ARD, 23.05.2011, Polizeiruf 110Anthologie 1
Aufgrund einer technischen Panne bleibt leider nicht die Zeit, gleich voll in die Rezension der Polizeiruf-Serie einzusteigen. Zu den Hintergründen, warum wir sie neben den Tatorten nun auch rezensieren, in einem späteren Artikel. Es folgt eine Kurzrension, allerding auch gleich ein neuer Service. Sowohl hier als auch bei den Tatorten werden wir künftig Besetzungsliste und Stab in die Artikel einfügen.
I. Inhalt
Die Leiche eines Rentners wird im Kofferraum eines Schrottautos gefunden. Katrin König und Alexander Bukow tauchen bei ihren Ermittlungen in das Milieu von Müll- und Schrottsammlern ein. Dabei stoßen sie auf ein Geflecht von menschlichen Schicksalen.
Was zunächst nach dem Mord an einem Obdachlosen aussieht, entpuppt sich als Erpressungsfall im Zusammenhang mit illegalen Sondermüllentsorgungen auf der Rostocker Mülldeponie. Doch wer erpresst hier wen, und wer hat ein Motiv, einen alten, mittellosen Rentner umzubringen? (Zusammenfassung und Besetzungsliste: ARD)
| Besetzung | |
|---|---|
| Katrin König | Anneke Kim Sarnau |
| Alexander Bukow | Charly Hübner |
| Anton Pöschel | Andreas Guenther |
| Henning Röder | Uwe Preuss |
| Volker Thiesler | Heynert |
| Nathalie Schiecke | Ursina Lardi |
| Lukas Gehring | Jan Georg Schütte |
| Margit Schütte | Christine Schorn |
| Kran Schütte | Jan Peter Heyne |
| Stab | |
| Regie: | Christian von Castelberg |
| Buch: | Wolfgang Stauch |
| Kamera: | Martin Farkas |
| Musik: | Ralf Wienrich und Eckhart Gadow 7 |
II. Kurzrension
“… und raus bist du” spielt in Rostock und ist ein äußerst unterhaltsamer Polizeiruf. Das Ermittlerteam, aber auch die übrigen Figuren, sind echte Typen – skurril, teilweise sehr übertrieben dargestellt und gerade dadurch aus dem Klischee heraustretend, das ihnen teilweise zugrunde gelegt wird.
Man hat die Handlung im Milieu der Müllsammler, kleinen Ramschhändler, skurrilen Randerscheinungen und Obdachlosen angesiedelt und die Profilerin König und der sehr bodenständig wirkende Kommissar Buckow haben keine Mühe, in dieses Milieu einzutauchen. Als Personen wirken sie authentisch, als Ermittler weniger.
Realismus ist ohnehin nicht das Konzept der Polizeiruf 110-Folge 319. Einige Fakten sind schlicht unglaubwürdig und wurden offenbar so dargestellt, damit die Identifikation des Zuschauers mit den Figuren noch stärker wird und wegen der Effekte, die sich damit erzielen ließen.
Die Handlung, rein plottechnisch betrachtet, weist keine größeren Fehler auf, ist spannend und der Humor durchzieht diesen Polizeiruf sehr stark. Gute Unterhaltung!
7,5/10
Geschrieben am 23. Mai 2011
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