FC BAYERN MÜNCHEN :
BVB BORUSSIA DORTMUND
5 : 2
Anstoß im Berliner Olympiastadion um 20 Uhr!
(Vorschau)
22 Meisterschaften, 15 Pokalsiege, 8 Doubles (Pokal und Meisterschaft) – das ist die in Deutschland einmalige Bilanz des FC Bayern München.
Dortmund hat 8 Meisterschaften und 2 DFB-Pokalsiege auf dem Konto, würde Dortmund heute gewinnen, wäre es das erste Double.
Die viele Jahre währende Dominanz des FC Bayern steht aber heute nicht auf dem Platz, sonderen es spielt der aktuelle Meister gegen den aktuellen Champions-League-Finalisten. In 150 Länder wird der “Clásico Aléman” heute übertragen.
Es ist ein Finale der Superlative, das Beste, was der deutsche Clubfußball derzeit zu bieten hat, tritt gegeneinander an – in unserer Wahlstadt Berlin, die es sich erlaubt, im nächsten Jahr vermutlich keine Mannschaft in die erste Liga zu entsenden.
Ein für eine Fußballnation einmaliger Vorgang, dass die Hauptstadt nicht in der Lage ist, wenigstens einen einzigen Verein dauerhaft in der Spitze zu etablieren. Gerade ist rausgekommen, dass auch der neue Flughafen Willy Brandt mal wieder nicht rechtzeitig fertig wird. In Berlin herrscht in vielen Dingen immer noch ein kaum verkennbarer Mangel an Professionalität.
Den Ärger darüber möchten wir an dieser Stelle nicht verschweigen, doch das hindert uns selbstverständlich nicht daran, das Spiel zu genießen und dem Genuss darüber in unserem Livebericht Ausdruck zu geben!
Die Mannschaftsaufstellungen werden verlesen – beide Mannschaften können quasi in Bestbesetzung antreten.
20:01 Uhr – Anpfiff in Berlin!
Erster Eindruck – die Bayern haben den Ball, die neutralen Zuschauer sind eher auf Dortmunder Seite.
Minute 2: Erstmals Bayern im 16er, Lahm steckt quer durch, Gomez kommt einen Tick zu spät.
Minute 3: SENSATION IN BERLIN! 1:0 BORUSSIA DORTMUND! Fehlpass Gustavo, Blaszczykowski auf Kagawa quer vor dem Bayerntor, Kagawa schiebt locker ein! Mit das schnellste Tor in einem deutschen Pokalfinale.
Ist es zu fassen, aber welch ein Fehler in der Bayern-Hintermannschaft. Sowas bitte, bitte nicht gegen Chelsea nächste Woche – aber da ist Luiz Gustavo eh gesperrt.
Robben und Ribéry werden sofort in die Zange genommen, mehr als ein Freistoß für Robben ist bisher aus dem Spiel der beiden Weltklasseleute nicht rausgekommen.
Minute 7: Gomez ist durch, doch Weidenfäller wirft sich clever in den Ball! Aber der BVB-Keeper bleibt erstmal auf dem Rasen liegen.
Kann er weitermachen? Sieht so aus. Pfiffe von den Bayernfans. Sicher waren die Schmerzen echt, aber es war schon ganz gut für Dortmund, dass es in der ersten Druckphase der Bayern eine Pause gab.
13. Minute. Fehlpass Ribéry in Bedrängnis, schneller Gegenzug Dortmund, doch Neuer läuft raus und schiebt den Ball in die eigenen Reihen. Dort läuft er bis jetzt häufiger als bei den Dortmundern.
16. Minute. Die Bayern bauen bedächtig auf, da ist auch mal ein Rückpass auf Neuer drin, wenn die Anspielstationen fehlen. Der eine oder andere Fehlpass im Mittelfeld unterläuft jetzt beiden Mannschaften, doch die Abwehrreihen passen auf.
17. Minute. Robben auf Links legt quer, doch der Pass ist zu dicht vors Tor gespielt, kurz danach jagt David Alaba eine Kerze in den Himmel.
Eine Minute später verursacht er einen Eckball bei der Klärung gegen Piszczek, doch die Bayern behalten die Übersicht, bringen den Ball an sich und bauen neu auf.
Aber immer noch erstaunlich, wie oft die Kugel den Besitz wechselt. Beide Mannschaften lassen erkennen, dass sie etwas wollen und auch ein wenig nervös sind. Jetzt klärt Blaszczykowski auch mal an der Torauslinie gegen Ribéry.
Unsere Prognose, dass die 90 regulären Minuten nicht torlos verlaufen werden, hat sich bereits bestätigt und wir meinen, da geht noch was, sattelfest wirken beide Mannschaften momentan noch nicht, vor allem glauben wir nicht, dass Dortmund sich einmauern kann.
Minute 22: WEIDENFELLER LEGT GOMEZ IM STRAFRAUM! ELFMETER FÜR DEN FC BAYERN MÜNCHEN!
Ja, bei diesem Tempogegenzug konnte er kaum was anderes machen, der Dortmunder Torwart. Unglaubliche Geschwindigkeit, mit der die Bayern ohne Abseits umgeschaltet haben.
Robben tritt an!
Minute 24: AUSGLEICH IN BERLIN. Arjen Robben schießt einen hervorragenden Strafstoß ins rechte untere Eck, Weidenfeller chancenlos!
Was schrieben wir gerade? Da geht noch was, in diesem heißen Pokalfinaltanz.
Minute 26: Lewandowski stürmt auf rechts, schießt Alaba an und es gibt Freistoß für Dortmund. Die Bayern bekommen den Ball zunächst nicht weg, wieterer Freistoß, Gustavo klärt gegen Kagawa.
Schöner Seitenwechsel Dortmund, Großkreuz stürmt heran, aber das ist kein Problem für Neuer, mal die Arme hochzuhalten und das Bällchen des Dortmunder Sprachrohrs fürs Grobe zu stoppen.
Gomez nimmt einen Ball von Robben, der eigentlich schon weg war, aufgrund eines Dortmunder Fehlpasses auf und schießt einige Meter über die Latte. Das wurde kein Billardtor.
Gibt es bei Dortmund doch einen Torwartwechsel? Weidenfeller scheint immer noch Schmerzen zu haben, Ersatztorwart Mitchell Langerak macht sich weiter warm.
32. Minute. Ribéry gewinnt an der Dortmunder Strafraumgrenze ein Duell gegen Pisczeck, steckt durch auf Lahm, doch Mats Hummels klärt gegen den strammen Flachschuss des Bayernkapitäns.
Weidenfeller geht, Langerak kommt.
Auch Alaba spielt jetzt unglücklich zurück, doch Badstuber klärt und schiebt die Kugel etwas kurz, aber nicht zu kurz auf Neuer. Die Nicht-CL-Finalteilnehmer haben schon den einen oder anderen Aussetzer, nicht gegen Chelsea ran zu dürfen, scheint nicht unbedingt zu beflügeln.
37. Minute: Langerak klärt gegen den anstürmenden Gomez, der macht eine Rolle vorwärts, um nicht den nächsten Dortmunder Torwart zu verletzen.
Bayern hat eine Feldüberlegenheit, wenn man sie am Ballbesitz festmacht, und sie haben wohl auch die Geduld, immer wieder zu stören und nach Balleroberung variantenreich vors Tor zu spielen!
39. Minute: DER ZWEITE ELFMETER DES ABENDS! BOATENG FOULT BLASZCZYKOWSKI IM BAYERN-STRAFRAUM!
40. Minute. Mats Hummels tritt an gegen Neuer! NEUER IST NOCH DRAN, ABER ES STEHT 2:1 FÜR DORTMUND!!
Rechts unten, nicht schlecht geschossen, aber Neuer ist schon sehr, sehr sprunggewaltig, um ein Haar hätte er die Pille weggefischt.
Das wird ein besonderer Abend, wir sehen es kommen. Jetzt singt das Stadion wieder – die BVB-Fans sind ohnehin in der Überzahl, aber die Macht der Berliner und anderen Nicht-Bayernfans ist wohl mit Schwarz-Gelb.
Blaszczykowski spielt mit der Hacke auf den Kollegen Lewandowski. Dortmund ist schön anzuschauen, Bayern spielt konventioneller, im Moment.
44. Minute: KAGAWA AUF LEWANDOWKI, ES STEHT 3:1 für Dortmund! Was für ein schöner, schneller Spielzug. Wir sollten die Klappe halten, gerade schrieben wir, dass Dortmund schöner spielt und meinten damit natürlich auch – überraschender. Wo bleibt die Neutralität?
Jetzt wird’s schwer für Bayern. Dortmund zwei einzuschenken, um wenigstens in die Verlängerung zu kommen, das muss erstmal geschafft werden. Und alle Dortmunder, so wirkt es, stürzen sich auf den ballführenden Spieler, wenn Bayern in Strafraumnähe kommt. Der BVB-Rausch ist wieder da!
Halbzeit in Berlin!
Hol’s der Geier, welch eine Show. Zwei Elfmeter, vier Tore, und Dortmund führt verdient zur Halbzeit. Wir schreiben’s nicht gerne, aber das wird auch nix gegen Chelsea, wenn Bayern sich nächste Woche so leicht ausspielen lässt, wie insbesondere bei den ersten beiden Gegentoren.
Die Bayern haben sich vorgenommen, mit mehr Pressing zu spielen, haben Kroos auf die 10 gesetzt, um die Flügel zu entlasten, aber das Dortmunder Spiel der Klopp-Ära liegt den dem Münchener FC einfach nicht, da hilft im Moment keine noch so gute individuelle Klasse der Spieler.
Die Frage stellt sich uns weiterhin – gehen die Bayern voll rein? Jedenfalls sind sie in den ersten 45 Minuten überraschend zweikampfschwach, kein Vergleich mit den Halbfinalspielen in der Champions League gegen Real Madrid, wo die starken Einzeldarstellungen der Bayernspieler im Eins-zu-Eins ein Hauptgrund für den Einzug ins Finale waren.
Anpfiff zur zweiten Halbzeit!
Bayern wechselt Luiz Gustavo aus und Thomas Müller kommt rein – das bedeutet zunächst mehr Offensive, aber Kroos wird dafür auch ein wenig neben Schweinsteiger zurückgezogen, der heute noch keine wesentlichen Akzente setzen konnte.
Die Dortmunder Fans zünden Bengalos, aber dass das endlich mal aufhört, vor allem während noch laufender Spiele, dafür müsste wirklich mal abgebrochen und das Spiel für die gegnerische Mannschaft gewertet werden, vor allem ein so wichtiges wie das Pokalfinale.
Trotzdem, das Spiel wird mit wenig Verzögerung angepfiffen.
46. Minute. Bayern bleibt ruhig, für unseren Geschmack etwas zu ruhig. Die Außen werden jetzt wieder so angespielt, wie es schon in den letzten vier Partien, die Bayern alle verloren hat, zu nichts geführt hat. Wups, die Dortmunder haben den Ball und direkt wird’s gefährlich. Eckball Dortmund, Neuer greift daneben, aber die Situation ist doch noch geklärt.
48. Minute. Dortmund schon wieder vorne, Boateng klärt per Kopf gegen Gündogan, kurz darauf auf der Gegenseite – Langerak kommt weit, weit raus, aber Subotic hilft, gegen Gomez zu klären.
Badstuber foult Blaszczykowski und bekommt Gelb wegen gefährlichen Spiels, da waren die Füße in Kopfhöhe des Gegners.
Die Dortmunder bekommen in aussichtsreicher Position einen ihrer üblicherweise eher ungefährlichen Freistöße.
Doch der Schuss von Gündogan geht nur knapp links vorbei – doch nicht so knapp, dass Neuer sich bewegt hätte. Gut geschätzt oder nicht auf dem Posten, das ist schwer zu ermitteln.
52. Minute: Lahm spielt über außen nach links in den Strafraum, die Dortmunder passen auf, kontern, doch die Bayern haben alsbald wieder den Ball.
Ribéry, dem heute eh nicht viel gelingt, spielt einen Fehlpass, Lewandowski bekommt den Ball, wird von Boateng gestellt, aber Eckball für Dortmund.
Schön gespielt von Blaszczykowski auf Piszczek, doch die Bayern können im Strafraum klären. Und wieder ein Doppelpass, aber am Ende ein Missverständnis mit Kagawa, trotzdem, das geht alles viel, viel schneller als bei den Bayern.
57. Minute: KAGAWA TUNNELT SCHWEINSTEIGER, spielt auf Lewandowski, der – tunnelt? – müssen wir nochmal sehen – NEUER und DER BALL IST DRIN! Nein, kein Tunnel, halbhoch rechts vorbei am Bayern-Torwart in die Ecke.
Ein knochentrockener Vollstrecker ist er mittlerweile, dieser Lewandowski.
4:1 FÜR DORTMUND. Das ist jetzt schon eine Blamage für die Bayern, auch wenn sie nochmal rankommen sollten.
Ideenlos, was die Bayern jetzt spielen, und viel laufen tun sie auch nicht gerade. Aller Beteuerungen zum Trotz, das ist gegenwärtig nicht das wahre Kräfteverhältnis der beiden Mannschaften. Nach dem 3:1 – spätestens – haben die Bayern sich wohl zurückgenommen und denken eben doch vorranging an nächste Woche, wo es um den höchsten Titel im europäischen Vereinsfußball geht. Hoffentlich geht sich diese Spartaktik aus, wenn man bisher erfolglos zwei Titel angegangen ist, schließlich ist das alles ja auch auf diesem hohen Niveau eine mentale Frage.
66. Minute. Wieder Ecke für Dortmund.
Die Dortmunder können jetzt im Strafraum der Bayern kombinieren, das wirkt wie im berühmt-berüchtigten Training.
Dann aber ein schneller, endlich mal ein richtig schneller Gegenstoß über Ribéry, Gomez nimmt mit dem Kopf auf – Querlatte! Naja, ob das Pech ist, anhand der Chancenverteilung? Kann ja nicht jeder Ball, der aufs Tor kommt, reingehen. Nicht mal bei den Dortmundern und bei der schwachen Abwehrleistung der Bayern am heutigen Abend tut er das.
70. Minute. Frustfoul Schweinsteiger an Lewandowski, es gibt Gelb.
Gut, dass es nicht der Kuba Blaszczykowski war, dessen Nachnamen wir kaum schnell uns sicher genug hinkriegen, in einem Liveticker – der Seriosität halber aber immer dazuschreiben müssen, wenn es von Kuba eine wichtige Situation zu vermelden gibt. Wir können uns jetzt aber auch solidarisieren und uns auf den Kurzvornamen beschränken, es ist, wie es ist und es ist so schlecht nicht.
Die Zuschauerzahl kommt – beinahe Dortmunder Verhältnisse, 76.000 wollen das Spiel sehen.
74. Minute. Wann immer die Bayern in Strafraumnähe der Dortmunder kommen, direkt ist der richtige Gegenspieler dabei und dadurch sind die unbedrängten und präzisen Pässe nicht möglich, die ein überwiegender Strafraumspieler wie Mario Gomez braucht.
75. Minute. JETZT ABER DOCH! FRANCK RIBÉRY SCHIESST aus der Mitte heraus.
Dortmund-Bayern 4:2.
Ein toller Sonntagsschuss, wie der Ball sich da nach links dreht. Aber es sind immer noch zwei Tore, und das in nur fünfzehn Minuten. Das eben war eine wunderbare Einzelleistung, aber für uns kein konzeptioneller Spielzug.
Dortmund stürmt wieder, sie haben gemerkt, dass zu tief stehen nochmal für Stress sorgen könnte. Aber Robben, der heute auch keine Offensivglanzpunkte setzen konnte, klärt tatsächlich an der eigenen Grundlinie.
79. Minute. Ribéry wird gefoult, Freistoß aus etwa 25 Metern, aber keine Idee. Trotzdem entsteht aus der Situation ein Kopfball für Gomez, doch der ist weder platziert noch fest genug, geht übers Tor.
81. Minute. Dortmund wechselt Kagawa aus. Im Publikum sitzt der gute, alte Alex Ferguson und denkt darüber nach, ihn für ManU zu kaufen … oh, oh, oh, jetzt passsiert wieder was!
82. Minute. DORTMUND FÜHRT 5:2! WIEDER LEWANDOWSKI! Die Bayern kriegen den Ball nicht aus dem Strafraum, Neuer kann ihn nicht festhalten, da sieht die nationale Nummer eins nicht gut aus, und das ist heute nicht das erste Mal.
Dortmund-Bayern 5:2! Welch ein Spiel.
So sind sie, die Dortmunder, zumindest auf nationaler Ebene – immer sofort in der Lage, zurückzuschlagen. Sagen wir mal, in den letzten Monaten ist das so, im Gegensatz zu anderen Klubs kommen kamen sie zum Ende der Saison immer besser in Fahrt.
Wenn eine Mannschaft, die sich hier so vorführen lässt wie der FC Bayern, der CL-Gewinn gelingen sollte, dann wissen wir’s auch nicht mehr. Das würde nämlich heißen, dass die Dortmunder, wenn sie international auch mal ernst machen, für jedwede Leistung gut sind.
“Einer geht noch!”, singen die Fans, die auf Seiten der Dortmunder stehen. Da braucht man schon das typische Bayern-Selbstbewusstsein, um diese Demütigung zu verkraften. Schweinsteiger zeigt am meisten Nerven, der ist halt ein Siegertyp und gerade so einer, wenn er merkt, dass er’s auch persönlich noch nicht rumreißen kann, nach der langen Verletzung noch nicht wieder der alte, ist besonders angefressen, in so einer aussichtslosen Lage.
Im Spiel passiert ausnahmsweise mal nichts.
Die letzte reguläre Minute läuft. Ein großer Dortmunder Tag, einer von vielen in dieser Saison, neigt sich dem Ende. Wir mussten keine Verlängerung kommentieren, es war alles so eindeutig.
Und es wird schon abgepfiffen! Kaum Nachspielzeit, trotz der beiden Tore in der zweiten Halbzeit.
Die Arbeit ist getan, die Party in Schwarz-Gelb geht weiter! Der verletzte Owomoyela schiebt auf Krücken über den Rasen.
DORTMUND HAT DAS DOUBLE GEHOLT. UNSER GLÜCKWUNSCH INS REVIER und an alle Freunde und Bekannten, die wir dort haben! Unseren Freunden in Bayern eine Träne, aber wirklich traurig sind wir nicht, nach dieser Dortmunder Demonstration. Die Besseren haben gewonnen, ohne Glücksfee und ohne Schiedsrichterhilfe.
Der Wille, das Konzept, die Macht, alles war heute auf Seiten der Borussen. Jürgen Klopp hat für uns genau am heutigen Tag sein Meisterstück gemacht, nämlich etwas geschaffen, was es in diesem renommierten Revierverein bisher nicht gab. Im Herbst kommt die Champions League, und, ja, wir erwarten jetzt mehr als im letzten Jahr!
Alle nationalen Rekorde hat Dortmund eingestellt oder übertroffen, in dieser nun abgeschlossenen Saison. Jetzt geht es für diese Mannschaft darum, eine Legende zu werden! Kagawa wäre übrigens schön blöd, in dieser Lage zu wechseln, Klopp trauen wir aber ohne Weiteres zu ihn zu ersetzen, ohne dass wesentlich Sand ins Getriebe kommt. Mit Mario Götze haben sie noch ein Juwel, das sie heute sogar geschont haben, da stellt sich auch langsam etwas wie ein Luxusproblem ein. Dazu wird Marco Reus von Gladbach kommen – nein, mindestens auf dem Papier werden sie nächstes Jahr nicht schlechter werden, die Schwarz-Gelben.
Was der FC Bayern über viele Jahre aufgebaut, sich an finanzieller und managementmäßiger Dominanz geschaffen hat, wird Dortmund nicht mit Klopp allein aufholen können, das ist eine Generationenaufgabe. Doch eine zweite deutsche Mannschaft, die dauerhaft oben bleibt und auch irgendwann international mithalten kann, ist Grundvoraussetzungn für die Stärke der Liga, und daran zu arbeiten, darum wird es nun gehen. Auf zu neuen Sternen!
Berlin feiert Dortmund! Wir wünschen einen schönen Abend und verabschieden uns von einem denkwürdigen Abend, von großen Siegern und von Verlierern, die sich innerhalb einer Woche wieder aufrichten müssen, um nach der Krone Europas zu greifen. Das wird schwer, aber mit etwas mia san mia ist es möglich – die Substanz dazu hat der FC Bayern München.
dWB/AP/12-05-12
Mai 12th, 2012 → 17:48
[...] auf den Liveticker ab 20:00 [...]
Mai 17th, 2012 → 10:43
[...] nur der FC Bayern, auch wir sind wieder live von der Partie – nach dem Pokalfinale am letzten Samstag in unserer Wahlstadt [...]