Von AAA bis CCC – Die Bonität der Euroländer in der EU aus der Sicht der Ratingagenturen

Geschrieben am 8. August 2011

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07-10-12 Brandenburger Tor bea1 sw

Wir hoffen, dass wir die begonnene Artikelserie über die Ratings verschiedener Länder und über die gegenwärtige Schuldenkrise in Europa und den USA, dass wir weitere Beiträge in diesem Zusammenhang nicht bald als “Chronologie des Niedergangs” zusammenfassen müssen.

Heute, nachdem die Weltbörsen wieder mehr oder weniger hohe Kursverluste hinnehmen mussten, ergänzen wir unsere Informationen um die Bonität der Euroländer. Von AAA bis CCC ist alles dabei, und schon dies weist darauf hin, dass der Euro Konstruktionsschwächen haben muss. Länder mit solchermaßen unterschiedlicher Bonität in eine Währung zu zwängen, kann nicht gutgehen. Fairerweise muss man sagen, als der Euro beschlossen wurde, waren die Unterschiede in den Bonitätsratings der späteren Euroländer noch nicht so groß wie derzeit und das eine oder andere Land hatte sich die Mitgliedschaft im Club auf sehr trickreiche Weise erschlichen.

Wir verweisen auf den Stand vom 29.07.2011, wie ihn die Tabelle der ARD wiedergibt.

Aus urheberrechtlichen Gründen verweisen wir in diesem Fall nur und bilden die Tabelle nicht ab, welche die ARD aus Informationen von Reuters und den Ratingagenturen zusammengestellt hat – anders als die der AAA-Länder, die wir in einer Wochenendsitzung eigenständig erarbeitet und kommentiert hatten. Die oben verlinkte Tabelle finden wir deshalb hervorragend, weil sie die Ratings aller Euroländer in neutraler, weil alphabetischer Form listet und die Meinungen der drei wesentlichen Agenturen (Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch) berücksichtigt.

Wir kommentieren hingegen die Euroländer-Tabelle nicht ausführlich. Jedermann, der kaufmännisch zu denken in der Lage ist, soll sich selbst ein Bild davon machen, ob man AAA- und CCC-Länder weiterhin in einer Währung belassen kann, ohne dass der Preis für die Parole “Augen zu und durch” ins Unendliche schießt. Außerdem geben die Börsen und geben viele fähige Ökonomen, die sich unbequeme Ansichten zutrauen, längst ihre eigenen, unmissverständlichen Kommentare dazu ab, was von der Schuldenpolitik in den USA und in Europa zu halten ist und wie sie allen Wohlstand gefährden kann, der in vielen Jahrzehnten aufgebaut wurde.

dWB/AP/11-08-08

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