durch Conny Mey und Frank Steier auf der Krankenstation, schweigt dieser zum Tathergang, doch flüstert er Conny zu, dass seine Frau und die kleine Tochter in Gefahr sind. Tatsächlich stellt sich wenig später heraus, dass die beiden verschwunden sind. Nun beginnt für Mey und Steier ein Wettlauf mit der Zeit.</p>
<p><em>Lars Kraume schrieb das Drehbuch für den fünften und letzten gemeinsamen Fall mit dem Kommissarteam Conny Mey und Frank Steier alias Nina Kunzendorf und Joachim Król. Die Geschichte basiert wieder auf einer authentischen Begebenheit des Kriminalkommissars und Fall-Analytikers Axel Petermann. </em></p>
<h2>Besetzung und Stab</h2>
<table>
<caption>Besetzung</caption>
<tbody>
<tr>
<th scope="row">Rolle</th>
<th scope="row">Darsteller</th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Frank Steier</td>
<td>Joachim Krol</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Conny Mey</td>
<td>Nina Kunzendorf</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Walter Hillinger</td>
<td>Gerd Wameling</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Katharina Enders</td>
<td>Nele Mueller-Stöfen</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Kurt Krämer</td>
<td>Martin Reinke</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Volker Gauss</td>
<td>Niels Bormann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Günter Völler</td>
<td>Jürgen Rißmann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Frau Dr. Beckmann</td>
<td>Beata Lehmann</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Erhan Karabey</td>
<td>Tamer Arslan</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Mustafa Zeydan</td>
<td>Atheer Adel</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Murat</td>
<td>Hassan Akkouch</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Herr Karabey</td>
<td>Mohammad-Ali Behboudi</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Edgar</td>
<td>Vilmar Bieri</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Frau Borsig</td>
<td>Heidemarie Brüny</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Rainer Vaske</td>
<td>Sylvester Groth</td>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Krankenschwester</td>
<td>Dina Maureen Hellwig</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(Handlung, Besetzung, Stab: DAS ERSTE)</p>
<p>dWB/AP/13-04-13</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/andrea-sawatzki/'>Andrea Sawatzki</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/conny-mey/'>Conny Mey</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/das-erste/'>DAS ERSTE</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/die-zeit/'>DIE ZEIT</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/frank-steier/'>Frank Steier</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/hamburg/'>Hamburg</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/joachim-krol/'>Joachim Król</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/jugendgefangnis/'>Jugendgefängnis</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/nina-kunzendorf/'>Nina Kunzendorf</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-870/'>Tatort 870</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-frankfurt/'>Tatort Frankfurt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-wer-das-schweigen-bricht/'>Tatort Wer das Schweigen bricht</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/vater/'>Vater</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/zeit/'>Zeit</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6913&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Brav, Dortmund! Go, Bayern!</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 21:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
				<category><![CDATA[6. Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Champions Leagure 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Viertelfinale CL 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[Feature: Fußballkommentar &#8211; Nr. 1 Alles dreht sich. Wir hatten schon einen netten Text im Kopf. Wie Dortmund sich doch gegenüber dem letzten Jahr in der Champions League verbessert hat. Wie die Nervosität, die in der Saison 2011/12 schon in der Gruppenphase dafür sorgte, dass die Schwarzgelben nicht viel rissen, wie diese Nervosität einer Mannschaft [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6907&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Feature: Fußballkommentar &#8211; Nr. 1</p>
<h3>Alles dreht sich.</h3>
<p>Wir hatten schon einen netten Text im Kopf. Wie <a class="zem_slink" title="Dortmund" href="http://www.dortmund.de/en/" target="_blank" rel="homepage">Dortmund</a> sich doch gegenüber dem letzten Jahr in der Champions League verbessert hat. Wie die Nervosität, die in der Saison 2011/12 schon in der Gruppenphase dafür sorgte, dass <a class="zem_slink" title="Borussia Dortmund" href="http://www.bvb.de/" target="_blank" rel="homepage">die Schwarzgelben</a> nicht viel rissen, wie diese Nervosität einer <a class="zem_slink" title="Germany national football team" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Germany_national_football_team" target="_blank" rel="wikipedia">Mannschaft</a> mit großer Veranlagung, aber doch noch etwas Erfahrungsmangel, sie jetzt doch ereilt hat &#8211; und das erst im Viertelfinale!</p>
<p>Dann die letzten Minuten. Die Nachspielzeit. Dortmund dreht das Ding gegen den <a class="zem_slink" title="Málaga CF" href="http://www.malagacf.com" target="_blank" rel="homepage">Málaga CF</a> innerhalb weniger Sekunden. Ein Tor war echt ziemlich Abseits, aber gerade das gehört  zur Legende von einer Mannschaft, die ganz undeutsch aus einem Spiel herauskommt. Wenn es wirklich so wäre, würden wir von Bayerndusel sprechen, wie viele Fans, die das nicht ganz so reflektiert sehen. In Wirklichkeit hat nämlich Bayern in den letzten Jahren eine Serie von höchst unglücklich verlorenen Spielen hingelegt, obwohl sie die bessere Mannschaft waren. Den Ärger darüber haben sie in geballten Vorwärtsdrang umgesetzt, in der Saison 2012/13.</p>
<p>Im Vergleich Dortmund-Málaga, über zwei Spiele, ist es knapp okay, dass Dortmund weiterkommt, wenn man Gerechtigkeitsmaßstäbe anlegt, die nicht nur im Fußball immer ein wenig abstrakt wirken. Dass sie auch mal Dusel haben, ist schön. Für eine Sekunde war da ein Gedankenblitz: Es war so gewollt. Natürlich mussten die Dortmunder das Abseitstor selbst schießen, aber es ist doch einfach so schön für die UEFA. Im Halbfinale zwei deutsche und zwei spanische Mannschaften. Vermutlich. Wenn die Bayern es morgen wieder ähnlich gut machen wie im Hinspiel gegen Turin.</p>
<p>So gut müssen sie übrigens gar nicht, sie dürfen auch knapp verlieren. Etwa in der Art, wie Real Madrid es heute in <a class="zem_slink" title="Historic Areas of Istanbul" href="http://whc.unesco.org/en/list/356" target="_blank" rel="unesco">Istanbul,</a> bei Galatasaray, vorgemacht hat. Man muss nicht immer gewinnen. Man muss weiterkommen. Das hat Dortmund heute getan. Gegen alle Flaggen, die nach 90 Minuten auf Halbmast gesetzt waren.</p>
<p>Wenn man es längerfristig betrachtet &#8211; hätten sie verloren, hätten die Zweifel wieder beginne dürfen. Hätte Dortmund gegen wirtschaftlich stärkere Vereine seine Topspieler halten können? Wie oft ist ein Trainer wie <a class="zem_slink" title="Jürgen Klopp" href="http://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Klopp" target="_blank" rel="wikipedia">Jürgen Klopp in der Lage, </a>neue Mannschaften aus Abgänger-Lücken heraus zu formen, ohne, wie Trainerkollege Schaaf in Bremen, irgendwann ausgebrannt zu sein? Gerade das Beispiel Bremen zeigt, was passieren kann, wenn man es nicht schafft, gute Fußballer in den Reihen zu bewahren. Im Grunde war dieser Gedanke aber schon ein Schlenker. Denn Dortmund selbst war 2005 so pleite und ausgepowert, dass man froh war, gegen Bayern 0:5 verlieren zu dürfen. Weil man froh war, dass man überhaupt noch am Spielbetrieb teilnehmen durfte.</p>
<p>Dortmund hat in dieser Saison alles richtig gemacht. Das mag erstaunlich klingen, angesichts der Tatsache, dass man gerade 20 Punkte hinter Bayern hertrabt und diese schon die Meisterschaft in der Tasche haben &#8211; so früh wie niemals ein anderes Team zuvor in 50 Jahren Bundesliga. Da kommt eine gewisse Langeweile auf. Oder? Dem BVB war&#8217;s dieses Mal wurscht. Klopp ist ein Stratege, man merkt ihm das aufgrund seiner emotionalen Art, die ans Mackenmäßige grenzt, nicht so an. Watzke, sein Chef, offenbar auch, denn er muss den Kurs mitgetragen haben, dass man sich auf die CL konzentriert, angesichts des Eingeständnisses, dass das Potenzial noch nicht da ist, um die Liga und einen internationalen Wettbewerb von vorne gestalten zu können. Und genau das war nach unserer Meinung richtig, zumindest kann  man das nach dem Halbfinaleinzug sagen. Denn die Champions League spült richtig Geld in die Kasse und das braucht Dortmund. Nicht, um mit Bayern finanziell gleichziehen zu können. Das dauert selbst dann, wenn man ganz, ganz konsequent arbeitet, Jahrzehnte. Sondern, um sich als zweite oder dritte Kraft in Deutschland langfristig etablieren zu können &#8211; und damit wieder in die Gelegenheit zu kommen, international in der Königsklasse Tantiemen einfahren zu dürfen.</p>
<p>1997, als Dortmund mit Otmar Hitzfeld als Trainer die Champions League gewann, war die Rechnung so: Der teure Kader bringt den <a class="zem_slink" title="Success (film)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Success_%28film%29" target="_blank" rel="wikipedia">Erfolg</a>, der Erfolg bringt das Geld und damit kann der Kader gehalten werden und der bringt wiede Erfolg. Leider ging die Rechnung nicht auf und das typische Auf und Ab deutscher Mannschaften folgte für Jahre. Dieses Auf und Ab, dem sich im Wesentlichen nur der FC Bayern <a class="zem_slink" title="Munich" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Munich" target="_blank" rel="wikipedia">München</a> fernhält. Dort hat man seit langem so gerechnet: Der Erfolg muss aus den aktuellen Möglichkeiten generiert werden und bringt dann das Geld, die Möglichkeiten zu erweitern. So wird auch in der Realität der Wirtschaft ein Schuh daraus.</p>
<p>Natürlich ist Dortmund mehr eine Mannschaft fürs die Emotionen und fürs nach Basiserfahrungen lechzende Unterbewusstsein &#8211; obwohl die Bayern im Moment wirklich smooth wirken. Heynckes und den meisten Spielern kann man keine Arroganz alter Schule nachsagen und der neue Sportdirektor Sammer ist so vom Ehrgeiz beseelt, dass seine Ansprüche immer etwas zutiefst Menschliches ausstrahlen. Da ist so ein beinahe kindlicher Wunsch nach der absoluten Perfektion, die niemals erreichbar ist, nach Warnung vor jeder und jeder Herausforderung in Form des nächsten Spiels &#8211; und das ist bei ihm keine Floskel im Sinn der allgemeinen Sportlichkeit. Das ist echter Jammer über jeden Ansatz von Überdrüber-Denken zu erspüren.</p>
<p>Der BVB, bei dem Sammer als Spieler schöne, als Trainer seinen eigenen Ansprüchen kaum genügende Jahre verbrachte, ist trotzdem etwas für Herzchen und Imageprofile verändert sich nur langsam. Die Spieler, das Stadion, die gewaltige Fankulisse, dieses echt Ruhrpottsche und somit Urmenschliche &#8211; alles grandioses Identifikationspotenzial. Aber 80.000 Zuschauer in Dortmund bringen kaum mehr Geld in die Kasse als 100 Firmenlogen in der Münchener <a class="zem_slink" title="Allianz Arena" href="http://maps.google.com/maps?ll=48.218775,11.6247527778&amp;spn=0.01,0.01&amp;q=48.218775,11.6247527778 (Allianz%20Arena)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Allianz-Arena</a>. Die Bayern haben einen klaren Standortvorteil, weil Bayern und Bayern München tatsächlich über viele Jahrzehnte das Gleiche getan haben. Sich nach vorne gearbeitet. Nicht immer mit feinen Mitteln, auch das ist zu erwähnen. Aber sie sind so clever, dass das eine oder andere schlimme Aus in letzter Minute in wichtigen Spielen wie eine Art höhere Gerechtigkeit wirkt &#8211; zumindest für all jene, die keine Bayernfans sind, und das ist die überwiegende Mehrzahl der Fußballanhänger in Deutschland.</p>
<p>Aber seriös sind sie doch. Wie kaum ein anderer Fußballverein in Europa. Nur sie schaffen es, ohne Investoren aus Rohstoffländern oder große Industriefirmen im Rücken oder ohne einen vergleichsweise lockeren Umgang mit dem Geld ganz vorne dabei zu sein. Vom Financial Fair Play werden sie profitieren wie sonst niemand im Business mit dem runden Ball.</p>
<p>Und sie bringen immer wieder diese Punkte in der UEFA-Fünfjahreswertung mit in die Liga, die dafür sorgen, dass andere deutsche Mannschaften auch CL spielen dürfen. Auch deshalb ist es richtig, dass Dortmund nunmehr ernsthaft ins internationale Geschäft einsteigen will und sich damit seine künftige Teilnahme selbt erarbeitet. So könnte die Bundesliga langfristig tatsächlich vorankommen. Indem es mal mehr als nur eine Mannschaft gibt, die Spieler halten kann, die auch in echt großen Vereinen unterkommen könnten und die immer CL spielen wollen. Im Moment ist die vielgerühmte Ausgeglichenheit der Bundesliga, die von deutschen Funktionären immer als Beleg für Stärke hergenommen wurde, dahin. Gut so. Denn diese Ansicht war falsch. Geballtes Mittelmaß ist keine Stärke. Und besser, die Wahrheit über den oberen Mittelstand des deutschen Fußballs zeigt sich so deutlich wie dieses Jahr in der Europa League, als dass immer so ein Geschlossenheitsfeeling vermittelt wird, das leider eine Lüge transportiert. Wirklichkeit ist Deutschlands Eliteliga eine Mehrklassengesellschaft, wie in anderen Ländern auch.</p>
<p>Da gibt es die Bayern, die sind das, was in anderen Ländern gleich mehrere Mannschaften symbolisieren: dauerhafte Spitze. Da gibt es einige Mannschaften, hinter denen starke Firmen oder Einzelsponsoren mit starken Firmen stehen. Die stecken genug Geld in ihre Sporttöchter, dass diese in der Liga gut besehen können. Oder könnten, wenn nicht eine gewisse Misswirtschaft vorläge, die keine gute Kampagne für das betreffende Unternehmen darstellt. Der Rest ist instabil. Das liegt auch daran, dass Deutschlands Hauptstadt, in der wir leben, keinen einzigen Topclub vorweisen kann. Dass das große Fanpotenzial nicht von einem fähigen Funktionärsteam zur strategischen Weiterentwicklung genutzt wird. Wir schreiben das bisher der besonderen, sehr wirren Geschichte Berlins zu, aber langsam muss mal Schluss sein mit den Ausreden. Ein weiterer Club nach München und &#8211; hoffentlich &#8211; Dortmund, der sich vorne festsetzen kann, muss langfristig aus Berlin kommen. Alles andere ist keine normale Liga-Situation, wenn man es mit anderen Ländern vergleicht. Wir wollen ja auch sonst ein zunehmend normales Land sein, also darf dies auch für den Fußball gelten und solange das nicht gilt, kann die Bundesliga nach heutigen Maßstäben nicht an der Premier League vorbeiziehen oder gar die spanische La Liga in der europäischen Topposition ablösen.</p>
<p>Dass über viele Jahre niemand in der Lage war, das Bayern-Modell zu kopieren, liegt auch daran, dass seit langer Zeit immer wieder starke Typen ins Bayern-Management aufgerückt sind, ehemalige Topspieler, die dem Verein echt verbunden sind und dessen Philosophie über die eigenen Ambitionen und Eitelkeiten stellen. <a class="zem_slink" title="FC Bayern Munich" href="http://maps.google.com/maps?ll=48.1018444444,11.5727777778&amp;spn=0.01,0.01&amp;q=48.1018444444,11.5727777778 (FC%20Bayern%20Munich)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">FC Hollywood</a> hin oder her, die Bayern stehen so sicher wie eine Bank. Nein, sie sind sicherer als die meisten Banken. Da gibt eine Professionalität, die andere Vereine nie erreicht haben, weil immer wieder menschliche Schwächen und der Druck des Umfeldes zu groß waren für eine vergleichbare Kontinuität. In München ist <a class="zem_slink" title="Die Presse" href="http://diepresse.com/" target="_blank" rel="homepage">die Presse</a> nicht zimperlich. Der <a class="zem_slink" title="FC Bayern Munich" href="http://maps.google.com/maps?ll=48.1018444444,11.5727777778&amp;spn=0.01,0.01&amp;q=48.1018444444,11.5727777778 (FC%20Bayern%20Munich)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">FC Bayern München</a> begeht unter Druck auch Irrtümer wie die Klinsmann-Verpflichtung oder die eine oder andere Entlassung, aber er bleibt dabei er selbst und wirkt nicht lächerlich, wenn er den Anspruch dokumentiert, jedes Jahr Meister werden zu wollen. Uns ging <a class="zem_slink" title="Uli Hoeneß" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Uli_Hoene%C3%9F" target="_blank" rel="wikipedia">Uli Hoeneß</a> auch schon ganz schön auf den  Zeiger, aber eine Momentaufnahme des deutschen Fußballs kommt nicht umhin, ihn als den besten Sportmanager und Vereinsführer des Landes zu sehen.</p>
<p>Es ist schön, dass es Dortmund gibt. Aber ohne die Bayern aus München wäre Deutschlands Fußball quasi führungslos. Und wer weiß, ob es ohne den Anreiz, sie mal toppen zu wollen, nicht längst im Fußball wäre wie in einigen anderen Sportarten &#8211; Deutschland macht nur noch mit, aber es reicht nicht mehr für Siege und für große Abende wie den heutigen.</p>
<p>Seit diesem Abend stellt die Bundesliga eine von vier besten Mannschaften des Jahres 2013 in Europa. Brav, Dortmund! Morgen könnten es zwei von vier sein. Go, Bayern!</p>
<p>dWB/AP/13-04-09</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/6-sport/'>6. Sport</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/bayern/'>Bayern</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/borussia-dortmund/'>Borussia Dortmund</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/champions-leagure-2013/'>Champions Leagure 2013</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/dortmund/'>Dortmund</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/dortmund-malaga-32/'>Dortmund : Málaga 3:2</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/fc-bayern-munich/'>FC Bayern Munich</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/istanbul/'>Istanbul</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/jurgen-klopp/'>Jürgen Klopp</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/munich/'>Munich</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/uli-hoenes/'>Uli Hoeneß</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/viertelfinale-cl-2013/'>Viertelfinale CL 2013</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6907&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Eine Handvoll Paradies &#8211; Tatort 869 / TatortAnthologie 224</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 20:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wolkenformation]]></category>

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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) ARD/SR, Manuela Meyer Unter Wolkenformationen, in einem anderen Land Das Dunkle am Himmelszelt, wir wissen es jetzt, war die Androhung eines Gewitters. Und das Gewitter wird Hagelkörner werfen, so groß, dass Stellbrink um sein Leben bangen muss. So, wie alle anderen, die an &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; beteiligt sind. Es gibt im Saarland solche [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6901&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) ARD/SR, Manuela Meyer</pre>
<h3>Unter Wolkenformationen, in einem anderen Land</h3>
<p>Das Dunkle am Himmelszelt, wir wissen es jetzt, war die Androhung eines Gewitters. Und das Gewitter wird Hagelkörner werfen, so groß, dass Stellbrink um sein Leben bangen muss. So, wie alle anderen, die an &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; beteiligt sind. Es gibt im Saarland solche Hagelgewitter. Und ein altes Schwimmbad. Wenn man recherchiert, erfährt man, es wurde im ehemaligen Saarbrücker Stadtbad gefilmt und an vielen anderen Locations, bei denen das Wort &#8220;ehemalig&#8221; sehr gut umschreibt, was gemeint ist.</p>
<p>Selten war ein Tatort so stilisiert wie dieser. Spontan fällt uns nur &#8220;Das Dorf&#8221; mit dem hessischen LKA-Ermittler Felix Murot (<a class="zem_slink" title="Ulrich Tukur" href="http://www.rottentomatoes.com/celebrity/ulrich_tukur" target="_blank" rel="rottentomatoes">Ulrich Tukur</a>) als Vergleich ein, auch wenn die Stilmittel als solche dort anders gewählt waren und der Surrealismus noch ein Stück weiter vorangetrieben wurde.</p>
<p>Was viele Feuilletonisten und, soweit wir es im Moment überblicken, Tatort-Fans ebenfalls, nicht würdigen, ist die formale Geschlossenheit dieses Films. Das ist ihr gutes Recht, denn hinter allem soll ja ein Krimi stehen, und wenn man &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; seiner formalen Extravaganz entkleidet, bleibt ein höchst konventioneller Handlungsaufbau, der im Wesentlichen Talking Heads anstatt echte Ermittlungsarbeit präsentiert. Das ist zu wenig für einen Tatort. Das ist viel zu wenig für einen guten Tatort.</p>
<p>Ist &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; denn wenigstens eine Satire? Aufs Rockermilieu? In der Tat, so kann man&#8217;s sehen. Man kann auf der Metaebene aber auch der Meinung sein, das gesamte Format wird durch den Kakao gezogen. Eine Art <a class="zem_slink" title="Bar form" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bar_form" target="_blank" rel="wikipedia">Abgesang</a> auf den klassischen deutschen Polizeifilm, weil nichts mehr realistisch oder auch nur real scheint. Weil vom Kommissar über die Staatsanwältin bis zu den Jungs auf den schweren Maschinen alles zu einer humorigen Variante von Dystopie zu gerinnen scheint, in der es keine normalen Menschen und Gefühle mehr gibt. Bis auf die Szenen zwischen Stellbrink und der Thai-Transvestitin Taya. Wir hatten aber gleich und ohne auf die Unterscheidung südostasiatischer Nationalitäten spezialisiert zu sein, den Eindruck, dass sie keine Thailänderin ist, sondern &#8211; so liest sich auch der Name der Darstellerin &#8211; Koreanerin. Da waren einige Momente, die zeigen, dass die Inszenierung von fähigen Menschen stammt. Wir könnten auch anders, wenn das Konzept ein anderes wäre, scheinen diese kurzen, lyrischen Einsprengsel sagen zu wollen.</p>
<h3>Handlung</h3>
<p>An einer <a class="zem_slink" title="Landstraße" href="http://maps.google.com/maps?ll=48.1963888889,16.3958333333&amp;spn=1.0,1.0&amp;q=48.1963888889,16.3958333333 (Landstra%C3%9Fe)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Landstraße</a> wird die Leiche von Rüdiger Sutor, genannt <a class="zem_slink" title="Rüde" href="http://en.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCde" target="_blank" rel="wikipedia">Rüde</a>, einem Mitglied der Rockergang &#8220;Dark Dogs&#8221;, gefunden. Doch schnell wird klar, Rüde ist nicht mit seiner <a class="zem_slink" title="Harley-Davidson" href="http://www.harley-davidson.com" target="_blank" rel="homepage">Harley Davidson</a> auf der Straße verunglückt. Es war Mord, Todesursache Genickbruch. Unmittelbar geraten die restlichen Gangmitglieder der &#8220;Dark Dogs&#8221; ins Visier der Ermittlungen. Doch auch eine verfeindete Rockergang kommt in Betracht, da in der Nacht des Mordes das Klubhaus der &#8220;Dark Dogs&#8221; von einem Unbekannten mit einer Uzi beschossen wurde.</p>
<p>Hauptkommissar Jens Stellbrink beißt bei seinen Ermittlungen auf Granit. Denn die Rocker sind gut organisiert und haben einen ausgezeichneten Anwalt. Ohnehin wird in den Rockerkreisen aus Prinzip nicht mit der Polizei kooperiert, denn das Milieu regelt seine Probleme unter sich. Es herrscht das ungeschriebene Gesetz der Omertà, der absoluten Verschwiegenheit. Das macht die Arbeit für Stellbrink keineswegs leichter. Da hilft es auch wenig, dass Stellbrinks Kollegin Lisa Marx mit einigen Insiderkenntnissen aufwarten kann. Stellbrinks lockere Art, in dieser Sache zu ermitteln, gefällt ihr gar nicht. Ihr ist bewusst, welche Gefahr von den Rockern ausgeht. Trotz allem finden ihre Warnungen bei Stellbrink kein Gehör, er gerät bei seinen Ermittlungen gefährlich nah an die Gang.</p>
<p>Dann mischt sich auch noch Staatsanwältin Nicole Dubois in die laufenden Ermittlungen ein. Denn die &#8220;Dark Dogs&#8221; sind aufgrund ihrer kriminellen Machenschaften und ihrer Verwicklungen im Drogengeschäft schon seit Jahren im Fokus gezielter Beobachtungen. Dass Dubois ihm dazwischenfunkt, ist Stellbrink ein Dorn im Auge. Ihm bleibt keine andere Wahl: Er muss den Fall noch mal ganz neu aufrollen.</p>
<h2>Stab und Besetzung</h2>
<table>
<caption> </caption>
<tbody>
<tr>
<td scope="row">Regie:</td>
<td>Hannu Salonen</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Buch:</td>
<td>Felice Götze</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Kamera:</td>
<td>Wolf Siegelmann</td>
</tr>
<tr>
<th scope="row"></th>
<th scope="row"></th>
</tr>
<tr>
<td scope="row">Musik:</td>
<td>Frank NimsgernHauptkommissar Jens Stellbrink gespielt von Devid Striesow<br />
Hauptkommissarin Lisa Marx gespielt von Elisabeth Brück<br />
Staastsanwältin Nicole Dubois gespielt von Sandra Steinbach<br />
Horst Jordan [Spurensicherung] gespielt von Hartmut Volle<br />
Taya gespielt von Young-Shin Kim<br />
Frank van Lieshaut [MUTTI] gespielt von Thomas Kautenburger<br />
Rüdiger Sutor [Rüde] gespielt von Claude-Oliver Rudolph<br />
Tim Rowert gespielt von Tim Olrik Stöneberg<br />
Ingo Rogner gespielt von Thom Nowotny<br />
Winne gespielt von Heiner Take<br />
Paul Weber gespielt von Markus Kloster<br />
Sabine Weber gespielt von Saskia Petzold<br />
Klaus Cepulla gespielt von Michael Bornhütter<br />
Anwalt Johannson gespielt von Rainer Furch<br />
Ärztin gespielt von Nina Schopka<br />
Miriam Cepulla gespielt von Christina Beyerhaus</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(Handlung, Stab: <a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/eine-handvoll-paradies-100.html" target="_blank">DAS ERSTE, Besetzung: Tatort Fans</a>)</p>
<h3>Rezension</h3>
<p>Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht es so aus, als würden die Tatort-Fans auf &#8220;Tatort-Fundus&#8221; diesen Film zum zweitschlechtesten aller  Zeiten machen, nur ein alter Roiter-Tatort aus Berlin, ausgerechnet, ist derzeit noch weiter zurück. Den haben wir leider nicht gesehen und er wurde nach seiner Premiere auch nur einmal wiederholt. Leider ein halbes Jahr, bevor wir begannen, für den Wahlberliner über Tatorte zu schreiben. Schade, denn ein Vergleich von Desastern kann erhellend sein. Ah, jetzt ist &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; gerade auf den drittletzten Platz vorgerückt, aber bis zum viertletzten ist eine gewaltige Spanne von 0,2 Punkten zu überbrücken. Ob Stellbrink das heute noch schafft?</p>
<p>Offensichtlich rumort es in der Tatort-Gemeinde, sonst wäre dieser Extrem-Verriss nicht denkbar und man würde mit etwas mehr Humor an das neue Saarland-Produkt herangehen. Es ist doch ganz offensichtlich und irgendwie auch beherzt, dass man hier nichts Ernstes machen wollte und selbst die Satire wieder gebrochen daherkommt. Der Film ist sicher nicht überragend und als Tatort unterdurchschnittlich, aber er ist nicht so miserabel, wie er hier gemacht wird. Aber &#8211; es rumort. Das hat gewiss auch etwas damit zu tun, dass dieses Jahr schon einige Flops auf den Markt kamen und die Leute langsam Angst bekommen, dass der Tatort sich selbst und sein Publikum nicht mehr ernst nimmt. Ein Film, der dies ganz bewusst und ziemlich frech tut, kommt in dieser <a class="zem_slink" title="Stimmung" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Stimmung" target="_blank" rel="wikipedia">Stimmung</a> gar nicht gut.</p>
<p>Wir wollen uns nicht zu der Aussage versteigen, dass man hier ein Meisterwerk verkennt, das eines Tages Kult sein wird, nein, das nicht. Aber irgendwie ist Stellbrink knuffig und seine Kollegin Marx in ihrer monolithischen Spiel- und Ausdrucksweise nicht schlechter als etwa Eva Saalfeld in Person von <a class="zem_slink" title="Simone Thomalla" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Simone_Thomalla" target="_blank" rel="wikipedia">Simone Thomalla</a>. Unterschiedliche Typen, aber schauspielerisch etwa ein Niveau. Ja, ja, eine weitere Wunde, denn das Leipzig-Team hat es ja auch nicht leicht und kann froh sein, dass solche grandios abgewerteten Teams wie Hamburg / Tschiller / Schweiger und Saarbrücken / Stellbrink alles relativieren.</p>
<p>Außerdem muss man die darstellerischen Leistungen unter der Prämisse sehen, dass sie so gewollt waren. Es ist wohl eindeutig, dass Striesow mehr kann, als hier eine Comicfigur zu spielen und es ist anzunehmen, dass dies auch für die übrige Besetzung gilt. Schon im Neusaarbrücker Erstling &#8220;Melinda&#8221; war deutlich erkennbar, dass hier überzeichnete und eindimensionale Figuren gewünscht waren und nicht deshalb so wirken, wie sie wirken, weil hier Laienschauspieler am Werk sind. Es ist ein ganz schön rotziges Ding, das hier als Tatort präsentiert wird, wenn man genau hinschaut. Es hat etwas Verwegenes, eine bombastische Filmsprache mit einer beinahe abstrakten Figurenzeichnung und Handlungsführung zu kombinieren. Alles ist ins Extreme gezogen. Das Formale, die Settings, die Typen und der Handlungsverlauf.</p>
<p>Nein, bei allem Verständnis für die Enttäuschung der Tatort-Fans, zu denen wir uns auch zählen, das ist gewiss nicht der drittschlechteste Tatort aller bisherigen Zeiten. Es ist nicht einmal der schlechteste des bisher enttäuschenden Jahres 2013. Wenn es angeht, dass in Hamburg sämtliche Macho-Klischess bedient werden und ein grottenschlechter Film von diesen geradezu geklammert wird, dann muss es auch möglich sein, mit einem Typ wie Stellbrink und anderen Charakteren in &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; genau das Gegenteil zu tun &#8211; nämlich die Welt der harten Männer auf die Schippe zu nehmen. Wir hatten in der Vorschau geäußert, dass die Kritik sich unter anderem am unrealistischen Rockermilieu gestört hat. Nach dem Tatort fragen wir uns, ob den Leuten wirklich komplett entgangen ist, dass eine echte Auseinandersetzung mit der Welt der Hells Angels, Bandidos und anderer Gruppen nicht einmal angedacht war. Dass die Rituale solcher Männerbünde nur ein Aufhänger sind, um diese Welt durch den Kakao zu ziehen. Fast jede Geste, jeder Blick von Figuren aus dem Milieu, jedes Handlungselement ist auf eine ziemlich urige Art gegen den Strich gebürstet.</p>
<p>Klar, so kann  keine Spannung aufkommen und man wünscht sich gewiss nicht, dass dieser Tatort ein Role Model für künftige Filme der Serie sein soll, aber dass der Humor auf einer Ebene liegt, die nicht jeder erfasst, das müssen sich alle ins Stammbuch schreiben lassen, die sich zu sehr über die offensichtliche und beabsichtigte Schräglage des Films aufregen.</p>
<p>Wir voten gegen den Trend &#8211; nicht etwa überdurchschnittlich gemäß unserem Schema, aber höher als bei &#8220;Melinda&#8221;. Vor allem aus einem Grund, den wir bisher gar nicht besprochen haben. &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; leistet sich nicht den groben Schnitzer, ein hochernstes Thema zu missbrauchen (in &#8220;Melinda&#8221; war es die Ausbeutung von minderjährigen Migranten als Bodypacker-Drogenkuriere), sondern bleibt auf de sicheren Seite, indem er ein wenig am Mythos der Zweiradbanden knabbert. <strong>Daher 6,5/10.</strong></p>
<p>dWB/AP/13-04-07</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/devid-striesow/'>Devid Striesow</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/elisabeth-bruck/'>Elisabeth Brück</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/hamburg/'>Hamburg</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/harley-davidson/'>Harley Davidson</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/jens-stillbrink/'>Jens Stillbrink</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/lisa-marx/'>Lisa Marx</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/list-of-opera-genres/'>List of opera genres</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/motorradgang/'>Motorradgang</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/rude/'>Rüde</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/rockerbande/'>Rockerbande</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/saarland/'>Saarland</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/satire/'>Satire</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/simone-thomalla/'>Simone Thomalla</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-eine-handvoll-paradies/'>Tatort Eine Handvoll Paradies</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-saarbrucken/'>Tatort Saarbrücken</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ulrich-tukur/'>Ulrich Tukur</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/wolkenformation/'>Wolkenformation</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6901&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eine Handvoll Paradies &#8211; Tatort 869 / Vorschau ARD 07.04.2013, 20:15 Uhr</title>
		<link>http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/04/06/eine-handvoll-paradies-tatort-869-vorschau-ard-07-04-2013-2015-uhr/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 19:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
				<category><![CDATA[03. Filmwelt]]></category>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) ARD/SR, Manuela Meyer Die Rezension gibt es jetzt hinter diesem Link! Rockt es im Paradies oder nicht? Aus Kostengründen wurden die beiden Tatorte &#8220;Melinda&#8221; und &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; vermutlich direkt hintereinander gefilmt. Das heißt, dass keine Möglichkeit bestand, das fragwürdige Klamauk-Konzept des ersten Films mit dem neuen Saarbrücker Kommissar Stellbrink, der vom Rostocker [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6895&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) ARD/SR, Manuela Meyer

<a title="Eine Handvoll Paradies – Tatort 869 / TatortAnthologie 224" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/04/07/eine-handvoll-paradies-tatort-869-tatortanthologie-224/">Die Rezension gibt es jetzt hinter diesem Link!</a></pre>
<h3>Rockt es im Paradies oder nicht?</h3>
<p>Aus Kostengründen wurden die beiden Tatorte &#8220;<a title="Melinda – Tatort 860 / TatortAnthologie 213" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/01/27/melinda-tatort-860-tatortanthologie-213/">Melinda</a>&#8221; und &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; vermutlich direkt hintereinander gefilmt. Das heißt, dass keine Möglichkeit bestand, das fragwürdige Klamauk-Konzept des ersten Films mit dem neuen Saarbrücker Kommissar Stellbrink, der vom Rostocker und Wahlberliner <a class="zem_slink" title="Devid Striesow" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Devid_Striesow" target="_blank" rel="wikipedia">Devid Striesow</a> gespielt wird, in irgendeiner Weise anhand der Zuschauerreaktionen auf &#8220;Melinda&#8221; zu justieren.</p>
<p>Wir erwarten also wieder Humor von der Stange, überdehnten Slapstick, der nicht wirklich witzig ist und eine Dramaturgie und Handlungsführung, die mit zum Schlechtesten gehört, was man sich beim <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a> bisher geleistet hat &#8211; gemessen an den etwa 230 Filmen, die wir bisher für den Wahlberliner rezensiert haben.</p>
<p>Dabei ist das Rockermilieu, in dem &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221; sich zuträgt, doch so trendy. Alle, vom <a class="zem_slink" title="Polizeiruf 110" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Polizeiruf_110" target="_blank" rel="wikipedia">Polizeiruf 110</a> bis zu <a class="zem_slink" title="Sandra Maischberger" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sandra_Maischberger" target="_blank" rel="wikipedia">Sandra Maischberger</a>, wühlen darin herum. Die harten Jungs, die aus einer Mad Max-Welt entsprungen scheinen, sorgen für Quoten. Eine ernsthafte Behandlung der offenbar realen Gefahr, die von Großgruppen wie den &#8220;<a class="zem_slink" title="Hells Angels" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hells_Angels" target="_blank" rel="wikipedia">Hells Angels</a>&#8221; oder den &#8220;Bandidos&#8221; ausgeht, wäre jetzt durchaus einmal angezeigt. Auch, wenn eine düstere Darstellung der meist verschwiegenen <a class="zem_slink" title="Parallel society" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Parallel_society" target="_blank" rel="wikipedia">Parallelgesellschaft</a> vermutlich ihre spekulativen Seiten hätte &#8211; spekuliert wird in Tatorten häufig.</p>
<p>Die Vorab-Kritiken zu &#8220;Eine Handvoll Paradies&#8221;, die wir gelesen haben, bestätigen aber das, was wir schon zuvor befürchteten. Nämlich, dass das Ganze auf dieselbe zeitweilig unpassende und im Fall von&#8221;Melinda&#8221; auch unwürdige Weise in Richtung Ulk getrieben wird, dass man nicht etwa ein Münster-Feeling bekommt (wobei das Feeling dort auch nicht mehr so vergnügt ist, wie es mal war), sondern das Gefühl hat, da passt nichts wirklich und alles hat einen falschen Zungenschlag oder ein falsches Timing oder die Figuren werden geknechtet, bevor sie entwickelt sind.</p>
<p>Normalerweise lesen wir keine Vorab-Kritiken, um möglichst unbefangen über einen neuen Tatort schreiben zu können, aber in diesem Fall wollten wir unsere negative Erwartngshaltung vielleicht bestätigt sehen, um eine sich doch wieder einschleichende, allzugroße Enttäuschung zu vermeiden. Im Grunde ist es logisch, ein Konzept, das fürs Team entwickelt wurde, auch in dessen  zweitem Film umzusetzen, das haben die ARD-Sender bei allen Premieren, die wir in letzter Zeit erlebt und &#8220;live&#8221; für den Wahlberliner kommentiert haben, so gestaltet. Schmerzhaft wird so etwas dann, wenn ein Konzept nicht aufgeht wie ein Hefeteig, sondern in lauter unstimmige Einzelteile zerbröselt. Und diesen Eindruck hatten wir bei &#8220;Melinda&#8221;, bei dem sich wenige reizvolle Momente und eine moderne Filmsprache nicht gegen die Übermacht von Fragezeichen und Kopfschütteln während vieler missgestalteter Szenen durchsetzen konnten.</p>
<p>Es kann nur besser werden und es wäre Devid Striesow zu wünschen, dass es besser wird, schließlich muss er jedes Jahr für etwa einen Monat ins <a class="zem_slink" title="Saarland" href="http://maps.google.com/maps?ll=49.3830555556,6.83305555556&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=49.3830555556,6.83305555556 (Saarland)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Saarland</a>, um dort einen Tatort zu drehen &#8211; oder länger, wenn zwei Werke hintereinander gefilmt werden. Da sollte man dies doch wenigstens mit dem Gefühl tun, in guten Händen zu sein &#8211; drehbuchmäßig und produktionsseitig. So renommiert ist Striesow bei aller Anerkennung für Filme wie &#8220;Drei&#8221; noch nicht, dass ihm dauerhaft vernichtende Kritiken, seine Tatort-Einsätze betreffend, nichts anhaben können.</p>
<p>Dabei ist seine Figur durchaus tragfähig &#8211; wenn der Einsatz von Mitteln der Slapstickkomödie besser dosiert wird, wenn die Dialoge höheren Ansprüchen gerecht werden und man eine Balance zwischen Spannung und Handlungsdynamik auf der einen Seite und einem trockenen Humor norddeutscher Art auf der anderen Seite findet. Es wäre durchaus reizvoll, das durchaus vorhandene saarländische savoir vivre von einer Figur wie Stellbrink kommentieren zu lassen &#8211; ein wenig so, wie man es zuvor mit dem Bayern Kappl exerziert hat, und dabei darf es auch etwas mehr ins Satirische gehen, denn es ist ja kein Deininger mehr als saarländischer Charakter vorhanden, aus dessen Perspektive die SR-Tatorte von 2007 bis 2012 mehr oder weniger inszeniert waren.</p>
<h3>Trailer</h3>
<span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='594' height='365' src='http://www.youtube.com/embed/Mw0gbnqUg7k?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span>
<h3>Handlung</h3>
<p>An einer <a class="zem_slink" title="Landstraße" href="http://maps.google.com/maps?ll=48.1963888889,16.3958333333&amp;spn=1.0,1.0&amp;q=48.1963888889,16.3958333333 (Landstra%C3%9Fe)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Landstraße</a> wird die Leiche von Rüdiger Sutor, genannt <a class="zem_slink" title="Rüde" href="http://en.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCde" target="_blank" rel="wikipedia">Rüde</a>, einem Mitglied der Rockergang &#8220;Dark Dogs&#8221;, gefunden. Doch schnell wird klar, Rüde ist nicht mit seiner <a class="zem_slink" title="Harley-Davidson" href="http://www.harley-davidson.com" target="_blank" rel="homepage">Harley Davidson</a> auf der Straße verunglückt. Es war Mord, Todesursache Genickbruch. Unmittelbar geraten die restlichen Gangmitglieder der &#8220;Dark Dogs&#8221; ins Visier der Ermittlungen. Doch auch eine verfeindete Rockergang kommt in Betracht, da in der Nacht des Mordes das Klubhaus der &#8220;Dark Dogs&#8221; von einem Unbekannten mit einer Uzi beschossen wurde.</p>
<p>Hauptkommissar Jens Stellbrink beißt bei seinen Ermittlungen auf Granit. Denn die Rocker sind gut organisiert und haben einen ausgezeichneten Anwalt. Ohnehin wird in den Rockerkreisen aus Prinzip nicht mit der Polizei kooperiert, denn das Milieu regelt seine Probleme unter sich. Es herrscht das ungeschriebene Gesetz der Omertà, der absoluten Verschwiegenheit. Das macht die Arbeit für Stellbrink keineswegs leichter. Da hilft es auch wenig, dass Stellbrinks Kollegin Lisa Marx mit einigen Insiderkenntnissen aufwarten kann. Stellbrinks lockere Art, in dieser Sache zu ermitteln, gefällt ihr gar nicht. Ihr ist bewusst, welche Gefahr von den Rockern ausgeht. Trotz allem finden ihre Warnungen bei Stellbrink kein Gehör, er gerät bei seinen Ermittlungen gefährlich nah an die Gang.</p>
<p>Dann mischt sich auch noch Staatsanwältin Nicole Dubois in die laufenden Ermittlungen ein. Denn die &#8220;Dark Dogs&#8221; sind aufgrund ihrer kriminellen Machenschaften und ihrer Verwicklungen im Drogengeschäft schon seit Jahren im Fokus gezielter Beobachtungen. Dass Dubois ihm dazwischenfunkt, ist Stellbrink ein Dorn im Auge. Ihm bleibt keine andere Wahl: Er muss den Fall noch mal ganz neu aufrollen.</p>
<h2>Besetzung und Stab</h2>
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<p>(Handlung, Besetzung, Stab: <a href="http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/eine-handvoll-paradies-100.html" target="_blank">DAS ERSTE</a>)</p>
<p>dWB/AP/13-04-06</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/bandidos/'>Bandidos</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/devid-striesow/'>Devid Striesow</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/elisabeth-bruck/'>Elisabeth Brück</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/harley-davidson/'>Harley Davidson</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/hells-angels/'>Hells Angels</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/kommissar-stellbrink/'>Kommissar Stellbrink</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/landstrase/'>Landstraße</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/rude/'>Rüde</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/rockermilieu/'>Rockermilieu</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/saarland/'>Saarland</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/sandra-maischberger/'>Sandra Maischberger</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-869/'>Tatort 869</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-eine-handvoll-paradies/'>Tatort Eine Handvoll Paradies</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-saarbrucken/'>Tatort Saarbrücken</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6895&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Tatort</media:title>
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		<title>Macht und Ohnmacht &#8211; Tatort 868 / TatortAnthologie 223</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 21:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[interne Ermittlung]]></category>
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		<category><![CDATA[Tatort München]]></category>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) BR/Hagen Keller Inside Cop Sind die Uniformen der bayerischen Bereitschaftspolizei immer noch im klassischen Gelb-Grün der 70er gehalten? Offenbar ist Berlin doch mal in einer Sache fortschrittlicher, die neuen, blauen Anziehsachen im amerikanisierten Style, die es in der Hauptstadt gibt, machen weit mehr daher. Dafür sind die Bayern aber mal wieder konsequent und [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6877&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) BR/Hagen Keller</pre>
<h3>Inside Cop</h3>
<p>Sind die Uniformen der bayerischen <a class="zem_slink" title="Bereitschaftspolizei" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bereitschaftspolizei" target="_blank" rel="wikipedia">Bereitschaftspolizei</a> immer noch im klassischen Gelb-Grün der 70er gehalten? Offenbar ist <a class="zem_slink" title="Berlin" href="http://maps.google.com/maps?ll=52.5005555556,13.3988888889&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=52.5005555556,13.3988888889 (Berlin)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Berlin</a> doch mal in einer Sache fortschrittlicher, die neuen, blauen Anziehsachen im amerikanisierten Style, die es in der Hauptstadt gibt, machen weit mehr daher. Dafür sind die Bayern aber mal wieder konsequent und haben gleich den ganzen Film in den traditionelleren Uniformfarben gehalten. Und dieses Angegilbte passt gut zum Zustand der betreffenden Einheiten. Es ist alles verrottet, ganz von innen heraus. So gesehen, macht es Sinn, dass die Szenen im Büro der Mordkommission in heute üblichem, kühlem Blaugrau gefilmt sind.</p>
<p>Dass gerade aus <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>-München immer wieder Meldungen dieser Art kommen, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass in dort die Welt gerade im Gegensatz zur Darstellung noch so in Ordnung ist, dass man ebenjene Darstellung wagen kann und sich dabei nicht zu weit aus dem Fenster lehnt. Vielleicht ist „Macht und Ohnmacht“ aber auch ein Großstadt-Stellvertreterkrimi. Es könnte überall sein, wie man es hier sieht. In Hamburg, in Frankfurt, in Berlin, im <a class="zem_slink" title="Ruhr" href="http://maps.google.com/maps?ll=51.5,7.5&amp;spn=0.5,0.5&amp;q=51.5,7.5 (Ruhr)&amp;t=h" target="_blank" rel="geolocation">Ruhrgebiet</a>.</p>
<p>Vielleicht sogar auch mal an der Isar. Dort schlug mit höchst erfolgreichen Serien wie „Derrick“, „Der Alte“ und „Der Kommissar“ einst das Herz des deutschen Krimigeschehens – und die Tradition lebt, dank eines hervorragenden Tatort-Ermittlerteams, bestehend aus den beiden gestandenen Hauptkommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr. Unterstützt werden die beiden dieses Mal vom Ex-Assistenten Carlo Menzinger, der als Privatier eingeschränkt mitmachen darf.</p>
<p>Interne Ermittlungen gab es dort tatortweise schon häufiger, aber dieses Mal ging man wieder einen Schritt weiter, indem man eine ganze Einheit von Polizisten als brutalen Schlägertrupp darstellt. Natürlich nicht, ohne kumpelhaft die frustrierenden Hintergründe der Eskalation darzustellen. Da wirkt Franz Leitmayrs Plädoyer fürs Recht, das er gegenüber dem unter Mordervdacht stehenden Kollegen Lechner hält, tatsächlich ein wenig scheinheilig. Da ist ein falscher Zungenschlag drin, der wird in der Endbewertung einen Abschlag bringen.</p>
<h3>Handlung, Besetzung, Stab</h3>
<p>München. Vier Polizisten, Matteo Lechner und Frank Bressinger, Georg Zimmermann und Iris Bülow, hetzen drei jungen Männern hinterher, die den Kioskbesitzer Latif Kara so brutal zusammengeschlagen haben sollen, dass er im Koma liegt. Es ist unklar, ob der Vater dreier Kinder überlebt. Völlig überraschend taucht Carlo Menzinger im Münchner Polizeirevier von Matteo Lechner auf. Carlo will heiraten und bittet seinen ehemaligen Mentor und Freund, sein Trauzeuge zu werden. Lechner reagiert nicht ganz so begeistert, wie Carlo es sich erhoffte.</p>
<p>Hat es etwas damit zu tun, dass die Polizisten die Verdächtigen wegen einer fehlenden Aussage freilassen müssen? Carlo Menzinger findet seinen alten Freund überhaupt sehr verändert vor. Und dann gibt es plötzlich einen Toten, der zu Lechners Leuten gehörte.</p>
<p>Das unbefangene Wiedersehen mit seinen früheren Kollegen, den Münchner Hauptkommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr, ist herzlich, aber kurz. Denn unversehens findet Carlo sich inmitten von deren Ermittlungen wieder. Als Hotelier aus Thailand ist er zwar ohne Einfluss und polizeiliche Kompetenz, doch sein Einsatz wird &#8211; fast wie früher &#8211; unverzichtbar für die Aufklärung des komplizierten Falles.</p>
<table border="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td>Kriminalhauptkommissar Ivo Batic</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Miroslav+Nemec">Miroslav Nemec</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Udo+Wachtveitl">Udo Wachtveitl</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Carlo Menzinger</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Michael+Fitz">Michael Fitz</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Matteo Lechner</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Emilio+de+Marchi">Emilio de Marchi</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Georg Zimmermann</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Sascha+Alexander+Gersak">Sascha Alexander Gersak</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Iris Bülow</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Sonsee+Neu">Sonsee Neu</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Frank Bressinger</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Lasse+Myhr">Lasse Myhr</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstgruppenleiter Berger</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Uwe+Preuss">Uwe Preuss</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Allmuth Lechner</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Maria+Hartmann">Maria Hartmann</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Martina Bentele</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Alma+Leiberg">Alma Leiberg</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Joachim Bentele</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Torben+Liebrecht">Torben Liebrecht</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Ralf Grabowski</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Konstantin+Frolov">Konstantin Frolov</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Birol Yenal</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Hassan+Akkouch">Hassan Akkouch</a></td>
</tr>
<tr>
<td>David Kleinert</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Fabian+Halbig">Fabian Halbig</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Lehrer Berufsschule</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Dirk+Greis">Dirk Greis</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Herr Yenal</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Mohammed-Ali+Behboudi">Mohammed-Ali Behboudi</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Thomas+Stiller">Thomas Stiller</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Kamera</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Philipp+Sichler">Philipp Sichler</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Drehbuch</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Dinah+Marte+Golch+und+Edward+Berger">Dinah Marte Golch und Edward Berger</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Musik</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Fabian+R%C3%B6mer">Fabian Römer</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(Handlung, Besetzung, Stab: DAS ERSTE)</p>
<h3>Rezension</h3>
<p>Wirklich ein Abschlag? War man so naiv, nicht zu merken, dass Leitmayrs Worte dem nervlich unter extrember Belastung stehenden Kollegen gegenüber auch schon irgendwie hohl und ausgebrannt klingen? Von der Auffassung dessen, was wir sehen, hängt viel ab, denn der Fall selbst ist nicht überragend, aber auch nicht schlecht und sowohl dieser als auch seine Inszenierung sind eine Wohltat, nach den letzten Neuerscheinungen am Tatort-Markt.</p>
<p>Das Solide suggeriert Hochwertigkeit, aber sind wir nicht bloß erleichtert, dass uns die vertrauten Gesichter wieder einmal Vertrauen einflößen, wenn die Welt, die hier gezeigt wird, es schon nicht kann? Moderne Tatorte, und dazu gehört „Macht und Ohnmacht“, sind nicht mehr überwiegend dazu da, den  Zuschauer mit der Gewissheit zu füttern, dass die Welt jenseits einzelner oder organisierter krimineller Elemente okay ist. Dass die Staatsmacht und das Gute, das mit der Staatsmacht identisch ist, siegt. Das war einmal und dafür standen die klassischen Münchener Krimiserien, die wir eingangs erwähnt haben.</p>
<p>Doch seit einiger Zeit bleibt häufig das Gefühl, es wird niemals enden. Früher wussten Krimis dieses Gefühl gut zu unterdrücken, so wie im Western, wo das Böse am Ende tot im Staub lag und Friede in der Stadt herrschte. Wenn es bei immer unrealistischeren Ermittlern und Fallkonstellationen eine Gegentendenz zum Realismus gibt, dann ist es die, anzuerkennen, dass der Kampf immer weitergehen wird und daher nicht feststehen kann, wer am Ende siegen wird. Das ist der pessimistische Stil unserer Zeit. Das ist die Einsicht, dass Dinge aus dem Ruder laufen und der Ermittler als solcher zwar ausermittelt und dabei weitgehend die rechtliche Form wahrt, dass damit aber das letzte Wort nicht einmal im Einzelfall gesprochen ist.</p>
<p>Für diese Tendenz ist der neue Münchener Tatort ein Paradebeispiel. Trotzdem ist er nicht so packend wie der direkte Vorgänger <a title="Der tiefe Schlaf – Tatort 856 / TatortAnthologie 205" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/12/30/der-tiefe-schlaf-tatort-856-tatortanthologie-205/">„Der tiefe Schlaf“</a> aus der goldenen Zeit des Jahreswechsels 2012-2013, die mehrere gute Tatorte hintereinander brachte. Es fehlt die große Identifikation und den Einsatz oder die Reanimation von Carlo Menzinger sehen wir kritisch. Wir sind darauf geschult, in Plots Überflüssiges zu markieren und dies anhand der Frage: Was bringt eine Figur oder deren Handeln der Handlung? Ist sie notwendig oder schmückendes Beiwerk?</p>
<p>Und schmückt das Beiwerk oder stört sie die Dichte der Atomsphäre und die Konzentration aufs Wesentliche? Dieses kumpelhaftet „Pattpattpatt“ auf die Schulter von Menzinger von Batic und Leitmayr (chronologisch umgekehrt) zerreißt die Spannung und gehört zu uns zu den „falschen Zungenschlägen“ des Films. Ein harter Polizeifilm ist solchen gemütlichen Gesten feindlich gesonnen und ein harter Polizeifilm sollte der Tatort 868 doch werden, oder haben wir das falsch verstanden?</p>
<p>Hätte es werden können, ohne diese immer wieder fehlschlagenden Verfolgungen, in denen alte Männer junge Männer logischerweise nicht fassen können, und wenn doch, dann, weil junge Männer verpeilt sind und den alten Männern direkt in die Arme laufen. Das alles hätte man packender inszenieren können. Oder weglassen. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, nicht eine Summe von Delikten anzusprechen, welche den Polizisten im Alltag ihre Ohnmacht zeigen, sondern sich auf eines bzw. eine Deliktgruppe und auf ein Milieu zu konzentrieren,  dieses aber sehr präzise auszuleuchten und damit mehr Intensität zu schaffen. So denkt man sich, da ein Überfall, dort die häusliche Gewalt, klar, da kann man nicht immer was machen, aber bringt das geschulte Einsatzkräfte so aus dem Gleichgewicht?  Und geht es dabei um den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit?</p>
<p>Manches wirkt hier ungenau. Diese nackten Männer, die im ersten Filmdrittel häufig zu sehen sind, Herren von eher mittelmäßiger Figur, ihrer Uniform beraubt, wirken archaisch und reagieren auch so, als sie die Jungs gefasst haben, die den Überfall auf den Tabakladen begingen. Überdreht, naiv, einfach. Auch der ergraute Matteo Lechner als Gruppenchef macht da keine Ausnahme. Dann aber der tiefe, tiefe Frust, als einer der Täter freigelassen wird, der so pur wirkt, als ob das Spiel nicht seit langem bekannt sei, dann die Besäufniszene nach dem Selbstmord eines Kollegen. Ist das die kalkulierte Darstellung von Extremzuständen, von Menschen, die aus der Balance sind? Sind es Momentaufnahmen, die einem Konzept folgen? Wir hätten uns mehr Kenntlichkeit gewünscht, ganz im Stil des guten, alten Autorenfilms, dessen Manipulationen, Intentionen und Botschaften für uns Nachgeborene so schön deutlich zu entschlüsseln sind. Es geht ja um Mechanismen, die durchaus der exemplarischen und verdichteten Darstellung zugänglich sind.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Was den Film wieder einmal stärkt, sind die souveränen Darsteller, das gilt auch für die vielen uns weniger geläufigen Namen, die in diesem Film ihre Rollen recht gut bis sehr gut gespielt haben – und vor allem wieder für Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, die beinahe ohne Schnörkel wie auch ohne Humor ans Werk gehen und sich durch den zähen Brei eines konventionellen Whodunnits hindurcharbeiten, bis der letzte Verdächtige dann doch eher wieder selbst dafür sorgt, dass er gestellt wird.</p>
<p><b>Wir bewerten „Macht und Ohnmacht“ </b>(den Titel finden wir ein wenig zu episch und damit zu großspurig) <b>mit 7,5/10.</b> Weil München sich wieder einmal als verlässlich erwiesen hat und wir geben gerne zu, in einem Umfeld von Top-Erstausstrahlungen hätte es vielleicht nur zu 7,0/10 gereicht.</p>
<p>Damit wäre der Abstand zu „Der tiefe Schlaf“ auch etwas größer gewesen, den wir mit seiner innovativeren Konzeption als das bessere Werk ansehen und der uns mehr gefesselt hat. Aber die Parameter verändern sich. Wir hätten uns vor ein paar Monaten nicht träumen lassen, dass das erste Quartal 2013 eine doch erhebliche Anzahl an wenig begeisternden Tatorte bringen würde.</p>
<p>dWB/AP/2013-04-01</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ubergriff/'>Übergriff</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/bereitschaftspolizei/'>Bereitschaftspolizei</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/berlin/'>Berlin</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/carlo-menzinger/'>Carlo Menzinger</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/franz-leitmayr/'>Franz Leitmayr</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/germany/'>Germany</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/hausliche-gewalt/'>häusliche Gewalt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/informant/'>Informant</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/interne-ermittlung/'>interne Ermittlung</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ivo-batic/'>Ivo Batic</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/michael-fitz/'>Michael Fitz</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/miroslav-nemec/'>Miroslav Nemec</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/polizeigewalt/'>Polizeigewalt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/selbstmord/'>Selbstmord</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/states-of-germany/'>States of Germany</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-868/'>Tatort 868</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-macht-und-ohnmacht/'>Tatort Macht und Ohnmacht</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-munchen/'>Tatort München</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/thailand/'>Thailand</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/udo-wachtveitl/'>Udo Wachtveitl</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6877&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Tatort</media:title>
		</media:content>

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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Macht und Ohnmacht &#8211; Tatort 868 / Vorschau ARD 01.04.2013, 20:15 Uhr</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 16:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Wahlberliner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Titelfoto (c) BR/Hagen Keller Die Rezension jetzt hinter diesem Link! Das größte Team aller Zeiten Es gibt mehrere Tatort-Teams, die uns seit 15 oder mehr Jahren begleiten und Tatortgeschichte geschrieben haben, die uns vertraut sind und sehr ans Herz gewachsen. Unter diesen Teams hat eines aber eine Sonderstellung, das sind die Münchener Hauptkommissare Ivo Batic [&#8230;]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6854&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<pre>Titelfoto (c) BR/Hagen Keller</pre>
<h5><a title="Macht und Ohnmacht – Tatort 868 / TatortAnthologie 223" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/04/01/macht-und-ohnmacht-tatort-868-tatortanthologie-223/">Die Rezension jetzt hinter diesem Link!</a></h5>
<h3>Das größte Team aller Zeiten</h3>
<p>Es gibt mehrere <a class="zem_slink" title="Tatort" href="http://www.daserste.de/tatort" target="_blank" rel="homepage">Tatort</a>-Teams, die uns seit 15 oder mehr Jahren begleiten und Tatortgeschichte geschrieben haben, die uns vertraut sind und sehr ans Herz gewachsen. Unter diesen Teams hat eines aber eine Sonderstellung, das sind die Münchener Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr, dargestellt von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl.</p>
<ul>
<li>22 Dienstjahre, das ist die zweitlängste Periode nach Lena Odenthal aus <a class="zem_slink" title="Ludwigshafen" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ludwigshafen" target="_blank" rel="wikipedia">Ludwigshafen</a>, die auf 24 Jahre kommt.</li>
<li>64 Folgen (inklusive &#8220;Macht und Ohnmcht&#8221;), das sind die meisten aller Teams und ca. 8 % aller jemals gedrehten Tatorte.</li>
<li>Der Tatort <a title="Nie wieder frei sein – Tatort 784 / TatortAnthologie 158" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2012/05/28/nie-wieder-frei-sein-tatort-784-tatortanthologie-158/">&#8220;Nie wieder frei sein&#8221;</a> wurde mit dem <a class="zem_slink" title="Grimme-Preis" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Grimme-Preis" target="_blank" rel="wikipedia">Adolf-Grimme-Preis</a> ausgezeichnet und gilt gemäß<a href="http://www.tatort-fundus.de/web/rangliste/folgen-wertungen/rangliste-auswertung/zum-aktuellen-zeitpunkt.html"> &#8220;Tatort-Fundus&#8221;</a> als bester Tatort bisher (in dieser Liste finden sich weitere zwei Münchener Tatorte mit dem aktuellen Team unter den Top 10).</li>
<li>Lediglich quotenmäßig sind die Münchener überraschend nur im Mittelfeld mit 8,73 Millionen Zuschauern im Durchschnitt aller Erstausstrahlungen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort_%28Fernsehreihe%29#Aktuelle_Ermittler" target="_blank">März 2011 bis März 2013</a> &#8211; auffälligerweise sind es Tatorte bzw Ermittlerteams eher aus dem Norden der Republik, die im Moment teilweise weit vorne liegen.</li>
</ul>
<p>Die Münchener Batic und Leitmayr, deren Darsteller kaum jemand kannte, als sie 1991 an den Start gingen, sind dank guter Drehbücher und einer Produktionschefin Siliva Koller über viele Jahre zu einer Institution herangereift. Die Frage, ob es auch ohne Koller bei der hervorragenden Qualität bleiben würde, hat sich für uns spätestens seit dem letzten <a class="zem_slink" title="Munich" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Munich" target="_blank" rel="wikipedia">München</a>-Tatort &#8220;<a title="Scheinwelten – Tatort 857 / TatortAnthologie 206" href="http://derwahlberliner.wordpress.com/2013/01/02/scheinwelten-tatort-857-tatortanthologie-206/" target="_blank">Scheinwelten</a>&#8221; beantwortet. Es geht &#8211; auch wenn der Beweis großer Kontinuität und neuer Höhen in Form eines top gelisteten Films noch nicht endgütlig erbracht ist. Man ist allerdings verwöhnt von den Münchenern. Ganz langsam schleicht sich trotzdem die Frage ein, ob es möglich ist, dass Generationen-Teams wie die beiden Herren mit den schlohweißen Haaren nach über 20 Jahren immer noch neue Maßstäbe setzen können. Bei der Kollegin Odenthal in Ludwigshafen, bei Lena Odentahl, hat man den Eindruck, der Zenit ist überschritten &#8211; allerdings mehr die Qualität der Storys als die Darstellerin Ulrike Folkerts betreffend. Wir sind uns andererseits sicher, der neue Münchener wird kein richtig schlechter Tatort werden. Mit dieser Vorab-Sicherheit den Fernseher einzuschalten, ist eine Menge wert, nachdem die letzten Erstausstrahlungen als schlecht bis mäßig zu bewerten waren.</p>
<p>Eine frohe Botschaft gibt&#8217;s für Fans von Carlo Menzinger (Michael Fitz), der von 1993 bis 2007 zum Team gehört hat &#8211; er wird im &#8220;Macht und Ohnmacht&#8221; wieder einen Auftritt haben.</p>
<h3>Trailer</h3>
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<h3>Handlung, Besetzung, Stab</h3>
<p>München. Vier Polizisten, Matteo Lechner und Frank Bressinger, Georg Zimmermann und Iris Bülow, hetzen drei jungen Männern hinterher, die den Kioskbesitzer Latif Kara so brutal zusammengeschlagen haben sollen, dass er im Koma liegt. Es ist unklar, ob der Vater dreier Kinder überlebt. Völlig überraschend taucht Carlo Menzinger im Münchner Polizeirevier von Matteo Lechner auf. Carlo will heiraten und bittet seinen ehemaligen Mentor und Freund, sein Trauzeuge zu werden. Lechner reagiert nicht ganz so begeistert, wie Carlo es sich erhoffte.</p>
<p>Hat es etwas damit zu tun, dass die Polizisten die Verdächtigen wegen einer fehlenden Aussage freilassen müssen? Carlo Menzinger findet seinen alten Freund überhaupt sehr verändert vor. Und dann gibt es plötzlich einen Toten, der zu Lechners Leuten gehörte.</p>
<p>Das unbefangene Wiedersehen mit seinen früheren Kollegen, den Münchner Hauptkommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr, ist herzlich, aber kurz. Denn unversehens findet Carlo sich inmitten von deren Ermittlungen wieder. Als Hotelier aus Thailand ist er zwar ohne Einfluss und polizeiliche Kompetenz, doch sein Einsatz wird &#8211; fast wie früher &#8211; unverzichtbar für die Aufklärung des komplizierten Falles.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td>Kriminalhauptkommissar Ivo Batic</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Miroslav+Nemec">Miroslav Nemec</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Udo+Wachtveitl">Udo Wachtveitl</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Carlo Menzinger</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Michael+Fitz">Michael Fitz</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Matteo Lechner</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Emilio+de+Marchi">Emilio de Marchi</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Georg Zimmermann</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Sascha+Alexander+Gersak">Sascha Alexander Gersak</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Iris Bülow</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Sonsee+Neu">Sonsee Neu</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Frank Bressinger</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Lasse+Myhr">Lasse Myhr</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstgruppenleiter Berger</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Uwe+Preuss">Uwe Preuss</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Allmuth Lechner</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Maria+Hartmann">Maria Hartmann</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Martina Bentele</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Alma+Leiberg">Alma Leiberg</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Joachim Bentele</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Torben+Liebrecht">Torben Liebrecht</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Ralf Grabowski</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Konstantin+Frolov">Konstantin Frolov</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Birol Yenal</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Hassan+Akkouch">Hassan Akkouch</a></td>
</tr>
<tr>
<td>David Kleinert</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Fabian+Halbig">Fabian Halbig</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Lehrer Berufsschule</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Dirk+Greis">Dirk Greis</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Herr Yenal</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Mohammed-Ali+Behboudi">Mohammed-Ali Behboudi</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Regie</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Thomas+Stiller">Thomas Stiller</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Kamera</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Philipp+Sichler">Philipp Sichler</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Drehbuch</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Dinah+Marte+Golch+und+Edward+Berger">Dinah Marte Golch und Edward Berger</a></td>
</tr>
<tr>
<td>Musik</td>
<td><a href="http://programm.ard.de/Programm/Starguide?detailsuche=1&amp;mitwirkende=Fabian+R%C3%B6mer">Fabian Römer</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>(Handlung, Besetzung, Stab: DAS ERSTE)</p>
<p>dWb/AP/13-03-29</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/03-filmwelt/'>03. Filmwelt</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/category/2-kultur/'>2. Kultur</a> Tagged: <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/asia/'>Asia</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/carlo-menzinger/'>Carlo Menzinger</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/franz-ferdinand-band/'>Franz Ferdinand (band)</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/franz-leitmayr/'>Franz Leitmayr</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ivo-batic/'>Ivo Batic</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/lena-odenthal/'>Lena Odenthal</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/ludwigshafen/'>Ludwigshafen</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/michael-fitz/'>Michael Fitz</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/miroslav-nemec/'>Miroslav Nemec</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/recreation/'>Recreation</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort/'>Tatort</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-macht-und-ohnmacht/'>Tatort Macht und Ohnmacht</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/tatort-munchen/'>Tatort München</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/thailand/'>Thailand</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/toten/'>Toten</a>, <a href='http://derwahlberliner.wordpress.com/tag/udo-wachtveitl/'>Udo Wachtveitl</a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=derwahlberliner.wordpress.com&#038;blog=21615386&#038;post=6854&#038;subd=derwahlberliner&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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